Tag der offenen Baustelle in Lübbenau: Die Infos zum Programm und der Überraschung

Am Tag der offenen Baustelle in Lübbenau können Gäste einen einmaligen Blick in die Bahnbaustelle werfen. Die Infos zum Programm.
Holger Neumann- Die Bahnbaustelle in Lübbenau schreibt Stadtgeschichte und wird am 27. Juni für Besucher geöffnet.
- Es gibt ein Begleitprogramm mit Wettbewerben und kreativen Aktionen sowie Grillwürstchen und Getränke.
- Eine Überraschung: „Lübbenauer Nass“ als Erinnerung wird gegen Spenden verkauft.
- Die Erlöse unterstützen lokale gemeinnützige Projekte.
- Hintergrundinfos zur Baustelle sind in der Infobox an der Baugrube verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Baustelle an den Bahnübergängen in Lübbenau mal angeschaut, hat mittlerweile sicher fast jeder Bewohner der Stadt. Sie aber auch betreten, durften bisher nur wenige Lübbenauer. Am Freitag, 27. Juni 2025, ist das anders, dann darf jeder Interessierte auf der 250 Meter langen Straßenunterführung entlangspazieren, bevor dort weiter gebaut wird und ab 2027 Autos die Gleisstrecke unterqueren.
Am Tag der offenen Baustelle bietet sich von 13 bis 16 Uhr die wahrscheinlich einmalige Gelegenheit, die Baustelle zu erkunden. „Wer schon immer wissen wollte, wie sich ein solcher Bau anfühlt, wie tief er tatsächlich liegt und wie er konstruiert ist, hat an diesem Tag die einmalige Gelegenheit“, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Lübbenauer Stadtnachrichten.
Wie es weiter heißt, wird die Straßenunterführung kurzzeitig zu einer Art Spielstraße. Neben der „Tunnelbesichtigung“ erwarte Familien ein Begleitprogramm mit Mitmachaktionen, Wettbewerben, kreativen Stationen. Für Bratwurst vom Grill und kühle Getränke werde gesorgt. Gerade für Kinder wird es wahrscheinlich ein Erlebnis sein, die Eisenbahn über sich hinwegfahren zu hören.
Überraschung am Tag der offenen Baustelle in Lübbenau
An diesem Tag wartet die Stadtverwaltung außerdem mit einer großen Überraschung auf. Als bleibende Erinnerung kann nämlich auf der Baustelle das im Rathaus sogenannte „Lübbenauer Nass“ käuflich erworben werden. Die Flüssigkeit in der Wasserflasche ist nicht zum Trinken oder Pflanzengießen gedacht, sondern zum Angucken und Sich-Erinnern.
In der mittlerweile trockenen Baugrube stand noch vor wenigen Wochen mehrere Meter hoch das Grundwasser. Scherzhaft wurde daher die Baugrube in Lübbenau „Neustadthafen“ genannt. Mit diesem Hafenwasser wurden, bevor es aus der Grube gepumpt wurde, mehrere Flaschen abgefüllt.

Fast ein Jahr her. Ein Industrietaucher steigt hinab in die geflutete Baugrube an der Bahnstrecke in Lübbenau. Das Grundwasser ist mittlerweile – fast – vollständig herausgepumpt worden.
Daniel PreikschatWie am Rande des Richtfestes für das neue Sozialgebäude im Spreewaldsportpark am 1. Mai zu erfahren war, sollen am Tag der offenen Baustelle 100 Flaschen „Lübbenauer Nass“ verkauft werden. Der Erlös, so heißt es nun auch in den Stadtnachrichten, fließt in gemeinnützige Projekte vor Ort, sodass mit jeder Flasche auch ein Stück Lübbenauer Engagement unterstützt werde.
Der Ausdruck „Verkauf“ trifft allerdings nicht genau, was am 27. Juni geplant ist. Auf Nachfrage der Lausitzer Rundschau wird konkretisiert: Wer eine der Erinnerungsflaschen sein Eigen nennen will, wird um eine Spende gebeten. Die Flaschen werden mit Etiketten versehen sein. Wie diese Etiketten aussehen, soll eine Überraschung sein, so die Rathaussprecherin.
„Berliner Luft“ war Inspiration für „Lübbenauer Nass“
Bei dem Richtfesttermin am 1. Mai im Spreewaldsportpark hieß es, dass der Verkauf von Berliner Luft in Dosen Inspiration für die Flaschenidee gewesen sei. Auch an die „1 große echte Spreewälder Gewürzgurke“ könnte man in diesem Zusammenhang denken, die es vom Spreewaldhof schon seit Langem in einer Dose zum Mitnehmen gibt.
Angekündigt für den Tag werden auch „spannende Hintergrundinformationen“. Üblicherweise bei Veranstaltungen dieser Art in Lübbenau kann Einblick in Planzeichnungen genommen werden und es stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Zuletzt war das so bei der Einladung zur Besichtigung des Alten Friedhofs, der derzeit parkähnlich umgestaltet wird, und bei dem Richtfest für das Sozialgebäude im Spreewaldsportpark.

In der Infobox an der Baugrube ist die Historie des Großprojekts in Lübbenau nachlesbar.
Daniel PreikschatStändig aufgesucht werden kann – nicht nur am Tag der offenen Baustelle, sondern auch während des Baugeschehens – die Infobox an der Baugrube. An einer Innenwand ist die Geschichte des Bauprojekts, durch das zwei Bahnübergänge beseitigt werden können, seit Kurzem nachzulesen.
