Waldbrandgefahr im Spreewald: Schon Stufe 4 – schönes Wetter lässt Risiko steigen

Ein Schild vom Landesbetrieb Forst Brandenburg mit den Waldbrandgefahrenstufen
Patrick Pleul/dpa- Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt, Stufe 4 in drei Landkreisen.
- 106 Sensoren in Brandenburg zur Früherkennung von Waldbränden im Einsatz.
- Kooperation mit Sachsen und Sachsen-Anhalt zur Bekämpfung von Waldbränden.
- Deutsche Wetterdienst berechnet täglich Waldbrandgefahrenstufe.
- Künstliche Intelligenz unterstützt bei der Raucherkennung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Waldbrandgefahr im Land Brandenburg steigt. In drei Landkreisen gilt bereits die Stufe vier und damit eine hohe Gefahr, wie aus den Angaben des Brandenburger Umweltministeriums hervorgeht. Die Gefahrenstufen werden von eins bis fünf eingestuft.
Für die Landkreise Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming und Oder-Spree gilt am Donnerstag (6. März) bereits die Stufe vier – und damit hohe Gefahr. Für die anderen Regionen gilt Stufe drei (mittlere Gefahr).
Das Ministerium in Potsdam ruft zur Vorsicht auf und verweist darauf, dass menschliches Handeln mehr als 90 Prozent aller Waldbrände verursache. Die Waldbrandgefahr ist laut Umweltministerium vor allem von der Witterung und der Vegetation abhängig.
So viele Sensoren in Brandenburg im Einsatz
Brandenburg hat landesweit insgesamt 106 Sensoren im Einsatz, um Waldbrände frühzeitig zu erkennen. Dabei arbeitet das Land eng mit den Nachbarn Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen. Die Daten zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt nutzen beide Länder gemeinsam. Die Kooperationsvereinbarung wurde gerade wieder bestätigt.

Waldbrandgefahr in Brandenburg
Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV)Brandenburg und Sachsen-Anhalt gehören bundesweit zu den Regionen mit dem höchsten Waldbrandrisiko und der größten Anzahl an Brandereignissen.
Länderübergreifende Bekämpfung vereinbart
Brandenburgs Ministerin Hanka Mittelstädt: „Waldbrände machen nicht an den Landesgrenzen halt. Die Kooperation zwischen den Bundesländern trägt entscheidend dazu bei, Brände möglichst klein zu halten.“
Die länderübergreifenden Brandereignisse zwischen Sachsen und Brandenburg aus dem Jahr 2022 hätten aufgezeigt, wie wichtig das Zusammenwirken aller Beteiligten ist. Das gelte sowohl in der Erkennung von Waldbränden als auch bei der Unterstützung in der Waldbrandbekämpfung, so Mittelstädt.

Hanka Mittelstädt (SPD), Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Brandenburg.
Jens Kalaene/dpaBereits seit zehn Jahren besteht eine entsprechende Vereinbarung mit Sachsen. Nunmehr hat auch Sachsen-Anhalt eine Kooperation in Sachen Waldbrandgefahr unterzeichnet.
Hintergrund ist, dass Brandenburg und Sachsen-Anhalt über die Ländergrenze hinweg große zusammenhängende Waldflächen besitzen. Die Vereinbarung ermöglicht den jeweiligen Waldbrandzentralen auch Sensordaten aus den Grenzbereichen des „Nachbarn“ zu analysieren. Unterzeichnet wurde die Kooperationsvereinbarung erst Anfang Februar im Vorfeld der Waldbrandsaison 2025.
Waldbrandsaison beginnt traditionell Anfang März
Mit Beginn der neuen Waldbrandsaison berechnet der Deutsche Wetterdienst wieder täglich die Waldbrandgefahrenstufe. Anhand der Daten verschiedener Wetterstationen wird für jeden Landkreis eine Gefahrenstufe ausgewiesen. Die Bekanntgabe erfolgt über die Internetseite des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz täglich um 8 Uhr und gilt dann für 24 Stunden.
Die Wettervorhersage für Lübben für die kommenden 7 Tage zeigt, dass die Trockenheit und die hohen Tagestemperaturen noch mindestens eine Woche so bleiben werden.
Brandenburg hat in den vergangenen Jahren viel in den Waldbrandschutz investiert. In den vergangenen Jahren wurden in Brandenburg alle Sensorköpfe auf einen neuen technischen Stand gebracht. Auch die Software zur Erkennung von Waldbränden erhielt ein Update.
Inzwischen hilft auch eine Künstliche Intelligenz (KI) bei der Raucherkennung. Die Datenübertragung zwischen den Sensorstandorten und den Waldbrandzentralen erfolgt mittlerweile über ein Richtfunknetz, in das auch die Standorte der benachbarten Bundesländer eingebunden sind.
Künstliche Intelligenz hilft, Waldbrandgefahr zu erkennen
Generell gilt: Je schneller ein Waldbrand erkannt und der Brandort bestimmt werden kann, desto zügiger können die Einsatzkräfte alarmiert werden. Ein Entstehungsbrand lässt sich erfahrungsgemäß mit deutlich weniger Einsatzkräften und Technik in den Griff bekommen.
Im Kalenderjahr 2024 hatte der Landesbetrieb Forst Brandenburg 196 Waldbrände mit einer Fläche von 222,8 Hektar Schadfläche registriert. Ende August 2024 sorgte ein Großbrand von 172 Hektar auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog-West für einen Großeinsatz der Feuerwehren.

