Party in Luckau
: Postleitzahl beschert der Stadt ein spezielles Fest

Luckau feiert erstmals ein Postleitzahlenfest. Warum das nur alle 100 Jahre gefeiert werden kann und es außerdem eine Wette gibt.
Von
Stefan Staindl
Luckau
Jetzt in der App anhören
Luckau

Luckau aus der Vogelperspektive. Die Stadt kann im Jahr 2026 nicht nur auf 750 Jahre Ersterwähnung blicken, sondern in dem Jahr auch eine ganz besondere Party feiern.

Elias Blankenburg
  • Luckau feiert am 15. September 2026 ein erstes Postleitzahlenfest auf dem Schlossberg.
  • Der Termin folgt der Postleitzahl 15926 – ein solches Fest ist nur alle 100 Jahre möglich.
  • Das Robert Gläser-Powertrio spielt ab 18 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr, der Eintritt ist frei.
  • Es gibt eine Stadtwette: 1592 Euro in 1‑Euro-Stücken für einen gemeinnützigen Zweck.
  • Kommt die Summe zusammen, organisiert der Bürgermeister 1592 Tulpenzwiebeln für den Laga-Park.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Luckau befindet sich in einem Jubiläumsjahr. Die Stadt erinnert derzeit an die Ersterwähnung aus dem Jahr 1276 – genau vor 750 Jahren. Das große Festwochenende ist zwar bereits vorbei, doch Luckau wartet weiterhin mit spannenden und auch neuen Veranstaltungen auf.

„Wir sind 15926“ ist der Titel einer weiteren Veranstaltung, die am Dienstag, 15. September, auf dem Schlossberg gefeiert wird. „Unser erstes Postleitzahlenfest“, sagt Ingo Wolff, Pächter der traditionellen Veranstaltungslokalität in der Nordpromenade. „Der Termin orientiert sich an unserer Postleitzahl: 15 ist der Tag, die 9 der Monat und die 26 das aktuelle Jahr. So ein Postleitzahlenfest können wir somit nur alle 100 Jahre feiern – also erst wieder am 15. September 2126, einem Sonntag.“

Wie Ingo Wolff berichtet, ist das Postleitzahlenfest eine Art Kneipenidee gewesen, die er jetzt auf dem Schlossberg umsetzt. Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann bestätigt diese Gruppendynamik und verrät, dass auch er selbst seinen Anteil daran habe, wie er auf Nachfrage erzählt.

Robert Gläser-Powertrio ist auf dem Schlossberg Luckau zu Gast

Gerald Lehmann erzählt: „Mehrere Leute haben sich zur selben Zeit Gedanken gemacht, was man in Luckau an diesem Tag machen könnte. Ich bin auch mit dem Gedanken hausieren gegangen, an dem Tag etwas Besonderes zu machen. Ich habe unter anderem auch mit Jutta Dzielak gesprochen und beispielsweise über einen Flashmob auf dem Marktplatz mit gemeinsamem Anstoßen nachgedacht. Andere haben wieder gesagt: ‚Nein, daraus müssen wir mehr machen.‘ Das Thema hat schon lange in Luckau auf kleiner Flamme gekocht. Das Postleitzahlenfest ist das Ergebnis. Wir haben in Luckau damit zum ersten Mal so ein Fest – und das hat Seltenheitswert.“ Der Bürgermeister freue sich über das Resultat.

Robert Gläser Powertrio

Das Robert Gläser-Powertrio ist auf dem Schlossberg zu Gast und spielt während des ersten Postleitzahlenfestes in Luckau.

Robert Gläser-Powertrio/Robert Gläser

Ebenso Ingo Wolff. Wie er erzählt, habe er lange überlegt, welche Band für ein solches Fest passend wäre, und auch lange gesucht. „Entschieden haben wir uns dann für das Robert Gläser-Powertrio, ein Live-Projekt des deutschen Rockmusikers, Sängers und Songschreibers Robert Gläser. Er ist der Sohn von Peter ‚Cäsar‘ Gläser, der mit den Bands Renft und Karussell erfolgreich war“, sagt Wolff. Das Robert Gläser-Powertrio spiele Songs querbeet durch die Musiklandschaft, ähnlich wie einst die Band Six.

Das Postleitzahlenfest am 15. September in Luckau beginnt um 18 Uhr. Einlass ist bereits ab 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, berichtet Ingo Wolff. Wie er sagt, reiht sich das Fest in den Veranstaltungsreigen im September in Luckau optimal ein. „Es folgt gleich nach der Altstadtnacht und dem Kartoffelbrunch – das passt gut. In Luckau ist damit ziemlich was los jetzt.“

Stadtwette zum Postleitzahlenfest am 15. September 2026

Wie Bürgermeister Gerald Lehmann erzählt, gibt es zum Postleitzahlenfest auch eine Stadtwette: Während des Festes sollen insgesamt 1592 Euro für einen gemeinnützigen Zweck zusammenkommen – und das in einzelnen Euro-Stücken.

„So ein Postleitzahlenfest können wir nur alle 100 Jahre feiern.“
Ingo Wolff
Pächter, Schlossberg Luckau

„Jeder Festbesucher kann sich daran beteiligen und so viele Euro-Stücke in die Kasse einzahlen, wie er möchte. Wichtig ist nur, dass es sich um 1‑Euro-Stücke handelt und das Geld vor Ort eingezahlt wird. Es kann nicht online oder anderweitig überwiesen werden“, sagt Gerald Lehmann.

Die Stadt Luckau glaube nicht, dass die 1592 einzelnen Euro-Stücke zusammenkommen. Falls doch, ist Gerald Lehmann im Zugzwang. „Dann muss ich mindestens 1592 Tulpenzwiebeln für den Laga-Park organisieren. Ob ich mich dafür um Sponsoren kümmere oder sie am Ende privat bezahle – das ist egal. Klar ist, dass die Tulpenzwiebeln jedoch in diesem Herbst noch in die Erde gebracht werden müssen. Wenn die 1592 Euro zusammenkommen, dann stehe ich also unter Druck. Spätestens im November müssen die Tulpenzwiebeln im Boden sein. Der Bürgermeister muss dann gleich liefern“, erzählt Gerald Lehmann.

Falls die 1592 Euro-Stücke zusammenkommen, dann gewinnt nicht nur der Laga-Park neue Tulpen, sondern auch ein Luckauer Verein. An einen solchen soll das Geld gehen. „Im Vorfeld können sich alle Luckauer Vereine dafür bewerben. Ein öffentlicher Aufruf erfolgt jetzt zeitnah. Aus diesen Bewerbungen wird dann eine Glücksfee einen Verein auslosen, der die 1592 Euro erhält“, erklärt Gerald Lehmann.

Das soll mit den gesammelten 1592 Euro-Stücken geschehen

Das heißt, es könne auch ein Verein gewinnen, der nicht während des Festes eingezahlt habe. „Schöner wäre es natürlich, wenn viele Vereine mit ihren Mitgliedern auf dem Fest dabei sind und etwas dazugeben, solange die Frist dafür läuft. Es wird am Abend des Festes eine Deadline geben und dann wird öffentlich ausgezählt.“

Für Gerald Lehmann ist das Postleitzahlenfest eine super Idee, die hervorragend nach Luckau und in die Zeit passt. „Wir haben am Samstag zuvor unsere Altstadtnacht, am Sonntag folgt unser Kartoffelbrunch. Am Montag kann man kurz durchatmen, um am Dienstag beim Postleitzahlenfest wieder richtig zu feiern.“