Razzia in Mittenwalde: Verdacht der Geldwäsche – Polizei durchsucht Gewerbegebiet

Aktuell ist die Polizei zusammen mit Zoll und Finanzamt in einem Großeinsatz in Mittenwalde im Norden von Dahme-Spreewald; nur 15 Kilometer südlich des Großflughafens BER. Es geht unter anderen um Steuerbetrug.
Julian Stratenschulte/dpaAuf mehreren Flächen in einem Gewerbegebiet in Mittenwalde lief seit Dienstagmittag (10. September 2024) eine Großrazzia der Polizei. Die Beamten wurden dabei von Zöllnern des Hauptzollamts Potsdam, den Finanzämtern Cottbus und Königs Wusterhausen sowie mehreren Fachämtern des Landkreises Dahme-Spreewald unterstützt. Laut Polizeisprecher Maik Kettlitz war eine „deutlich dreistellige Zahl“ an Einsatzkräften beteiligt.
Im Visier der Ermittler sind offenbar mehrere Autohändler im Eichenweg und Zeppelinring. Kettlitz berichtete am Abend, dass eine Vielzahl im Gewerbegebiet tätiger Personen und angesiedelter Betriebe kontrolliert wurde. Die Verdächtigen sollen insbesondere im Bereich des An- und Verkaufs von Kraftfahrzeugen tätig sein. Der Einsatz im Ortsteil Schenkendorf-Krummensee lief bis in die Abendstunden.
Verdacht auf Schwarzarbeit und Steuerbetrug
Es gibt nach Polizeiangaben Hinweise, wonach einzelne Personen und Betriebe ohne Gewerbeanmeldung, quasi illegal, wirtschaftlich tätig sind. Der Verdacht: Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und Geldwäsche. Zudem sollen Beteiligte gegen baurechtliche sowie umweltrechtliche Vorgaben verstoßen haben, sagt Kettlitz.
Der Polizeisprecher weiter: „Auch Fachämter des Landkreises waren im Einsatz. Die Einhaltung steuerrechtlicher Regelungen wurde von den Mitarbeitern der Finanzämter Cottbus und Königs Wusterhausen kontrolliert. Zudem sind, im Rahmen der Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität, Prüfungen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz durchgeführt worden.“ Demnach waren auch Mitarbeiter aus dem Bereich der Geldwäscheprävention im Brandenburger Wirtschaftsministerium vor Ort.
Erfolgreicher Einsatz ohne große Widerstände
Laut Polizei lief der Kontrolleinsatz ohne große Probleme oder Widerstände ab. Genauere Angaben zu den verdächtigen Unternehmen, die von den Behörden überprüft wurden, wollte die Polizei zunächst nicht machen. Auch zu möglichen Festnahmen gab es am Dienstagabend keine Angaben.
