Mit großer Trauer haben Calauer die Nachricht vom Tod des renommierten und international bekannten Maskenbildners Wolfgang Utzt zur Kenntnis genommen. Der gebürtige Senftenberger verstarb am vergangenen Samstag im Alter von 78 Jahren.

„Wolfgang Utzt war bei der Eröffnung des Calauer Witzerundweges am 21. Mai 2011 bei uns in der Stadt“, erinnert sich André Bareinz. Dass der gefragte Künstler und auch seine Schwester Christina einen besonderen Bezug zu Calau und den Witzerundweg haben, hängt mit ihrem Großvater Georg Utzt zusammen. Ein anerkannter und rechtschaffener Friseurmeister, dem ein Lehrling einen Streich gespielt hatte. So soll dieser seinen nackten Hintern aus dem Fenster des Salons in der Calauer Schlossstraße gestreckt haben – so wie es ihm sein Lehrmeister leichtfertig aufgetragen hatte.

Heute zählt die Anekdote mit der unvergessenen Pointe zu den klassischen Kalauern der Witzestadt. Eine Tafel und ein Bronzeguss erinnern an die Geschichte. Sie zählt zu den Stationen des Witzerundweges in der Calauer Innenstadt.

Wie André Bareinz weiter informiert, habe auch Wolfgang Utzt das Friseurhandwerk erlernt. „Er war der Sohn des letzten Friseurmeisters Utzt in Calau“, berichtet er. Um als Maskenbildner tätig zu sein, zog es Wolfgang Utzt jedoch ans Theater der Bergarbeiter in Senftenberg. Später war er 43 Jahre am Deutschen Theater (Berlin) tätig, drei Jahrzehnte davon als Chefmaskenbildner.