(asd) Die Freiwillige Feuerwehr bestimmt das gesellschaftliche Leben in Schönwalde (Unterspreewald) aktiv mit. Sie führt seit rund 25 Jahren gemeinsame Projekte mit der Grundschule und der Kita im Ort durch. Diese finden jeweils in der letzten Woche vor den Herbstferien statt.

Etwa 100 Teilnehmer beim Umzug

Mit dem Lampionumzug hat es einen der Höhepunkte gegeben. Etwa Hundert Teilnehmer, darunter zahleiche Kinder mit Lampions, sind vom Feuerwehrgerätehaus zum Rodelberg an der Grundschule gezogen. Dort hatten Mitglieder der Jugendfeuerwehr ein großes Feuer angezündet. „Es ist quasi unser verspätetes Osterfeuer“, sagt Bürgermeister Roland Gefreiter (parteilos). „Wegen der hohen Waldbrandwarnstufe durften wir zu Ostern kein Feuer machen. Das haben wir jetzt nachgeholt.“

Und wie. Der Grill wurde angeworfen, der Nachwuchs brutzelte Süßigkeiten in den Flammen. Feuerwehrleute und Einwohner kamen ins Gespräch: Feststimmung in der Abenddämmerung.

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schönwalde war der Organisator. „Wir wollen damit auf unsere Feuerwehr aufmerksam machen“, sagt der Vorsitzende Mike Hoffmann. „Durch Veranstaltungen wie heute nehmen uns die Bürger ganz anderes wahr. Es ist zudem eine gute Gelegenheit, Leute für die Feuerwehr zu interessieren.“ Und das möglichst frühzeitig. „Mit dem Nachwuchs klappt das schon ganz gut“, sagt der Vereinschef. „Auch der eine oder andere erwachsene Zuzügler in unser Dorf zeigt Interesse, bei uns mitzumachen. Wir freuen uns über jeden, der unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützt.“

Kinder sind beim Brandschutz fit

Die Mitglieder des Vereins sowie die Feuerwehrleute sind an der Kita und der Grundschule präsent, unterstützen Erzieher und Lehrer im Bereich Brandschutz, theoretisch wie praktisch.

Die Rettungsübung jeweils am letzten Schultag vor den Herbstferien ist immer besonders aufregend für den Nachwuchs. Das Szenario ist ein Spektakel und wird von erfahrenen Feuerwehrleuten kindgerecht erklärt.

„Dank des Engagements sind die Kinder fit“, sagt Roland Gefreiter. „Sie haben umfangreiche Kenntnisse im Brandschutz.“

Der Aufwand für Verein und aktive Wehr ist nicht unerheblich. „Die Nachwuchsarbeit ist für uns eine Herzenssache“, sagt der Ortswehrführer Mike Pöschk. „Wir haben aber auch gar keine andere Chance, wenn wir auch in Zukunft gut ausgebildete Kameradinnen und Kameraden in unseren Reihen haben wollen.“