Schleuse in Alt Schadow: Marodes Bauwerk wird neu gebaut – so sieht der Zeitplan aus

Risse durchziehen das Schleusenbauwerk in Alt Schadow. Der Neubau und Umbau startet, das Bauwerk bleibt während der Bauarbeiten gesperrt.
Katrin Kunipatz- Alt Schadow: Veraltete Spree-Schleuse wird ersetzt, die Sperrung für Sportboote bleibt bestehen.
- Land und EU finanzieren über 17 Mio. Euro für neues Schlauchwehr, Schleuse und Fischpass.
- Baustelleneinrichtung läuft, Baumaßnahmen sollen nach der Sommersaison ab Oktober 2026 starten.
- Umtragen für Paddelboote ist durchgängig möglich – Schwimmstege sichern die Passage.
- Gründe sind gravierende Schäden und fehlende Standsicherheit; WRRL-Ziele und Wasserrückhalt profitieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Vorbereitungen für den Umbau der Spree-Schleuse in Alt Schadow, Gemeinde Märkische Heide im Landkreis Dahme-Spreewald, haben begonnen. Aufgrund schwerwiegender technischer Mängel musste die Schleuse zuletzt geschlossen werden.
Bis Ende 2028 baut das Land Brandenburg nun mit Geldern des Just Transition Fund der Europäischen Union (JTF) sowie mit Landesmitteln ein neues Schlauchwehr, eine neue Schleuse und eine Fischaufstiegsanlage am Standort des Nadelwehrs Alt Schadow. Insgesamt werden hier mehr als 17 Millionen Euro investiert.
Für Sportboote bleibt die Durchfahrt weiter gesperrt. Während der gesamten Bauausführung wird eine Umtragemöglichkeit für Paddelboote gewährleistet.
Schleuse in Alt Schadow bleibt während der Bauarbeiten gesperrt
Die alte Schleuse mit Nadelwehr wird durch ein modernes Komplexbauwerk – bestehend aus Wehr, Schleuse und Fischpass – in der Spree in Alt Schadow ersetzt. Mit der Baustelleneinrichtung wurde begonnen, die eigentlichen Baumaßnahmen sollen nach der Sommersaison ab Oktober 2026 umgesetzt werden.
Währenddessen bleibt die derzeitige Sperrung für Sportboote bestehen. Mit der Sperrung der Schleuse ist die „Märkische Umfahrt“ in den nächsten Jahren für den motorgetriebenen Sportbootverkehr nicht nutzbar. Paddler können weiterhin die Baustelle passieren.
Im weiteren Bauverlauf, auch für die Herstellung der „Museumsinsel“, werden Schwimmstege eingerichtet, und damit Umtragemöglichkeiten auch während der nachfolgenden Bauphasen durchgängig sichergestellt.
Die denkmalgeschützte Schleuse aus dem Jahr 1911 besteht aus zwei separat gegründeten Schleusenköpfen und einer kesselförmigen Schleusenkammer. Die Bausubstanz weist grundhafte, nicht reparable Schäden auf. In Auswertung aller erkennbaren Schäden an der Schleuse sind die Standsicherheit und die Betriebssicherheit nicht mehr gegeben.
Trotz mehrmaliger Sanierungsarbeiten in den zurückliegenden Jahren konnte kein Zustand hergestellt werden, der den Anforderungen an eine sichere Bootspassage genügt. Mit dem Neubau des Wehres als modernes Schlauchwehr werden künftig der Wasserrückhalt und die Möglichkeit der Wasserbewirtschaftung verbessert, da so die Stauhaltung bei Bedarf ganzjährig aufrechterhalten werden kann, heißt es vonseiten des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg.

Deutlich sichtbar sind große Löcher und verrostete Metalle an den alten Schleusentoren in Alt Schadow. Ein Austausch war unvermeidlich.
Wasser- und Bodenverband "Nördlicher Spreewald“Mit dem Schlauchwehr realisiert das Landesamt für Umwelt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des ganzjährigen Wasserrückhaltes für den Neuendorfer See und das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald.
Neubau verbessert Wasserrückhalt und Wasserbewirtschaftung
Das Land Brandenburg errichtet zusätzlich eine Fischaufstiegsanlage und schafft damit nach über 125 Jahren die Möglichkeit einer ganzjährigen Fischwanderung von der Krummen Spree über den Neuendorfer See in den Spreewald. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).
Gleichzeitig wird die touristische Attraktivität der Region durch die Wiederherstellung der „Märkischen Umfahrt" sowie durch die Errichtung eines Denkmals für das zu ersetzende Nadelwehr gesteigert. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von über 17 Millionen Euro und wird finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.
