Der Spreewaldverein, Dachmarke und Förder-Instrument des Spreewaldes, hat im vergangenen Jahr aus den europäischen Fördertöpfen der ländlichen Entwicklung (Leader) mehr als zwölf Millionen Euro für 45 Projekte beschafft. Mit Ideen und den Finanzspritzen gelingt es, gemeinsam mit dem Tourismusverband und dem Biosphärenreservat Spreewald das Profil des Spreewaldes als bedeutendste Reise- und Erholungsregion Brandenburgs zu schärfen. Das hat Geschäftsführer Axel Müller jetzt konstatiert. Basis sei „der Erhalt der reichen Naturausstattung in der Flussauenlandschaft“. Bei steigender Gästezahl gewinne das Lenken der Besucherströme zum Schutz sensibler Naturräume an Bedeutung.

Ebenso wichtig ist es dem Verein, den Spreewald zu einer liebens- und lebenswerten Region für die Spreewälder selbst zu entwickeln. Lebensqualität im ländlichen Raum zu gewährleisten, Mobilitätsangebote auszubauen und gute Jobangebote zu generieren, sind erklärte Ziele. Sehr bewusst fördert der Spreewaldverein auch die Wertschöpfung in unterschiedlichen Erzeugerbranchen der Land- und Ernährungswirtschaft im Spreewald. „Gerade die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohwarenerzeugung bis zur Veredlung in der Region sichert Arbeitsplätze und erzeugt neue Arbeitsplätze“, so Müller weiter.

Die regionale Dachmarke Spreewald, deren Inhaber der Spreewaldverein ist, soll den hiesigen Erzeugern und Verarbeitern Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern bringen, aber auch die Qualitätsstandards sichern. Die gleichen Ziele verfolgt der Verein in seiner Trägerschaft der Schutzgemeinschaften „Spreewälder Gurken“ und „Spreewälder Meerrettich“. Beide Imageprodukte des Spreewaldes sind als geschützte geografische Angaben auf europäischer Ebene registriert.

Das Gütesiegel „Dachmarke Spreewald“ nutzen aktuell etwa 130 Unternehmen, die damit mehr als 1200 Produkte und Dienstleistungen kennzeichnen.