Wasser im Amt Lieberose: Kein Trinkwasser für eine Nacht, was für Anwohner wichtig ist

Das Trinkwasser wird für etwa 3000 Anwohner im Amt Lieberose für eine Nacht abgestellt. Betroffene sollten sich entsprechend vorbereiten.
Christian Lademann/dpa- In der Nacht vom 20. zum 21. August 2026 wird in Teilen des Amtes Lieberose das Wasser abgestellt.
- Betroffen sind Straupitz, Neu Zauche, Byhlen, Butzen, Caminchen, Klein Leine, Wußwerk, Alt Zauche, Burglehn und Briesensee.
- Grund sind Wartungen an der Druckerhöhungsstation Neu Zauche – rund 3000 Bürger sind betroffen.
- Haushalte sollen Wasser bevorraten und druckabhängige Geräte nicht nutzen; nachher mögliche Trübungen.
- Bei längeren Beeinträchtigungen bittet die LWG um Meldung über die kostenfreie 0800 0 594 594.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Nacht vom 20. zum 21. August 2026 wird in der Zeit von 22.30 Uhr bis 5.30 Uhr in mehreren Orten zu Wartungszwecken die Trinkwasserversorgung vorübergehend unterbrochen. Im Amt Lieberose seien davon betroffen Straupitz, Neu Zauche, Byhlen, Butzen, Caminchen, Klein Leine, Wußwerk, Alt Zauche, Burglehn und Briesensee. Das teilt die Lausitzer Wasser GmbH (LWG) mit.
Von dieser Unterbrechung seien rund 3000 Bürger betroffen. Es erfolge in Nachtarbeit eine Erneuerung von Armaturen an der Druckerhöhungsstation Neu Zauche. In diesem Zusammenhang spielt auch ein sogenanntes Schieberkreuz eine Rolle, erklärt die LWG.
Dabei handelt es sich um ein großes Kreuzungsstück in unterirdischen Rohrleitungen. Mehrere Absperrschieber, also Ventile, treffen dort an einem zentralen Punkt zusammen. Damit kann der Trinkwasserzufluss gesteuert, umgeleitet oder abgesperrt werden.
Betroffene sollten sich Trinkwasservorräte anlegen
Die LWG empfiehlt allen betroffenen Haushalten, sich rechtzeitig mit ausreichend Trinkwasser zu bevorraten. Während der Unterbrechung sollten druckabhängige Geräte, wie beispielsweise Waschmaschinen oder Geschirrspüler, nicht in Betrieb genommen werden.
Nach der Wiederaufnahme der Trinkwasserversorgung kann es kurzfristig zu Trübungen des Wassers kommen. Diese werden durch gesundheitlich unbedenkliche Eisen- und Manganverbindungen verursacht.
Ebenso sind vorübergehende Druckschwankungen möglich. Es wird empfohlen, die Filteranlagen hinter dem Wasserzähler zu überprüfen und gegebenenfalls zu spülen oder zu wechseln.
Die LWG bittet um Verständnis für diese notwendige Maßnahme, die der langfristigen Sicherstellung einer zuverlässigen Trinkwasserversorgung dient. Sollten die Beeinträchtigungen länger andauern, bittet die LWG um eine kurze Information über die kostenfreie Servicenummer 0800 0 594 594.

Trinkwasserversorgungsgebiete der LWG und eine Übersicht über die Wasserhärte in der jeweiligen Region.
LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KGDie LWG aus Cottbus versorgt nach eigenen Angaben etwa 125.000 Menschen rund um die Uhr mit Trinkwasser. Zu dem Versorgungsgebiet gehören neben der Stadt Cottbus mit ihren Ortsteilen auch die Gemeinden Stadt Drebkau, Neuhausen/Spree und Kolkwitz sowie Bereiche des Amtes Lieberose/Oberspreewald und des Amtes Schenkenländchen (beide im Landkreis Dahme-Spreewald) sowie des Amtes Altdöbern und der Gemeinde Märkische Heide.
So gewinnt die LWG das Trinkwasser aus der Erde
Die LWG gewinnt das Trinkwasser für Cottbus und das Umland ausschließlich aus tiefen Grundwasservorkommen. Diese liegen geschützt im Untergrund und liefern eine von Natur aus hochwertige Wasserqualität, sagt die LWG. Zwei Wasserwerke – Cottbus‑Sachsendorf und Cottbus‑Fehrower Weg – bereiten das geförderte Wasser auf.

Blick von oben auf das Klärwerk der LWG. Die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG betreibt die zentrale Kläranlage Cottbus. Die 24 Hektar große Anlage reinigt das Schmutzwasser der Region.
Michael HelbigDas Rohwasser stammt aus insgesamt 35 Brunnen in mehreren Fassungsanlagen. Sie erschließen die Grundwasserleiter in Tiefen zwischen 30 und 60 Metern. Die geologischen Schichten aus Sand und Kies filtern das Wasser auf natürliche Weise, bevor es das Wasserwerk erreicht.
Nach der Aufbereitung wird das Trinkwasser laut LWG in große Reinwasserbehälter geleitet. Von dort wird es über ein rund 660 Kilometer langes Rohrnetz zu Haushalten, Betrieben und Einrichtungen transportiert.
Im gesamten Land Brandenburg stammen rund 76 Prozent der zentralen Trinkwasserversorgung aus dem Grundwasser. Nach Angaben des Amtes für Statistik Brandenburg liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 120 Litern pro Tag und damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Die Überwachung erfolge streng nach der Trinkwasserverordnung über die Gesundheitsämter der Landkreise.
