(kkz) Die Rechte der Kinder hat die evangelische Kindertagesstätte Lübben in dieser Woche in den Mittelpunkt gerückt. Anlass ist der Weltkindertag am 20. September und der 30. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention.

Die Drei- bis Sechsjährigen wissen bereits gut Bescheid. Auf Bildern haben die Erzieher die wichtigsten Kinderrechte für die Jungen und Mädchen mit wenigen Strichen skizziert. „Eltern sollen sich um Kinder sorgen“, sagt Raphi. „Kinder dürfen spielen, malen und sich ausruhen“, erklärt Lina. „Kinder darf man nicht hauen“, sagt Joel. Paul ergänzt: „Kinder sollen in die Schule gehen können.“ „Und Lesen und Schreiben lernen“, ruft ein Mädchen aus der Runde. Aber auch der Schutz vor Krieg, keine Diskriminierung, die Hilfe für Menschen mit Behinderung, das Recht auf Privatsphäre oder gesunde Ernährung werden aufgezählt.

Welche Wünsche die Eltern für ihre Kinder haben, durften sie auf großen Blumen notieren. Zeit zum Spielen, gute Freunde und Gesundheit liest man am meisten auf den bunten Blättern. Jedes Kind bestimmte selbst, wo Erzieher Paul die Wunschblüte am Ast des jungen Walnussbaums festbindet. Anschließend gab es – wie bei einem Fest üblich – besondere Attraktionen. Kinderschminken, ein Fußballfeld, Dosenwerfen und Kästchenhopse hatten die Erzieher vorbereitet.

Begonnen hatte der Tag mit Liedern. In großer Runde saßen die 40 Kindergartenkinder zusammen und hörten Lieder in Englisch, Französisch und Ungarisch. Kita-Leiterin Carola Burandt berichtet, dass neben vielen deutschen Kindern auch Jungen und Mädchen in der Kita sind, deren Eltern aus Ungarn, Somalia, Benin, Togo, Kamerun, Griechenland, Syrien und Russland stammen.

Kulinarische Kostproben aus diesen Ländern gab es zur Feier des Weltkindertages auch. In Teig eingewickelte Würstchen und Quarkküchlein aus Russland, gebratene Kochbananenscheiben aus Benin und Kamerun, Käsekuchen und Wiener aus Deutschland, mit Käse und mit Kümmel bestreutes Gebäck aus Ungarn. Wählerisch sind die Kinder nicht, fast alles wurde probiert.