(dpr) An der im Jahr 2013 in Lübbenau in Betrieb genommenen Rettungswache wird aktuell gebaut: zwei Bereitschaftsräume sowie ein Aufenthaltsraum für einen Auszubildenden zum Notfallsanitäter werden auf einer Fläche von rund 30 Quadratmetern an das bestehende Gebäude herangesetzt.

„Das ist notwendig, da seit dem Jahr 2017 die Vorhaltezeiten der Rettungswagen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz erweitert wurden“, informiert Mario Pusch, Hauptwachleiter des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Calau e. V. Auch der zweite Rettungstransportwagen (RTW) müsse nun länger vorgehalten werden. Damit sei mehr Personal vor Ort, dem entsprechende Bereitschaftsräume zur Verfügung gestellt werden müsse, erklärt Mario Pusch.

Die Baubetreuung übernimmt die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH, als Eigentümerin des Gebäudes. „Ob die Arbeiten planmäßig vorangehen, ist immer witterungsabhängig“, merkt Projektleiterin Annett Merting an. „Mit ein bisschen Glück können wir die Räume noch bis Ende 2019 übergeben“, ergänzt sie. Der Rohbau ist schon mal fertiggestellt. Nun folgt die Betondecke. „Anschließend üben die Dachdecker ihr Handwerk aus, und danach folgt der Innenausbau“, beschreibt Annett Merting den weiteren Bauablauf.

„Mit den neuen Räumlichkeiten verbessert sich das Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter“, freut sich Mario Pusch schon jetzt. Fünf Mitarbeiter im Rettungsdienst sowie ein Notarzt sind im Gewerbepark, nahe des Spreewelten Bades und in direkter Nachbarschaft zum Feuerwehr-Gerätehaus rund um die Uhr im Einsatz. Hinzu kommt noch der Auszubildende.

„Die längeren Vorhaltezeiten kommen unseren Einwohnern und Gästen zugute. Jeder könne aus nicht absehbaren Gründen einmal auf Hilfe angewiesen sein“, bemerkt der Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos). Die Stadt Lübbenau, so Wenzel weiter, vermietet den Gebäudekomplex der Lehrrettungswache an den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der wiederum die Hoheit über den Rettungsdienst hat.