Bahnstrecke Lübbenau - Kamenz: Neue Mobilfunkstation in Calau schließt Funkloch im Zug

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz profitiert mit einem neuen Mobilfunkstandort von der Ausbau-Kooperation zwischen Deutscher Bahn und Vodafone.
Michael HelbigGute Neuigkeiten für Zug-Pendler: Auf der Bahnstrecke zwischen Lübbenau und Kamenz schließt ein neuer Mobilfunkstandort in Calau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz jetzt das lästige Funkloch. Vodafone – einer der größten Mobilfunkanbieter in Deutschland – hat den neuen Standort mit LTE-fähigen Antennen dieser Tage in Betrieb genommen.
Die Station ist Teil des Infrastruktur-Projektes „Bundesweiter Mobilfunkausbau entlang der Schienenstrecken“ und sorgt nun auf einer sieben Kilometer langen Strecke für hohe Bandbreiten, schnelle Reaktionszeiten und eine zuverlässige Datenübertragung, verspricht Vodafone.
Viele Bahnreisende nutzen jeden Tag die Strecke
Die Schließung der Versorgungslücke war dringend nötig. Viele Bahnreisende nutzen jeden Tag die Strecke zwischen Lübbenau und Kamenz – und wollen dabei ihr Smartphone nutzen, um E-Mails zu versenden, mit der Familie zu telefonieren oder Musik zu streamen. Bislang mussten sie dabei allerdings die störende Funkloch-Unterbrechung hinnehmen; jetzt ist das Mobilfunknetz stabil.
„Mobiles Kommunizieren und Arbeiten wird mit dem Ausbau der Mobilfunkversorgung entlang der Bahnschienen schneller und unterbrechungsfrei funktionieren“, verspricht Vodafone-Technikchefin Tanja Richter. „Mit der Ausbaumaßnahme entlang der Strecke zwischen Lübbenau und Kamenz realisieren wir den nächsten wichtigen Schritt, um ein lückenloses Mobilfunknetz entlang der Bahnstrecken in Deutschland zu erreichen.“
Ziel der Infrastruktur-Partnerschaft zwischen Vodafone und der Deutschen Bahn ist es, besonders stark frequentierte Zugstrecken bis zum Jahr 2025 mit einem lückenlosen LTE-Mobilfunknetz mit hohen Bandbreiten zu versorgen. Davon profitieren vor allem jene Fahrgäste in den Zügen der DB, die das Netz von Vodafone nutzen.
5G+-Netz an Deutschlands ICE-Strecken
Darüber hinaus will Vodafone als erster Mobilfunkanbieter sein 5G+-Netz bis zum Jahr 2025 großflächig an Deutschlands ICE-Strecken aktivieren. Neben hohen Bandbreiten würden Bahnreisende dann erstmals auch von extrem niedrigen Reaktionszeiten profitieren, kündigt das Unternehmen an.

Ziel der Infrastruktur-Partnerschaft zwischen Vodafone und der Deutschen Bahn ist es, besonders stark frequentierte Zugstrecken bis zum Jahr 2025 mit einem lückenlosen LTE-Mobilfunknetz mit hohen Bandbreiten zu versorgen. (Symbolfoto)
Jens Büttner / dpaUm dies zu erreichen, will Vodafone 160 zusätzliche Mobilfunkstationen errichten und rund 1000 Modernisierungsmaßnahmen realisieren. Zusätzlich will der Kommunikationskonzern auch den Mobilfunkausbau entlang der Nebenstrecken vorantreiben, um dort bis 2024 eine nahezu flächendeckende Mobilfunkversorgung zu erreichen.
