Rolf Wünsche und seine Ehefrau Dietlind fühlen sich wohl in Altdöbern. Auch wenn die Anfänge in der Parkgemeinde herausfordernd waren: Kauf und Sanierung eines maroden Wohnhauses in der Bahnhofstraße, Einrichten eines Ateliers, Aufbau eines Kundenstammes, aber auch das Warmwerden im Ort, in dem Fremden damals oft Skepsis entgegenschlug. „Alles richtig gemacht“, attestierten Besucher, die sich am 10. Juni im Fotofachgeschäft die Klinke in die Hand gaben. An diesem Tag vor 40 Jahren öffnete das „Fotoatelier Wünsche“, das aus Altdöbern nicht mehr wegzudenken ist.
Wie auch Dietlind und Rolf Wünsche die im Ort inzwischen Institutionen sind. Für sein ehrenamtliches Engagement ist dem in Ebersbach geborenen Fotografen mehrfach gedankt worden. Dem Bürgerpreis des Amtes Altdöbern (2010) folgte 2014 die Ernennung zum Salzteichehrenbürger und 2018 eine Einladung zum Tag des Ehrenamtes OSL. Als Mitglied im Gewerbeverein, Vorsitzender des Heimatvereins und Gemeindevertreter zählt er zu den Taktgebern im Ort. Selbst mit den Parksanierern der Internationalen Jugendbauhütte pflegt er enge Kontakte. Klar, dass auch die Jugendlichen zum Firmenjubiläum mit Linus Schenk (Halle) und Thomas Coupiveau (Frankreich) eine Delegation ins Atelier entsandten. Mit einem herzlichen „avec toutes nos felicitations“ bedankte sich Coupiveau. Und das nicht nur, weil Rolf Wünsche im Garten einen selbst gebauten Eiffelturm zu stehen hat.

Rückblick im Schaufenster


In den kommenden Tagen lassen Dietlind und Rolf Wünsche im Schaufenster ihres Ateliers 40 Firmenjahre reflektieren. Gezeigt werden Fotos von Gebäuden die längst abgerissen sind, vom eigenen Geschäftshaus mit seiner wechselvollen Geschichte, aber auch Porträts und ein Foto vom ersten Hochzeitspaar, das Rolf Wünsche fotografiert hat. Damals ein paar Tage vor der Geschäftseröffnung und deshalb auch ein bisschen illegal – was ihm heute aber keiner nachträgt.