Radweg im Spreewald
: Diese zwei Strecken für Radfahrer sind jetzt modernisiert

Nach Bauarbeiten sind zwei wichtige Radwege südlich von Lübben im Spreewald wieder befahrbar. Wo es nun für Radfahrer weniger holpert.
Von
Jana Klisch
Lübben
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Auch ein neuer Radweg steht auf der Förderliste des Landkreises Dahme-Spreewald.

ARCHIV - 26.06.2017, Brandenburg, Reitwein: Radwandertouristen fahren mit ihren bepackten Fahrrädern auf dem Oder-Neiße-Radweg, der sich im Oderbruch auf dem Deich am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder nahe Reitwein (Brandenburg) befindet. Der Oder-Neiße-Radweg ist ein rund 630 Kilometer langer Fernradweg in Tschechien und Deutschland. (zu dpa "ADFC fordert mehr Kreativität beim Ausbau des Radverkehrs" am 21.07.2018) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wieder ungehindert Radfahren: Pünktlich zum Start der Urlaubssaison hat Lübben Abschnitte auf zwei Radwegen modernisiert.

Patrick Pleul/dpa

Ganze zwei Jahre hatte die Vorbereitungs- und Planungszeit gedauert, zwei Monate nun die Umsetzung: Pünktlich zum Start der Urlaubssaison konnte Lübben (Landkreis Dahme-Spreewald) die Modernisierung von zwei wichtigen Radroutenabschnitten im Süden der Stadt abschließen. Vor einigen Tagen wurden die Routen „Südliche Postbautenstraße bis nach Bukoitza“ (M3) sowie der Lückenschluss im Naturschutzgebiet Bukoitza in Richtung Alt Zauche (M6) freigegeben.

Auf dem Radwegeabschnitt „Südliche Postbautenstraße bis nach Bukoitza“ verlaufen mit dem Spreeradweg und dem Gurkenradweg zwei bedeutsame touristische Radrouten. Der Abschnitt wird jährlich von vielen Radfahrenden genutzt und dient als Hauptzufahrten der Agrargenossenschaft Radensdorf.

Radwege im Spreewald waren in einem sehr schlechten Zustand

Bis zum Beginn der Bauarbeiten auf der gut zwei Kilometer langen Strecke im April 2024 hätten sich der gesamte Wegaufbau sowie die schon vorhandene Asphaltdecke in einem sehr schlechten und stark beschädigten Zustand befunden, wie es seitens der Stadt Lübben heißt. Stadtsprecherin Bettina Möbes erklärt weiter: „Während der Modernisierung wurden die Schäden punktuell ausgebessert – und es folgten eine Wegebefestigung im Asphaltausbau als Deckschichterneuerung sowie abschnittsweise ein grundhafter Ausbau im Asphalt.“

Außerdem wurde entlang der gesamten Wegstrecke auf der dammabgewandten Seite ein Wurzelsperrschutz verbaut. So sollen Fahrbahnschäden und gefährliche Erhebungen auf dem Radweg zukünftig verhindert werden.

Für diesen Abschnitt war eine gesonderte wasserrechtliche Genehmigung erforderlich, die mit besonderen Auflagen verbunden war. Unter anderem wurde auf Anforderung des Bereiches Gewässerunterhaltung des Landesumweltamtes der parallel verlaufende Hochwasserschutzdamm auf der gesamten Länge nachgebessert. „Zukünftig wird der öffentliche Weg der Stadt Lübben im Rahmen einer Mehrfachnutzung für Radfahrende, für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und für Fahrzeuge und Geräte der Gewässerbewirtschaftung des Landesumweltamtes genutzt“, sagt Bettina Möbes.

Fakten M3

■ Ausbaubreite der Verkehrsfläche: 3,50 Meter

■ Länge der Radwegstrecke: 2,05 Kilometer

■ Ausbaufläche: 7.175 Quadratmeter

Lücke im Naturschutzgebiet Bukoitza geschlossen

Die gesamte Aufmerksamkeit der Radler war auch auf dem Teilabschnitt zwischen Bukoitza und Alt Zauche gefragt. Denn dieser Radwegeabschnitt, auf dem auch der beliebte Gurkenradweg verläuft, war bisher nur ein unbefestigter Sandweg. Die rund 260 Meter wurden nun komplett gepflastert – Asphalt kam aufgrund von Naturschutzvorgaben hier nicht infrage. Dort, wo es möglich war, wurde auch hier ein Wurzelsperrschutz verbaut.

Lübben hat zwei wichtige Radroutenabschnitte südlich der Stadt modernisiert. Vertreter der Stadt und der Baufirma gaben am 14. Juni die Routen südliche Postbautenstraße bis nach Bukoitza sowie der Lückenschluss im Naturschutzgebiet Bukoitza in Richtung Alt Zauche frei.

Lübben hat zwei wichtige Radroutenabschnitte südlich der Stadt modernisiert. Am 14. Juni gab Bürgermeister Jens Richter (links) gemeinsam mit weiteren Vertretern der Stadt und der Baufirma die Routen „Südliche Postbautenstraße bis nach Bukoitza“ sowie den Lückenschluss im Naturschutzgebiet Bukoitza in Richtung Alt Zauche frei.

Stadt Lübben

Auch dieser öffentliche Weg der Stadt Lübben wird zukünftig im Rahmen einer Mehrfachnutzung für Radfahrende sowie für land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge genutzt. Die erforderlichen Ausgleichspflanzungen für die Flächenversiegelung auf dieser Strecke erfolgen im Herbst 2024 im Stadtgebiet Lübben. Verantwortlich für die Bauausführung war in beiden Fällen übrigens die Firma Matthäi.

Fakten M6

■ Ausbaubreite der Verkehrsfläche: 3 Meter

■ Länge der Radwegstrecke: 260 Meter

■ Ausbaufläche: 780 Quadratmeter

Bessere Anbindung an den Spreewald

Für die Region bedeutet die Modernisierung eine verbesserte Anbindung an den „Spreewald“, sagt Lübbens Bürgermeister Jens Richter. „Unser Dank gilt den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld während der Wegsperrung.“

Zukünftig solle, so Richter weiter, auch der geschädigte Radwegeabschnitt von der Trafostation bis zum Radweg Lübben – Lübbenau über die Schleuse Barzlin als Lückenschluss bedacht werden. Hierfür müssten aber erst Kapazitäten und finanzielle Mittel gesichert werden.

Gesamtkosten in Höhe von rund 590.000 Euro

Die jüngsten Baumaßnahmen auf den beiden Radrouten M3 und M6 wurden gefördert aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsinfrastruktur – GRW-Infrastruktur“.

Der Antrag der Stadt Lübben erfolgte erstmals 2018 über den Landkreis Dahme-Spreewald.

Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf rund 590.000 Euro. Davon wurden durch das Land Brandenburg Mittel in Höhe von rund 393.000 Euro sowie eine Zuwendung in Höhe von etwa 102.000 Euro über die Strukturfondsrichtlinie des Landkreises Dahme-Spreewald bereitgestellt.