Bei durchschnittlich 26 Grad Lufttemperatur und gleichfalls wohl-temperierten Wasserarealen fühlen sich längst nicht nur Badegäste in der riesigen Halle von Tropical Islands wohl. Der Freizeitpark ist seit vielen Jahren auch Heimat exotischer Tiere.
Jeder Gast dürfte ihnen schon mal begegnet sein; den Flamingos, Papageien oder Schildkröten. Und die Tiere fühlen sich im künstlichen Tropenparadies in Krausnick (Landkreis Dahme-Spreewald) offenbar ebenso wohl wie die rund 1,2 Millionen Gäste pro Jahr; jedenfalls ist der regelmäßige Nachwuchs eindeutiges Indiz dafür.
Zuletzt ist nun auch das Ara-Pärchen Zicke und Paul Eltern geworden. Und der Nachwuchs scheint inzwischen aus dem Gröbsten raus; denn jetzt hat Tropical Islands diese Nachricht auch offiziell gemacht – vier Monate, nachdem die kleinen Papageien aus den Eiern geschlüpft sind.

Nur mit Höllen-Respekt in die Voliere im Tropical Islands

Rund um das Ereignis rankt sich freilich auch die eine oder andere interessante Anekdote. Zum Beispiel diese hier, die Tropical-Islands-Gärtner Markus Singer erzählt. „Im Sommer hatte ich einen Höllen-Respekt davor, in die Voliere zu steigen und die Vögel zu füttern, weil sie da natürlich ihre Brut verteidigt haben“, sagt er.
Eigentlich gelten Aras als sehr friedliche Tiere, aber wenn es darum geht, ihr Gelege zu beschützen, sind sie durchaus auch bereit, Federn zu lassen. Auch die Grünflügelaras aus dem immer warmen Tropical Islands bilden da offenbar keine Ausnahme. Gleichwohl zeigt sich Gärtner Singer aber sichtlich stolz über den Ara-Nachwuchs, der im August in Europas größter tropischer Erlebniswelt das Licht der Welt erblickt hat.
Die Ara-Küken im Tropical Islands nach ein paar Wochen
Die Ara-Küken im Tropical Islands nach ein paar Wochen
© Foto: Tropical Islands
„Als die Gärtner im Frühjahr das Gelege in der Bruthöhle entdeckten, war noch nicht abzusehen, ob tatsächlich auch Jungtiere aus den Eiern schlüpfen würden. Schließlich kann es auch vorkommen, dass die Eier unbefruchtet bleiben“, erklärt Resort-Sprecher Marc Franke. Gewissheit bekamen sie dann aber am 1. August, als sich zwei kleine Aras aus ihren Eiern gepellt haben.

Die Aras dürfen nicht zu dick werden

In den ersten Wochen füttern die Elterntiere Zicke und Paul den Nachwuchs. „Sie bekommen von uns dann mehr Trockenfutter als sonst, da sie noch die Küken versorgen müssen. Dazu geben wir dann noch klein geschnittenes Obst wie Mango, Banane, Kiwi und Apfel“, berichtet Gärtner Markus Singer. „Die Futterreste vom Vortag verbleiben dann bis zum nächsten Tag im Napf und werden jeden Morgen durch das frisch zubereitete Futter ausgetauscht.“
An der Futterschale: Aras sind sehr friedliche Tiere.
An der Futterschale: Aras sind sehr friedliche Tiere.
© Foto: Tropical Islands
Singer berichtet außerdem davon, dass Nüsse für die Aufzucht der Jungtiere essenziell sind: „An den Nüssen habe ich in den ersten Wochen überhaupt nicht gespart. Normalerweise muss man hier nämlich sehr vorsichtig sein, da die Aras sonst zu dick werden. In dem Fall benötigten sie aber Fettfutter für die Aufzucht.“

Ara-Geschwister ziehen bald in ein neues Gehege um

Inzwischen sind die Jungtiere optisch kaum noch von ihren Eltern zu unterscheiden. Und so langsam wird es auch Zeit, die elterliche Voliere zu verlassen. „Sie werden flügge; jetzt beginnt der elterliche Abnabelungsprozess. Das ist bei Vögeln nicht anders als bei Menschen“, erzählt Singer.
Nachdem er sich liebevoll um alle vier Aras gekümmert hat, ziehen die jungen Geschwister bald in ein neues, artgerechtes Gehege um. Hierfür ist das tropische Gärtnerteam bei befreundeten Kollegen vom Weltvogelpark Walsrode fündig geworden. Der beliebte Freizeitpark in Niedersachsen und weltweit größte Vogelpark zählt zu den artenreichsten Zoos und bietet ausreichend Platz und Gesellschaft für die kleinen Aras aus dem Tropical Islands.

Eines der beliebtesten Reiseziele Deutschlands

Europas größte tropische Urlaubswelt in einer der größten freitragenden Hallen der Welt befindet sich rund 60 Kilometer südlich von Berlin im Unterspreewald. Im der Halle treffen die Asien-Pazifik-Region, Afrika und Südamerika aufeinander.
Seit seiner Eröffnung 2004 wurde das Resort stetig ausgebaut. Heute empfängt Tropical Islands rund 1,2 Millionen Gäste im Jahr und gehört damit zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands.
Das Unternehmen ist mit über 500 Mitarbeitern einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.
Tropical Islands empfängt Tagesgäste und bietet zugleich Kurzurlaub mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten.
Das Übernachtungsangebot wurde zuletzt noch einmal erweitert. Zu den bereits bestehenden 248 Außenunterkünften sind im Vorjahr weitere 48 Ferienhäuser dazugekommen, die für vier bis sechs Personen gebucht werden können.