Vogelgrippe in Brandenburg: So ist die Lage im Landkreis Dahme-Spreewald

In Brandenburg ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Mehrere Fälle sind bestätigt. So sieht die Situation im Landkreis Dahne-Spreewald aus.
Christophe Gateau/dpa- Vogelgrippe breitet sich in Brandenburg aus – bisher keine Fälle im Landkreis Dahme-Spreewald.
- Geflügelhalter sollen Schutzmaßnahmen wie Trennung von Wildvögeln und Desinfektion umsetzen.
- Kranich-Safaris in Wanninchen wegen Vogelgrippegefahr abgesagt – Kranichbeobachtungen bleiben möglich.
- Brandenburg meldet Geflügelpestausbruch in Potsdam-Mittelmark und Verdachtsfall in Neuhardenberg.
- Infektionsgefahr für Menschen sehr gering – Veterinärämter bitten um sofortige Meldung bei Verdachtsfällen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Landkreis LDS hat bislang keine Mitteilung über einen bestätigten Fall bekannt gegeben. Dennoch sollten Geflügelhalter auch im Landkreis Dahme-Spreewald vorsichtig sein. Auch andere Landkreise bitten Geflügelhalter nun um Vorsicht.
Nach einem Vogelgrippefall in Altfriedland wurde am Freitag, 24. Oktober 2025, ein weiterer Verdachtsfall in einem großen Betrieb in Neuhardenberg bestätigt. Der zuständige Kreis Märkisch–Oderland verschärft daher die Schutzvorkehrungen. Die Zahl der verdächtigen und der bestätigten Fälle steigt erfahrungsgemäß weiter an.
Das Landesumweltamt Brandenburg spricht von einem in dieser Größenordnung bislang einmaligem Geflügelpest-Geschehen. Neben Kranichen seien auch andere Wildvögel und Geflügelhaltungen bereits betroffen.
Daher empfiehlt das Landesamt, Rastgebiete derzeit zur Unterbrechung möglicher Infektionsketten nicht zu besuchen. Es appelliert an die touristischen Anbieter dort keine Exkursionen, Vogelbeobachtungsspaziergänge oder ähnliche Veranstaltungen durchzuführen.
In Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen sind bislang keine verendeten Kraniche aufzufinden, teilt Gebietsbetreuer Ralf Donat auf Nachfrage mit. „Ich drehe täglich meine Runde und schaue, ob irgendwo ein verendetes Tier liegt. Bislang war das noch nicht der Fall“, sagt er, verweist allerdings darauf, dass die Kraniche derzeit im alten Borcheltsbusch schlafen, ein schwer einsehbares Gebiet.
Kranich-Safari wegen Gefahr der Vogelgrippe abgesagt
Mittels Drohne habe Donat zudem versucht, einen besseren Überblick, auch über eine größere Fläche der Bergbaufolgelandschaft, zu erhalten. „Trotzdem haben wir keinen kompletten Einblick, können nur Aussagen über Gebiete treffen, die wir einsehen können.“
Wie es mit den aktuellen Veranstaltungsangeboten in Wanninchen weitergeht, werde derzeit geprüft. „Fest steht bereits, dass wir die Kranich-Safari vorerst unterlassen. Die Kranichbeobachtungen sollen jedoch ermöglicht bleiben, da sie nicht ins Kranichgebiet führen, sondern auf unserem Gelände erfolgen“, informiert Ralf Donat.

Kraniche starten am frühen Morgen von einem Feld nahe dem Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen im Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Die Safaris sind wegen der aktuellen Gefahr der Vogelgrippe abgesagt.
Patrick Pleul/dpaWie er berichtet, sind derzeit nur noch wenige hundert Kraniche in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen unterwegs: „Ein Großteil ist bereits weiter nach Süden gezogen.“ Ralf Donat tauscht sich aktuell, wie er sagt, dennoch mit allen zuständigen Behörden und Ämtern aus, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.
In Brandenburg ist zuletzt im Landkreis Potsdam-Mittelmark in einem Betrieb mit einem Putenbestand von etwa 6200 Tieren der Geflügelpesterreger amtlich festgestellt worden. Die Tötung des Bestandes ist seit Montagabend (20. Oktober 2025) abgeschlossen.
In Brandenburg handelt es sich dabei um den zweiten Geflügelpestausbruch in diesem Herbst. Zuvor wurde der Geflügelpesterreger bereits bei einer Graugans im Landkreis Teltow-Fläming sowie bei einem Kranich im Landkreis Ostprignitz-Ruppin nachgewiesen.
Expertentipps: Das sollten Geflügelhalter im Spreewald jetzt tun
Veterinärämter weisen darauf hin, Geflügel vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Futter, Tränke, Einstreu und sonstige Gegenstände (Gerätschaften, Maschinen), mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sind für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.
Es sollte strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung getrennt werden. Auch das Leihen oder Verleihen der Ausrüstung von anderen oder an andere Geflügelhalter sei nicht ratsam.
Transportmittel für Geflügel (wie Viehtransportfahrzeuge, Anhänger, Kisten, Käfige, Behältnisse) sollten möglichst nicht aus Holz sein und nach jeder Verwendung unverzüglich gereinigt und desinfiziert werden.
Können sich Menschen mit der Vogelgrippe anstecken?
Das ist praktisch kaum möglich, denn Menschen stecken sich nur mit diesem Virus bei intensivem Kontakt mit kranken Tieren an, und das äußerst selten. Menschen müssen sehr große Virusmengen aufnehmen, um sich zu infizieren. Ein Erkrankungsfall beim Menschen ist in Deutschland bisher nicht aufgetreten, informiert Brandenburgs Verbraucherschutzministerium.
Geflügelhalter sollten aufmerksam sein und jeden Fall melden
Der Landkreis LDS weist darauf hin, dass jeder Verdacht der Erkrankung auf Geflügelpest dem Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Dahme-Spreewald sofort zu melden ist. Bei einem Verdacht ist das Veterinäramt hier erreichbar: Telefon: 03546/20-1613, Fax: 03546/20-1663 oder E-Mail an veterinaeramt@dahme-spreewald.de.
Bei Verdachtsfällen zur Geflügelpest im benachbarten Landkreis Oberspreewald–Lausitz ist umgehend eine Information an das Veterinäramt in OSL zu richten. Dies kann telefonisch unter der Rufnummer 03573 870-4401 oder per Mail an veterinaeramt@osl-online.de erfolgen.
Was ist Geflügelpest (Vogelgrippe)?
Die Aviäre Influenza (von lateinisch avis, Vogel) oder Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Viruserkrankung. Die Geflügelpest ist eine Tierseuche. Sie wird durch einen Erreger aus der Influenzavirusgruppe verursacht. Von den Influenzaviren dominiert deutschlandweit der hochpathogene Subtyp H5N8.


