Rettungsdienst Dahme-Spreewald: Vorläufig keine Rechnungen, Gespräche wieder aufgenommen

Vorerst müssen Bürger Rettungswagen im Landkreis Dahme-Spreewald doch nicht bezahlen. Die Gespräche mit dem Krankenkassen gehen weiter. (Symbolfoto)
Stephan Jansen/dpa- Rettungseinsätze in Dahme-Spreewald bleiben vorerst kostenfrei – keine Rechnungen diese Woche.
- Landkreis, Krankenkassen und Gesundheitsministerium setzten Gespräche am Dienstag fort.
- Landrat Sven Herzberger: Es gibt Annäherung, aber noch keine Einigung zur Finanzierung.
- Ziel bleibt eine Lösung ohne zusätzliche Belastung für Bürgerinnen und Bürger.
- Ursprünglich waren rund 28.000 Gebührenbescheide geplant, auch rückwirkend für 2025 und 2026.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Rettungsdienste im Landkreis Dahme-Spreewald müssen erst einmal nicht von Patienten bezahlt werden. Der Landkreis teilte mit, dass die Gespräche zwischen dem Landkreis, den gesetzlichen Krankenkassen und dem Gesundheitsministerium aufgrund einer kurzfristigen Einladung der Krankenkassen am Dienstag (5. Mai 2026) wieder aufgenommen wurden. Davor galten die Verhandlungen als gescheitert.
Nach dem Gespräch erklärt Landrat Sven Herzberger: „Wir haben gute und intensive Gespräche geführt. Aber wir sind noch nicht am Ende. Eine Einigung ist noch nicht erreicht, auch wenn die Gespräche besser gelaufen sind, als ich es erwartet hätte. Jedenfalls gibt es eine Annäherung in der Frage der Finanzierung des Rettungsdienstes.“
Die Gespräche hätten gezeigt, dass auf allen Seiten doch die Bereitschaft besteht, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. „Dies muss aber eine Lösung sein, die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich belastet. Solange diese Chance besteht, werden wir den Dialog fortsetzen“, so Herzberger weiter.
Rettungsdienste in Dahme-Spreewald wieder kostenfrei
Vor diesem Hintergrund würden in dieser Woche erst einmal keine Gebührenbescheide für Rettungseinsätze versendet. Zuvor war vorgesehen, rund 28.000 Bescheide - auch rückwirkend für Einsätze aus den Jahren 2025 und 2026 – an Patientinnen und Patienten zu verschicken.
Der Streit über die Finanzierung des Rettungsdienstes bestehe den Angaben des Landkreises zufolge seit mehr als einem Jahr und betreffe das gesamte Land Brandenburg. Für den Landkreis Dahme-Spreewald gehe es dabei um ein Finanzvolumen von rund zehn Millionen Euro.
Die Beteiligten beabsichtigen laut Angaben des Landkreises, noch in dieser Woche erneut zusammenzukommen.
