Die Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben ist schon jetzt nicht allein Platz für Andachten und Gottesdienste, auch Konzerte mit Chören oder Musikern finden in dem Gotteshaus statt. Überall präsent ist der Theologe und Kirchenliederdichter Paul Gerhardt, der bis zu seinem Tod 1676 in der damaligen Nikolaikirche als Pfarrer tätig war.
Paul Gerhardt spielt für das Selbstverständnis der Stadt Lübben eine wichtige Rolle. Auch deshalb rückt das nächste Jubiläum in den Blick: im Jahr 2026 jährt sich zum 350. Mal der Todestag des Kirchenlieddichters.

Paul-Gerhardt-Verein hat Jubiläum vor Augen

Schon im Vorfeld hat der Paul-Gerhardt-Verein darauf hingewiesen. Die Kirchgemeinde und Pfarrer Martin Liedtke starten ein konkretes Projekt. Am 31. Oktober soll der Förderverein für die Paul-Gerhardt-Kirche gegründet werden. „Wir wollen Menschen ansprechen, die dem Kirchengebäude verbunden sind, aber nicht unbedingt Mitglieder der Kirchgemeinde sind“, erklärt Liedtke.
Ziel des Vereins sollen der Erhalt und die Entwicklung der Kirche sein. Barrierefreiheit, ein Raum für den Kindergottesdienst und Toiletten nennt Pfarrer Liedtke einige Stichworte. Vor allem soll ein Konzept entwickelt werden, wie das Paul-Gerhardt-Zentrum in oder an der Kirche untergebracht werden kann. Es gebe in der Kirche mit den Emporen, von denen man beim Gottesdienst nichts sieht, und dem Dachboden viel ungenutzten Raum, so Liedtke.
Im Paul-Gerhardt-Zentrum zeigt Werner Kuhtz, Vorsitzender des Paul-Gerhardt-Vereins, ein besonderes Ausstellungsstück.
Im Paul-Gerhardt-Zentrum zeigt Werner Kuhtz, Vorsitzender des Paul-Gerhardt-Vereins, ein besonderes Ausstellungsstück.
© Foto: Ingvil Schirling/Archiv
Die Gründungsveranstaltung beginnt am Reformationstag, 31. Oktober, im Richard-Raabe-Haus, Paul-Gerhardt-Straße 2 in Lübben. Der Zeitpunkt 15.17 Uhr wurde in Anlehnung an das 505. Reformationsjubiläum gewählt. Ziemlich sicher ist, dass die nötige Zahl von sieben Gründungsmitgliedern zusammenkommt. Jedoch freut sich Pfarrer Liedtke über weitere Gäste, um nach der Gründung auch den Vereinsvorstand wählen zu können.