Vandalismus in Lübben und Lübbenau: Sportplätze beschädigt, das steckt dahinter

Vandalismus in Lübben. Der Fußballplatz Soccerground muss abgebaut werden und ist gesperrt.
Bettina Möbes / Stadt Lübben- Öffentliche Minispielfelder in Lübben und Lübbenau werden wiederholt vandalisiert.
- Lübben: SoccerGround an der Berliner Chaussee so beschädigt, dass er abgebaut wird.
- Die Stadt spricht von Schäden in Höhe von mehreren tausend Euro – Anzeige ist erstattet.
- Ausweichort in Lübben: Polytanplatz in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße mit festen Zeiten.
- Lübbenau schließt das Minispielfeld an der Werner-Seelenbinder-Grundschule vorübergehend.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der SoccerGround am Sportplatz Berliner Chaussee in Lübben ist durch Vandalismus so stark beschädigt, dass das Minispielfeld abgebaut werden muss. Das teilte die Stadt Lübben mit.
Die Zerstörungen an dem frei zugänglichen Minispielfeld für Fußball seien so schwerwiegend, dass das Feld aus Sicherheitsgründen abgebaut werden müsse und künftig nicht mehr für den Spielbetrieb zur Verfügung stehe. Der entstandene Sachschaden belaufe sich auf mehrere tausend Euro, erklärt die Stadt Lübben.
Eine Anzeige sei erstattet worden. Am SoccerGround sei es in der Vergangenheit wiederholt zu mutwilligen Beschädigungen gekommen.
Minispielfeld auch in Lübbenau mutwillig zerstört
Lübbens Bürgermeister Jens Richter zeigt sich enttäuscht über die Vorfälle: „Der SoccerGround wurde geschaffen, um Kindern und Jugendlichen einen frei zugänglichen Ort für Sport und Begegnung zu bieten. Umso bedauerlicher ist es, dass dieses Angebot durch mutwillige Zerstörung nun nicht mehr genutzt werden kann. Der entstandene Schaden belastet letztlich die Allgemeinheit.“
Als Ausweichmöglichkeit steht Kindern und Jugendlichen nach Angaben der Stadt der frei zugängliche Polytanplatz am Sportplatz in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße zur Verfügung. Er kann zu folgenden Öffnungszeiten genutzt werden: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 20 Uhr; samstags von 9 bis 18 Uhr.
So reagiert Nachbarstadt Lübbenau auf Vandalismus
Auch in Lübbenau kam es jüngst zu Vandalismus auf einem öffentlichen Spielfeld. Das Minispielfeld an der Werner-Seelenbinder-Grundschule bleibe aufgrund von wiederholtem Vandalismus ab sofort vorübergehend geschlossen, teilte die Stadt mit. Die Sperrung gilt demnach zunächst bis einschließlich 7. Juni 2026.
In den vergangenen Wochen sei es mehrfach zu Beschädigungen am Schließsystem des Minispielfeldes sowie zu Verunreinigungen gekommen, die eine sichere Nutzung des Spielfeldes derzeit nicht mehr gewährleisteten. Um weitere Schäden zu verhindern und notwendige Instandsetzungs- sowie Reinigungsarbeiten durchführen zu können, ist die vorübergehende Schließung laut der Stadt Lübbenau notwendig.
Die Stadt Lübbenau bedauert nach eigenen Angaben diese Maßnahme ausdrücklich, da das Minispielfeld insbesondere für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Bewegungs- und Begegnungsort ist. Gleichzeitig appellierte die Stadt an alle Nutzer sowie an Anwohner, sorgsam mit öffentlichen Einrichtungen umzugehen und Beobachtungen von Vandalismus zu melden.
Im ganzen Spreewald häufen sich in den letzten Wochen die Fälle von Vandalismus. In Lübben war zum Maifest der Baum abgesägt worden. Das gab es in Lübben noch nie. In der Nacht zum 1. Mai wurde der traditionelle Maibaum von Unbekannten umgesägt. Die ganze Stadt fragt sich nun, was da vorgefallen ist.

Am Morgen des 1. Mai lag der Maibaum abgesägt auf dem Lübbener Marktplatz. Die Täter sind unbekannt.
Andreas BiedenwegDas Maifest mit Baum auf dem Marktplatz fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Der Baum wurde vom Tourismusverein Lübben und Umgebung e.V. finanziert. Der alte Maibaum musste in diesem Jahr ersetzt werden. Die Zimmerei Altkrüger hatte sich engagiert und diesen etwa 15 Meter hohen Maibaum bereitgestellt.
Die Täter scheinen sehr organisiert vorgegangen zu sein. Das zumindest vermutet Andreas Biedenweg vom La Casa am Marktplatz. Er habe mit anderen zusammen bis nachts um drei Uhr nach der Party aufgeräumt, sauber gemacht und die Bühne abgebaut. Bis dahin sei alles in Ordnung gewesen.
Immer mehr Fälle von Vandalismus in Lübben und Lübbenau
Bürgermeister Jens Richter erklärte auf Anfrage, der Lübbener Maibaum sei trotz knapper Mittel mit großem Einsatz der Handwerker sowie dem Engagement der Bürger entstanden – selbst der Kranz sei vom Team der Stadt geflochten worden. Der Baum sei aus dem Stadtwald von Lübben gekommen.
„Dass dieser neue Baum in den Morgenstunden des 1. Mai nun mutwillig zerstört wurde, trifft uns als Gesellschaft besonders hart“, sagte Jens Richter. „Beschädigt wurden nicht nur der neue Baum, sondern auch der Kranz und die Zunftzeichen aus Metall. Diese Aktion ist nicht nur Sachbeschädigung, sondern ein Angriff auf den Zusammenhalt und die Pflege unserer Traditionen. Das verurteilen wir entschieden und werden alles daransetzen, die Verantwortlichen zu ermitteln.“
Das sagt Gastronom am Markt in Lübben
Gastronom Andreas Biedenweg sieht das alles gelassener. „Zehn Jahre lang sei beim Maibaumfest in Lübben alles gutgegangen. Keiner habe sich an den Baum herangetraut. Und nun sei es eben passiert. Die Täter sind auf jeden Fall vom Fach. Sie haben den Baum fachmännisch korrekt zu Fall gebracht. Er ist genauso gefallen, wie er fallen sollte. Da hat jemand Ahnung gehabt“, so Biedenweg.
Der Vermutung, dass die Aktion gegen das Handwerk gerichtet war, möchte sich der Lübbener nicht anschließen. „Ich persönlich glaube, es ist ein Brauch. Wir haben zehn Jahre Glück gehabt und es wird nicht noch einmal passieren. Punkt.“
