Verkehr in Vetschau: L54 wird saniert - was Sie vor Baustart wissen müssen

Die Wilhelm–Pieck–Straße soll ab Sommer 2024 in mehreren Abschnitten vollumfänglich saniert werden. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Umleitungen einstellen.
Rüdiger HofmannBekannt ist das Vorhaben in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) schon länger. Jetzt gab der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg weitere wichtige Details zur geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt L54 bekannt. Auch der Starttermin steht fest.
Etwas mehr als zwei Jahre – von Juni 2024 bis voraussichtlich August 2026 – sollen die Baumaßnahmen insgesamt andauern. Der betroffene Bereich erstreckt sich von der Wilhelm-Pieck-Straße, beginnend hinter dem Kreisverkehr am Hospitalplatz, bis kurz vor den Kreisverkehr in Richtung Burg in der Juri-Gagarin-Straße.
Straße ab dem 17. Juni gesperrt
Der Startschuss für die Baumaßnahme fällt am Montag, dem 17. Juni 2024. Das teilte Bauleiter Maik Fritsch vor Kurzem während einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus in Vetschau mit. In dieser ersten Phase wird ein etwa 400 Meter langer Abschnitt vom Hospitalplatz bis zum Friedhof, einschließlich der Zufahrt zur Kleinen Bahnhofstraße, vollständig für den Verkehr gesperrt. Laut Fritsch beginnen die Bauarbeiten in diesem Abschnitt im Laufe der Woche, spätestens jedoch am 24. Juni, und sollen bis Ende Oktober abgeschlossen werden.
Bauprojekt wird in mehreren Abschnitten umgesetzt
Das Bauvorhaben wird in insgesamt sieben Etappen durchgeführt, so der Mitarbeiter des LS. Nachdem der erste Bauabschnitt im Oktober abgeschlossen sein wird, startet die zweite Phase mit vorbereitenden Arbeiten für den neuen Kreisverkehr. Hierzu gehört auch die Einrichtung einer provisorischen Umleitung um die Baustelle.
Mit Beginn der dritten Phase, der laut LS für Februar 2025 vorgesehen ist, erfolgt die Sanierung des zweiten Abschnitts der Wilhelm-Pieck-Straße. Parallel dazu wird mit dem Bau des Kreisverkehrs begonnen, maßgeblich den Ein- und Ausfahrten von der Wilhelm-Pieck-Straße zur Juri-Gagarin-Straße.
In der darauf folgenden vierten Phase wird der Bau der nordöstlichen Verbindung des Kreisverkehrs fortgesetzt: von der Wilhelm-Pieck-Straße aus Märkischheide kommend in die Juri-Gagarin-Straße Richtung Bahnhof. Die fünfte Phase umfasst die Sanierung eines etwa 70 Meter langen Teilstücks der Juri-Gagarin-Straße in Richtung Pestalozzistraße.
Die abschließenden Phasen sechs und sieben beinhalten die Sanierung und den Ausbau eines 600 Meter langen Teilstücks der Juri-Gagarin-Straße, beginnend am neuen Kreisverkehr bis hin zur Kreuzung mit der Bahnhofstraße in Richtung Burg.
Auf diese Umfahrungen müssen Autofahrer achten
Zur Entspannung der Verkehrslage während der gesamten Bauzeit sieht der Landesbetrieb Straßenwesen mehrere Umleitungen vor, die Autofahrer sowohl innerorts als auch außerhalb um die Baustellen herumführen sollen. So wird der Durchgangsverkehr aus nördlicher Richtung kommend über Lübben, Staupitz und Burg umgeleitet. Verkehrsteilnehmer, die aus dem Süden kommen, werden über Cottbus, Kolkwitz, Werben und Burg geführt.
Innerhalb Vetschaus führt die Umleitung während der ersten Bauphase über die Kraftwerkstraße in die Pestalozzistraße und im Anschluss über die Juri-Gagarin-Straße in die Bahnhofstraße. Auch der Rewe-Markt sowie der nahegelegene Drogeriemarkt und die Bäckerei sind in diesem Zeitraum (Juni bis Oktober) ausschließlich über die Bahnhofstraße zugänglich.
Diese Maßnahmen sollen umgesetzt werden
Die Sanierung der wichtigen Verkehrsader zwischen Altstadt und Bahnhof auf einer Länge von insgesamt 1,3 Kilometern soll die Verkehrssicherheit und -qualität in der Innenstadt von Vetschau maßgeblich verbessern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erweiterung der Straße auf eine Breite von 6,50 Metern. Zu beiden Seiten der Straße sollen zudem Gehwege in einer Breite von 2,50 Metern entstehen.
Für Radfahrer ist zwar kein durchgehender Radweg vorgesehen, jedoch sollen die Gehwege so konzipiert werden, dass sie mit Schrittgeschwindigkeit auch von Fahrradfahrern genutzt werden können. Zwei Fußgängerüberwege – davon einer auf Höhe der viel befahrenen Zufahrt zum Rewe-Markt – sind ebenfalls vorgesehen.
Neuer Kreisverkehr soll Verkehrsfluss verbessern
Ein weiterer zentraler Punkt der Sanierung ist die Umgestaltung der Kreuzung Wilhelm-Pieck-Straße und Juri-Gagarin-Straße zu einem vierarmigen Kreisverkehr. Außerdem wird die Bushaltestelle in der Gagarin-Straße modernisiert und ein neuer Wartebereich für Fahrgäste installiert. Die Errichtung von zusätzlichen Parkplätzen sowie neuen Straßenlaternen entlang des Straßenverlaufs ist ebenso Bestandteil des Projekts.
Die Baumaßnahmen beschränken sich aber nicht allein auf die sichtbaren Bereiche; auch im Untergrund wird gearbeitet. Der Wasserverband Calau (WAC) wird in Begleitung der Straßenarbeiten die Trinkwasserleitungen vom Anfang der Baustelle bis zur Weßlaustraße austauschen. Außerdem sollen die Regenwasserableitungen erneuert und dem neuen Straßenverlauf angepasst werden. Abschnittsweise werden zudem auch die Gasleitungen sowie die Mittel- und Niederspannungsleitungen erneuert sowie die Telefon- und Fernwärmeleitungen neu verlegt.


