E-Roller in Lübbenau: Polizei stoppt 13-Jährigen mit über 50 km/h

Der Polizei fiel in Lübbenau ein 13-Jähriger auf einem manipulierten E-Roller auf. Warum die Polizei nun auch gegen den Vater des Jungen ermittelt. (Symbolfoto)
Jan Woitas/dpa- Polizei stoppte in Lübbenau einen 13-Jährigen auf einem manipulierten E‑Roller.
- Der Junge fuhr über 50 km/h – Mindestalter war nicht erreicht und das Fahrzeug war verändert.
- Kontrolle am Montag, 31. August 2026, auf der Dr.-Albert-Schweitzer-Straße.
- Es läuft ein Strafverfahren, die Nutzung wurde untersagt – auch gegen den Vater wird ermittelt.
- Regeln in Deutschland: Mindestalter 15, Führerschein AM, Haftpflicht und Kennzeichen erforderlich.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
In Lübbenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) hat die Polizei einen jungen E-Roller-Fahrer gestoppt. Er war am Dienstag, 1. September 2026, gegen 16.40 Uhr mit dem Fahrzeug auf der Dr.-Albert-Schweitzer-Straße unterwegs, als er den Beamten durch seine Fahrweise auffiel. Er fuhr viel zu schnell. Die Polizisten konnten den Jugendlichen noch vor seinem Wohnhaus stoppen.
Bei der Kontrolle durch die Polizei stellte sich heraus: Der Junge ist erst 13 Jahre alt. Damit hatte er das gesetzliche Mindestalter für die Nutzung des E-Rollers noch nicht erreicht. Zudem war das Fahrzeug technisch verändert worden und fuhr mehr als 50 Kilometer pro Stunde.
Die Polizei untersagte dem Jungen die weitere Nutzung des Fahrzeugs. Gegen den Vater des 13-Jährigen eröffneten die Beamten ein Strafverfahren. Der Mann gab an, den E-Roller für seinen Sohn gekauft und dessen Nutzung erlaubt zu haben. Damit rückt jetzt auch die Frage nach Versicherung und Mindestalter in den Fokus.
Es gelten klare Regeln für das Fahren von E‑Rollern
Für das Fahren mit einem E-Roller gelten in Deutschland klare Regeln. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) informiert auf seiner Homepage, dass ein Mofa-Führerschein oder eine sonstige Fahrerlaubnis aufgrund der niedrigen Geschwindigkeiten beim Fahren von E-Scootern nicht benötigt wird. Allerdings liegt das Mindestalter für das Fahren eines E-Scooters mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als sechs und maximal 20 km/h im öffentlichen Straßenverkehr bei 14 Jahren.
Eine Zulassung ist für E-Scooter nicht nötig. Vorgeschrieben ist aber eine Versicherungsplakette am Fahrzeug. Sie weist nach, dass eine Haftpflichtversicherung besteht. Ohne gültigen Versicherungsschutz drohen ein Bußgeld oder sogar ein Strafverfahren.
In der aktuellen Saison 2025/26 benötigen E-Scooter eine grüne Plakette. Die Versicherungssaison startet immer zum 1. März eines Jahres, die Kennzeichen sind in der Regel bereits im Februar bestellbar.
Gerade bei technisch veränderten Fahrzeugen drohen zusätzliche Konsequenzen, wenn Geschwindigkeit und Zulassung nicht mehr den Vorschriften entsprechen. Bei der Verkehrskontrolle stellte die Polizei fest, dass der E-Scooter laut Hersteller nur 20 km/h fahren darf. Weil das Fahrzeug deutlich schneller war, bestand der Verdacht auf Tuning. Damit könnte der E-Scooter rechtlich als Fahrzeug mit Führerscheinpflicht gelten. Der 13-Jährige hatte die nötige Fahrerlaubnis nicht.
Verstöße beim Fahren mit E-Rollern können teuer werden
Die Polizei verweist immer wieder auf Vorfälle mit jungen Fahrern, unversicherten Fahrzeugen und deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Solche Verstöße können nicht nur teuer werden, sondern auch strafrechtliche Folgen haben.
Wer einen E-Roller nutzt, sollte deshalb vor der Fahrt prüfen, ob Alter, Versicherung und Technik den Vorgaben entsprechen. Andernfalls drohen Bußgelder, Strafverfahren und das sofortige Fahrverbot.

