In der Lieberoser Heide brennt es mal wieder. Wie Feuerwehr und Polizei bestätigen, wurde der Alarm am Montag gegen 8.45 Uhr ausgelöst. Gemeldet wurde ein Brandausbruch in der munitionsverseuchten „roten Zone“.

Hubschrauber im Einsatz

Das Feuer hat sich nach Auskunft der Leitstelle Lausitz bis zum Abend auf einer Fläche von 70 Hektar ausgebreitet. Ein Hubschrauber vom Typ „Super Puma“ der Bundespolizei ist zur Unterstützung weiterhin im Einsatz. Ein zweiter Hubschrauber wurde angefordert. Dieser soll am Dienstag zum Einsatz kommen.

Rund 120 Einsatzkräfte aus den Kreisen Dahme-Spreewald und Spree-Neiße sowie der Einsatz-Führungswagen mit dem LDS-Kreisbrandmeister Christian Liebe sind im Einsatz. Bis zur Stunde dauern die Löscharbeiten an. Das Feuer ist nach wie vor nicht unter Kontrolle.

Am Dienstagmorgen gab die Leitstelle die Lage als weiterhin angespannt an. Das feuer hatte sich in der Nacht auf rund 94 Hektar ausgedehnt. Für 7 Uhr ist eine Lagebesprechung angesetzt. danach soll es neue Informationen geben.

Die Einsatzkräfte, die zum Teil seit Montag im Dauereinsatz sind, sollen im Lauf des Morgens durch neue Kräfte ersetzt werden.

Gleichzeitig laufen die Ermittlungen zur Brandursache, die von der Kriminalpolizei geführt werden.

Höchste Warnstufe in Brandenburg

Damit hat sich bestätigt, was die Brandbekämpfer mit Blick auf die angekündigte Hitzewoche in der Lausitz befürchtet hatten. Die Warnstufen waren bereits am Morgen erhöht worden. „Die ersten Brände wurden schon gemeldet“, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel am Morgen auf Anfrage. Vor allem der Wind bereite Sorgen: Schon ein Funke reiche wegen der Trockenheit aus, um einen Brand zu entfachen, sagte Engel.

Am Mittwoch werden in Brandenburg Temperaturen um 34 bis 39 Grad erwartet. Derzeit gilt nach Angaben des Landesumweltministeriums in den Landkreisen Potsdam Mittelmark, Barnim, Havelland und Spree-Neiße sowie Cottbus schon die höchste Waldbrandwarnstufe fünf. Engel rechnet damit, dass in den nächsten Tagen landesweit Stufe fünf gelten werde.

Schon 220 Waldbrände in Brandenburg

Seit Jahresanfang wurden den Angaben zufolge 220 Waldbrände in dem Bundesland registriert. 885 Hektar waren betroffen - allein 744 Hektar wurden Anfang Juni bei dem bislang größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Brandenburg auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Mitleidenschaft gezogen.

Sorgen auch in Sachsen

Hitze und Trockenheit lassen die Waldbrandgefahr auch in Sachsen steigen. Am Montagmorgen galt im Norden des Landes Warnstufe 4 („hohe Gefahr“), rund um Hoyerswerda wurde auch die höchste Gefahrenstufe 5 erreicht. Der Staatsbetrieb Sachsenforst rechnet damit, dass sich die Situation in den nächsten Tagen verschärft. Für den Mittwoch wird in den meisten nördlichen Regionen des Landes Warnstufe 5 vorhergesagt. Das heiße und trockene Wetter soll laut Deutschem Wetterdienst die ganze Woche über anhalten.