(is) Ein flächendeckendes Netz mit Outdoor-Informationsstelen – das könnte das Amt Lieberose/Oberspreewald als erste im Land sein und damit zum Vorreiter in Dahme-Spreewald werden. Jana Lopper als Geschäftsführerin der Tourismus-Entwicklungsgesellschaft TEG hat kürzlich den Amtsausschussmitgliedern den aktuellen Planungsstand vorgestellt.

Wie das funktioniert, kann man sich bereits in der Tourist-Information in Goyatz anschauen. Dort hängt ein breiter Bildschirm quasi als Indoor-Stele an der Wand. Per Fingerzeig können sich Touristen, aber auch Einheimische aktuelle Infos zu Veranstaltungen, Unterkunftsmöglichkeiten und vielem mehr abrufen.

Tausende Informationen gepflegt und abrufbar

Der Zauber dieses Systems liegt in seiner Breite und Vielfalt. Es läuft elektronisch im Hintergrund über das Contentnetzwerk des Landes Brandenburg, das 2018 mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet wurde. Sein Ziel ist es, digitale Inhalte landesweit und auch im ländlichen Raum abrufbar darzustellen. 450 Redakteure pflegen laut Jana Lopper die Inhalte mit 13 000 Sehenswürdigkeiten (Points of Interests), 25 000 Events und 1000 buchbaren Leistungen.

Mit den Indoor-Stelen wie in  Goyatz testete das Amt zunächst, wie das Angebot wirklich funktioniert. Touristen und andere Nutzer sind offenbar überzeugt. Nun sollen weitere solcher Anlagen an verschiedenen zentralen Punkten in Lieberose/Oberspreewald installiert werden. Der Fördermittelantrag für neue Outdoor-Stelen sei gestellt. Die Software werde ohnehin kostenfrei zur Verfügung gestellt, 90 Porzent der Hardware könne über die ILB gefördert werden. Den Eigenanteil von zehn Prozent würden drei private Endabnehmer für alle neun geplanten Geräte übernehmen, die dann auch selbst welche bekommen.

Bewilligung abwarten

Zum Plan gehört, auch über direkte Buchungen Gäste in der Region zu halten, wie Jana Lopper weiter informierte. Zwei Ferienhäuser seien dafür freigeschaltet, um herauszufinden, wie es funktioniert. Zu den Gesamtkosten gab es keine weiteren Angaben. Nun muss abgewartet werden, ob die Fördermittel bewilligt werden.