Spende
: „Manne“ aus Schönwalde hilft Kindern und Eltern in Cottbus

Im Unterspreewald galt er als inoffizielles Taxi, ehe er plötzlich und für immer in seinem Transporter einschlief. Nun hilft „Manne“ über seinen Tod hinaus noch Kindern und ihren Eltern.
Von
Ingvil Schirling
Schönwalde/Cottbus
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Anke und Roland Gefreiter aus Schönwalde haben kürzlich gemeinsam mit Kristin Dominic (l.) die Restsumme der Spenden, die für „Mannes“ Begräbnis nicht mehr gebraucht wurde, ans Ronald-McDonald-Haus in Cottbus übergeben.

Foto: Sibylle Stahn

Der plötzliche Tod von Manfred Klee aus dem Unterspreewald Ende 2019 hat eine Spendenwelle ausgelöst, die bis heute wirksam ist. Zur Erinnerung: Der hilfreiche Niewitzer, der so viele Unterspreewälder kostenfrei an Ziele in der Region fuhr, war Anfang Dezember 2019 am Steuer seines Transporters eingeschlafen. Er hatte gerade vor dem Bäcker geparkt.

Spendenaufruf für Begräbnis von Manfred Klee

Für sein Begräbnis wurde damals gesammelt. Der gesamte Unterspreewald, vor allem Niewitzer, Schönwalder und Lubolzer steuerten ihren Teil bei. Am Ende kam wesentlich mehr zusammen, als gebraucht wurde.

Schönwalds Bürgermeister Roland Gefreiter beriet daher gemeinsam mit anderen, was mit dem Überschuss zu tun sei. Ein großer Teil ging an den Spendenverein „Wir helfen“, der unverschuldet in Not geratenen Menschen in Lübben und Umgebung unbürokratisch hilft.

Unterstützung aus dem Spreewald für Elternhaus in Cottbus

Die verbliebenen 1355 Euro gingen nun aus dem Unterspreewald nach Cottbus ins Ronald–Mc–Donald–Haus. Roland und Anke Gefreiter übergaben die Summe gemeinsam mit Kristin Dominic. „Wir erleben hier im Elternhaus der Lausitz oft berührende Momente, aber als die drei Besucher uns die Geschichte, die hinter der Spende steckt, erzählten, hat uns der Zusammenhalt in Schönwalde tief beeindruckt“, sagt Leiterin Sibylle Stahn. Der Betrag ermögliche „Familien auch zukünftig, ihrem kranken Kind im Carl–Thiem–Klinikum ganz nah zu sein und beizustehen“. Das Haus bietet Eltern, deren Kinder zur Behandlung sind, die Möglichkeit, ganz in ihrer Nähe zu bleiben.

Somit ist „Manne“ aus Schönwalde über seinen Tod hinaus das, was er im Leben immer war: hilfreich für andere.