Wohnen in Königs Wusterhausen
: Hier ist Wohnungstausch möglich, aber mit Bedingungen

In Berlin tauschen Mieter häufig Wohnungen. Oft ist es die einzige Möglichkeit, eine günstige Wohnung zu bekommen. Gibt es die Option auch in Königs Wusterhausen und wo ist der Haken?
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Umzugshelfer verladen Umzugskartons und Hausrat

Gibt es Angebote für einen Wohnungstausch in Königs Wusterhausen? (Symbolfoto)

Markus Scholz/dpa
  • Wohnungstausch in Königs Wusterhausen ist möglich, oft aber mit neuen, marktnahen Mieten.
  • WoBauGe unterstützt Tausch im Bestand und kann alte Preise ermöglichen, wenn Wohnungen passen.
  • Schwierigkeiten: beide Wohnungen müssen in gutem Zustand sein, Umzüge müssen gleichzeitig laufen.
  • Angebote existieren auch auf Börsen wie Wohnungsswap.de – Einzelfälle mit sehr niedrigen Kaltmieten.
  • Überbelegung bleibt Thema: 11,5 Prozent der Menschen betroffen, Alleinerziehende besonders stark.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Zweizimmerwohnung für 300 Euro Kaltmiete im Zentrum von Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald), das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Ist es vielleicht auch – es handelt sich um eine Anzeige bei der Wohnungstauschbörse Wohnungsswap.de. Dort tragen Mieter ein, was sie selbst bezahlen und bieten die Wohnung zum Tausch an. Dass es bei diesem Preis bleibt, ist allerdings eher selten, wenn ein neuer Mietvertrag geschlossen wird.

In Berlin sind solche Wohnungstauschangebote häufig, aber auch für Königs Wusterhausen sind ein paar Angebote auf den Börsen gelandet. Das Problem: Ältere Menschen wünschen sich oft eine kleinere Wohnung, können einen neuen Mietvertrag aber nicht bezahlen. Junge Familien wollen sich vergrößern, finden aber keine bezahlbare Wohnung.

Die Wohnungsknappheit breitet sich auch im Speckgürtel immer weiter aus. In Facebookgruppen suchen immer wieder Familien, aber auch Singles eine Wohnung in KW – manchmal weil sie sich vergrößern oder verkleinern wollen. Kann Wohnungstausch eine Lösung sein? Und wie steht die örtliche Wohnungsbaugesellschaft dazu?

Die WoBauGe aus Königs Wusterhausen unterstützt den Tausch

Wohnungstausch kann in so einem Fall eine Lösung sein. Die Miete wird beim Abschluss der beiden neuen Verträge aber oft an das Marktniveau angepasst. Ausnahme bilden städtische oder genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften. Besonders, wenn der Tausch innerhalb des Bestandes stattfindet, kommt es vor, dass die Vertragspartner den alten Preis übernehmen kann.

Bei der Wohnungsbaugesellschaft (WoBauGe) Königs Wusterhausen kennt man die Lebenssituationen, die zeigen, dass auch in Stadt ein Bedarf besteht. „Täglich werden bei uns Wohnungen angefragt, beispielsweise von Familien aufgrund eines Familienzuwachses oder von älteren Menschen, die wegen ihrer Lebenssituation oder des Gesundheitszustandes eine andere Wohnung benötigen“, teilt eine Sprecherin mit. Sofern eine entsprechende Wohnung frei ist, komme die WoBauGe dem nach.

Allerdings werde eher selten nach einem Eins-zu-Eins Tausch gefragt. Dem stehe man bei der WoBauGe offen gegenüber. Es gebe aber auch Schwierigkeiten. Beide Wohnungen sollten in gutem Zustand sein, da keine Zeit für eine Renovierung sei, sagt die Sprecherin. Außerdem müssten die beiden Umzüge gut koordiniert werden, weil sie gleichzeitig stattfänden. Die WoBauGe würde ihre Erfahrung im Umzugmanagement da dann gerne mit einbringen.

„Wir unterstützen gern klassische Wohnungstauschanfragen mit der Schaffung der vertraglichen Rahmenbedingungen. Spezielle Angebote zum klassischen Wohnungstausch führen wir aktuell nicht.“

Überbelegte Wohnungen: Alleinerziehende besonders betroffen

Laut statistischem Bundesamt lebten 2024 11,5 Prozent der Menschen in Deutschland in überbelegten Wohnungen. Eine Wohnung gilt als überbelegt, wenn zum Beispiel das Wohnzimmer auch als Schlafraum fungiert – oder sich drei oder mehr Kinder ein Kinderzimmer teilen müssen.

Besonders Alleinerziehende waren mit 28,1 Prozent von überbelegten Wohnungen betroffen. Eine Häufung gibt es zudem in Städten. Stadtbewohner waren doppelt so häufig von Überbelegungen betroffen wie Bewohnerinnen ländlicher Gebiete.