Bei dieser Polizeinachricht kann man den schreibenden Beamten das Grinsen im Gesicht fast ansehen: „Auf den meisten Autobahnen befinden sich wiederkehrende Nothaltebuchten. Diese sind kurze Fahrstreifen auf der rechten Fahrbahnseite und bieten Platz für ein Fahrzeug. An einigen dieser Buchten sind ebenfalls Notrufsäulen aufgestellt. Wie der Name schon sagt, darf dort im Notfall oder bei einer Panne gehalten werden. Bleibt die Frage zu klären, was ist ein Notfall?“, so beginnt Polizeisprecher Torsten Wendt den Bericht über eine Kontrolle am Dienstagabend an der A13.

Die Beamte der Autobahnpolizei fanden dort einen Pkw, der mit eingeschalten Warnblinkern in einer Nothaltebucht stand. Die Polizisten wollten helfen. Auf dem Fahrer- und dem Beifahrersitz fanden sie zunächst keinen Ansprechpartner, dafür jedoch auf der Rücksitzbank. „Dem jungen Pärchen waren die Beamten in ihrer hektischen Betriebsamkeit samt nackter Tatsachen gar nicht aufgefallen“, umschreibt Wendt die Szenerie, die sich den Beamten bot.

Die Polizisten blieben cool, erklärten den beiden ganz sachlich, wozu eine Nothaltebucht tatsächlich bestimmt ist. „Dies nahmen sie mit hochroten Köpfen zur Kenntnis und fuhren auf den nächstgelegenen Parkplatz“, so Wendt weiter. „Die Polizisten beließen es bei einer Belehrung, da es auch für sie eine nicht alltägliche Situation war und eine Gefahr mit Worten abgewehrt werden konnte.“