Schule in Zernsdorf
: Versuchte Kindesentführung auf Schulweg? Neue Wendung

In Königs Wusterhausen soll es an der Grundschule Zernsdorf zu einer versuchten Kindesentführung gekommen sein. Die Polizei ermittelt. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse.
Von
Jenefer Flach
Königs Wusterhausen
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In der Grundschule Zernsdorf in Königs Wusterhausen soll es am 12. Juni zu einer versuchten Kindesentführung gekommen sein.

In der Grundschule Zernsdorf in Königs Wusterhausen soll es am 12. Juni zu einer versuchten Kindesentführung gekommen sein.

Jenefer Flach

Rund um Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) hat der Fall einer angeblichen Kindesentführung für Verunsicherung bei Eltern gesorgt. So soll ein Kind der Grundschule Zernsdorf am Mittwoch (12.6.) auf dem Schulweg von einem vermummten Mann aufgefordert worden sein, mitzukommen, hieß es.

Die Polizei hatte daraufhin Ermittlungen aufgenommen. Wie sich jetzt herausstellt, besteht allerdings kein Grund zur Sorge.

Eltern wenden sich an Schulleitung

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS) teilte mit, dass sich die Eltern des betreffenden Kindes am Freitag (14.6.) bei der Schulleitung gemeldet hätten. Sie sagten demnach aus, dass es den Übergriff auf dem Schulweg nicht gab. Das Kind habe sich die Geschichte ausgedacht.

Laut Polizei soll das Kind der Zernsdorfer Grundschule angegeben haben, auf dem Schulweg nach Unterrichtsende von einem Mann angesprochen und festgehalten worden zu sein. Es hätte sich aber losreißen können.

Die Schule aus Königs Wusterhausen hatte daraufhin die Eltern und Nachbarschulen informiert. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet. Nun die Entwarnung.

Angeblicher Entführungsversuch auch in Barnim

Erst Anfang Juni war es im Landkreis Barnim zu einem ähnlichen Fall gekommen. Auch hier sorgte ein mutmaßlicher Entführungsversuch für Verunsicherung bei Eltern und Schulen. Mit unterdrückter Telefonnummer haben Unbekannte dort nach Angaben der MBJS versucht, Schüler aus dem Schulgebäude zu locken. Die Personen sollen sich als Elternteil ausgegeben haben.

Der Fall sorgte für große Aufregung. Wie an der Grundschule in Königs Wusterhausen bestand am Ende aber keine Gefahr für die Kinder. Laut Polizei handelte es sich um einen Scherzanruf von Jugendlichen. 

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