15 Jahre im Geschäft
: Warum ein Altdöberner Malermeister Einzelkämpfer ist

Seit 15 Jahren ist Steffen Korcz im Geschäft. Der Malermeister erklärt, warum der Handwerksberuf so schön ist und warum er als Einzelkämpfer tätig ist.
Von
Uwe Hegewald
Altdöbern
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Seit 15 Jahren ist der Altdöberner Maler- und Lackiermeister Steffen Korcz mit seinem Firmenwagen in der Region unterwegs. Das Auftragsbuch sei gut gefüllt, Aufträge in fernen Städten, wie etwa in Hamburg äußerst selten.

Uwe Hegewald

„Wer sich heute für einen handwerklichen Beruf entscheidet, hat schon mal nichts falsch gemacht“, sagt Steffen Korcz. Waruum? Die Jobs seien abwechslungsreich und Mann oder Frau könne sich verwirklichen und inzwischen auch gutes Geld verdienen, so die Begründung des Maler– und Lackierermeisters aus Altdöbern.

In diesem Monat jährt sich seine berufliche Selbstständigkeit zum 15. Mal. Die Entscheidung für das Handwerk mit Pinsel, Tapezierbürste und Farbspritzpistole sei bei ihm früh gefallen. „In den Ferien hatte ich bei Malermeister Waldemar Strauß Praktika absolviert und Gefallen an der Arbeit gefunden“, erzählt der 42–Jährige. In einer Senftenberger Firma habe er seine Ausbildung absolviert und gearbeitet — mit einer Unterbrechung. Von 2000 bis 2004 absolvierte er einen Dienst in den Reihen der Bundeswehr.

Auftragsbücher von Lausitzer Malerbetrieben sind voll

Seinen Mut, sich anschließend für eine Meisterausbildung noch einmal auf die Schulbank zu setzen, ordnet er heute als „einzig richtige Entscheidung“ ein. „Klar hatte ich zuvor einige schlaflose Nächte, aber den Schritt bis heute nicht bereut“, betont er. In seinem Loblied auf das Handwerk und den Malerberuf im Speziellen hebt Steffen Korcz die Vielseitigkeit des Berufs hervor. „Das ist mehr als Raufaser kleben und Wände weißen“, begründet er. Man lerne neue Leute oder Projekte kennen und gehe nahezu jeden Tag mit einem Glücksgefühl nachhause. „Am Ende des Tages sehe ich, was ich geschaffen habe und blicke in Gesichter zufriedener Kunden“, so der malernde Einzelkämpfer. Zwischenzeitlich habe er es mit Angestellten versucht, was sich aber als wenig dauerhaft erweisen sollte. „Inzwischen ist es nahezu aussichtslos, versierte Maler oder Malerinnen für eine Einstellung zu gewinnen. Qualifizierte und emsige Mitarbeiter erhalten in ihren Firmen angemessene Löhne. Für die besteht gar keine Notwendigkeit, den Arbeitgeber zu wechseln, zumal die Auftragsbücher überall dick gefüllt sind„, fasst Steffen Korcz zusammen.

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