Es beginnt wie eine klassische Auswanderergeschichte. Er, Anfang 30, Fitnesstrainer im Spreewald, sucht sein Glück in der Ferne. Phuket soll es sein, die Touristen-Insel im Süden Thailands. Weiße Sandstrände, Dschungel, tropisches Klima und eine Partyszene, die einen 365 Tage im Jahr in Ekstase halten kann.
Und dort trifft er sie, ebenfalls Anfang 30, eine Einheimische. Es soll das große Glück werden. Er findet Arbeit, sie ebenfalls. Alles scheint zu passen im Tropenparadies weitab grauer Herbsttage in Brandenburg. Bis zu jenem gemeinsamen Urlaub im Sommer 2017. Das deutsch-thailändische Paar kehrt danach verkracht zurück. Er ist angeblich eifersüchtig, sie soll etwas mit einem anderen Mann angefangen haben. Es kommt zum Streit – und am Ende ist sie tot.

Mord auf Phuket: Zunächst sucht die Polizei nur eine Vermisste

Zunächst allerdings gilt sie nur als vermisst. Verwandte wollen sie besuchen, treffen allerdings nur ihn in ihrer Wohnung an. Er sagt, sie sei krank, habe Medikamente genommen und schlafe. Kurz darauf ist sie angeblich verschwunden. Die Verwandten schalten die Polizei ein.
Die findet von ihr keine Spur. Lediglich Tropfen einer seltsamen Flüssigkeit werden im Bett gefunden. Ist es Blut? Die Polizisten fahren zu ihm, wollen ihn befragen, da greift er zum Cutter-Messer.

Mord auf Phuket: GPS-Daten überführen Tatverdächtigen aus dem Spreewald

Der Versuch scheitert, er kommt ins Krankenhaus. Und die Polizei beginnt zu ermitteln. Schnell finden die Beamten in Phuket heraus, dass er sich einen Mietwagen genommen hat. Der verfügte über eine GPS-Aufzeichnung, die die Polizisten direkt zu einem abgelegenen Ort im Dschungel findet – und zur bereits stark verwesten Leichen der jungen Frau.
Er wird verhaftet und knickt in der Befragung ein. Als ihn die Beamten zum Fundort der Leiche im Dschungel bringen, packt er aus und erzählt seine Version der Ereignisse. Wie sieht diese aus? Hören Sie jetzt rein in die neue Folge des Crime-Podcasts „Akte Brandenburg“ und erfahren Sie mehr:

Mord auf Phuket: Was ist aus dem Fall geworden?

Im Jahr 2018 landet der Fall schließlich vor Gericht. Er behauptet, es sei ein Versehen gewesen. Sein Verteidiger plädiert auf Totschlag. Die Anklage spricht von Mord und fordert eine harte Strafe. Wie das Gericht am Ende entscheidet und was dann mit dem Mann aus dem Spreewald geschieht, ist unerwartet.
Die Deutsche Botschaft in Bangkok will sich auf Nachfrage nicht zu Einzelfällen äußern. Das Auswärtige Amt in Berlin teilt allerdings mit: „Der genannte Fall ist uns bekannt, während der Inhaftierung in Thailand wurde der Betroffene von der Botschaft konsularisch betreut.“
Wo der Deutsche inzwischen seine Haft verbringt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Zwei Varianten gibt es. Mehr dazu erfahrt ihr in unserer neuen Folge „Akte Brandenburg“. Jetzt überall da, wo ihr Podcasts hört.

Das ist Akte Brandenburg

Mordfälle und Verbrechen aus Brandenburg sind das Thema von „Akte Brandenburg“, dem Truecrime-Podcast von Moz.de und LR.de.
„Mord auf Phuket“ ist die fünfte Folge der Reihe. Zuvor erschienen ist „Der Fall Frank Schmökel“. Er hat einen Mann getötet und Kinder vergewaltigt, manche Opfer überlebten mit Glück. Und er ist sechs Mal aus dem Vollzug geflohen. Vor 20 Jahren wurde Frank Schmökel zum letzten Mal verurteilt. Zeit, eine Bilanz der Ereignisse von damals zu ziehen.
Alle bisher erschienen Folgen von Akte Brandenburg finden Sie auf LR.de, auf Moz.de, in der neuen App der LR und auf allen gängigen Podcast-Plattformen.