Gegen 9.50 Uhr ist am Freitag, 30. Juli, auf der Autobahn 13 ein Reisebus von der Fahrbahn abgekommen und auf der Seite liegend zum Stillstand gekommen. Laut Polizei hat sich der Unfall zwischen den Anschlussstellen Freiwalde und Staakow in Fahrtrichtung Berlin ereignet.
Die Autobahn war daraufhin in beiden Richtungen voll gesperrt. Der Verkehr wurde an beiden Anschlussstellen durch die Polizei abgeleitet.
Die Unglücksursache ist auch am Samstag noch ungeklärt. Gemeinsam mit Gutachtern der Dekra werde untersucht, wie es zu dem Unfall bei Schönwald in Brandenburg kommen konnte, sagte Polizeisprecher Ralph Meier am Samstag. Laut Dekra sei inzwischen klar, dass der Bus sich einmal überschlagen habe, bevor er seitlich zum Liegen kam.
Zuvor war die Polizei davon ausgegangen, dass der Reisebus im Bereich des Parkplatzes Krausnicker Berge Ost am Freitag auf eine beginnende Schutzplanke gefahren und dann umgestürzt war.
Die Leitstelle Lausitz in Cottbus hat einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Insgesamt waren 210 Einsatzkräfte mit 72 Einsatzfahrzeugen an der Einsatzstelle, darunter allein 25 Fahrzeuge und 102 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren. Der Rettungsdienst war mit 35 Fahrzeugen und 62 Einsatzkräften vor Ort, der Katastrophenschutz mit 12 Fahrzeugen und 46 Einsatzkräften.
Die Rettungskräfte des Landkreises Dahme-Spreewald wurden durch weitere Rettungsmittel, wie Rettungstransportwagen und Notarzteinsatzfahrzeug entsprechend der Planungen aus den umliegenden Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Havelland, Oberspreewald-Lausitz, Oderspree und der Stadt Potsdam unterstützt.
Die sechs alarmierten Hubschrauber der Standorte Berlin (2), Senftenberg (2), Bad Saarow und Brandenburg (Havel) sind sehr schnell an der Einsatzstelle eingetroffen und haben die Versorgung der Verletzten übernommen.

Gesamte Reisegruppe wurde verletzt

Wie vom Sprecher der Polizeidirektion Süd, Torsten Wendt, auf Nachfrage zu erfahren ist, habe sich der Unfall beim Abbiegen auf den Rastplatz Krausnicker Berge Ost ereignet. Das Fahrzeug sei dabei rechts an die Schutzplanke geraten und in der Folge umgekippt. Ein Dekra-Mitarbeiter schätzte später vor Ort ein, dass die Geschwindigkeit des Busses „nicht geeignet“ gewesen sei, um in den Parkplatz einzubiegen.
Busunfall auf der A 13

Bildergalerie Busunfall auf der A 13

In dem Bus befanden sich insgesamt 17 Fahrgäste einer privaten Reisegruppe – neben Deutschen auch aus Israel, der Slowakei und Schweden – im Alter zwischen 21 und 64 Jahren sowie zwei Fahrer. Alle Insassen sowie die beiden Fahrer seien bei dem Unfall verletzt worden (sieben Leichtverletzte, sechs Schwerverletzte und sechs Schwerstverletzte). Alle Personen wurden in die umliegenden Kliniken zwischen Berlin und Cottbus transportiert. Die Schwerverletzten wurden mit Hubschraubern in die Schwerpunktkrankenhäuser geflogen. Die weiteren verletzten Personen wurden mit dem bodengebundenen Rettungsdienst in die umliegenden Kliniken gefahren. Der Bus war von Belgrad über Berlin unterwegs nach Stockholm.
Gegen 12.45 Uhr konnte die Fahrbahn in Richtung Dresden wieder freigegeben werden. Circa 14.30 Uhr twitterte die Polizei Brandenburg, dass inzwischen eine Spur in Fahrtrichtung Berlin wieder befahrbar ist. Wie Polizeisprecher Ralph Meier vor Ort erklärte, habe die Polizei den gewaltigen Rückstau nur auflösen können, indem die Fahrzeugführer unter Aufsicht der Polizei wenden durften und so zur nächsten Abfahrt geleitet wurden.
Landrat Stephan Loge äußert sich tief betroffen zum schweren Busunglück. „Ich wünsche den Verletzten von Herzen eine baldige Genesung. Mögen die Insassen und Angehörigen für die nächsten Stunden und Tage die notwendige Kraft aufbringen, um das Erlebte zu begreifen. Ich danke ausdrücklich den 210 Einsatzkräften für ihre schnelle und professionelle Hilfe vor Ort.“
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Wo sich die Angehörigen der Betroffenen hinwenden können

Die Polizeiinspektion Dahme-Spreewald, Sitz Königs Wusterhausen, hat den Einsatzabschnitt Ermittlungen eingerichtet und bemüht sich die Angehörigen der Betroffenen zu ermitteln und zu informieren. Die Angehörigen der Betroffenen haben auch die Möglichkeit, direkt bei der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald, weitere Informationen einzuholen.
Dazu steht die Rufnummer 03375-2700 zur Verfügung.