Bauern-Demo bei Lübbenau: Polizei löst Blockade vor Kaufland-Logistikzentrum auf

Bauern-Protest bei Lübbenau: Dort wurde das Logistikzentrum von Kaufland blockiert. Mehr als 100 Trecker sollen dort sein. (Symbolfoto)
Uwe Zucchi/dpaBauern haben seit dem späten Sonntagabend (4. Februar) vor dem Kaufland-Logistikzentrum in Groß Klessow (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) eine Blockade errichtet. Die Kundgebung im Ortsteil der Stadt Lübbenau mit einer dreistelligen Zahl an Traktoren und Lastkraftwagen war nicht angemeldet, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Aus diesem Grund und wegen Nötigung von Amts wegen wurde eine Anzeige erstattet. Es kam zu einem langen Rückstau von rund 100 Fahrzeugen, die das Warenlager nicht anfahren oder verlassen konnten.
Die Fahrzeuge der Demo-Teilnehmer waren aus verschiedenen Landkreisen von Brandenburg und aus Sachsen angereist. Sie führten Plakate mit sich, auf denen sie ihre Unzufriedenheit mit der Politik zum Ausdruck brachten.
Man habe die Demonstranten aufgefordert, die Versammlung zu beenden, sagte eine Sprecherin. „Die Stimmung war angespannt.“ Eine Auflösung der Kundgebung durchzusetzen, war zunächst wegen der großen Teilnehmerzahl und vielen Fahrzeuge nicht möglich. Bei den Einsatzkräften hatte sich demnach kein Versammlungsleiter gemeldet.
Die Ein- und Auffahrt zum Logistikzentrum des Lebensmittelunternehmens Kaufland war vollständig verstellt. Nach Angaben der Polizei haben die Protestierenden eine Rettungsgasse gebildet.
Einschränkungen bei einzelnen Kaufland-Artikeln
Zwischenzeitlich kam es zu einem Stau von Lkw, die sich auf der Anfahrt zum Logistikzentrum befanden. Die Anschlussstellen A15 und der A13 sowie das Stadtgebiet von Lübbenau waren nicht von den Staus betroffen. Die Polizei hat die nicht angemeldete Versammlung mittlerweile für aufgelöst erklärt und gegenwärtig verlassen die Versammlungsteilnehmer mit ihren Fahrzeugen den bislang blockierten Bereich. Die polizeilichen Maßnahmen dauern jedoch weiterhin an.
Bei einzelnen Artikeln in den Kaufland-Filialen könnte es zu Einschränkungen kommen, wie das Unternehmen am Montag erklärte. Grundsätzlich sei die Warenversorgung in den Läden aber sichergestellt.
