Licht in Königs Wusterhausen
: Laternen werden umgerüstet, so viel kann gespart werden

Um langfristig Geld zu sparen, rüstet die Stadt Königs Wusterhausen ihre Laternen auf LED um. Welche Lampen zuletzt ausgetauscht werden und warum.
Von
Marlene Wetzel
Königs Wusterhausen
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Mit LED-Leuchtmitteln statt konventioneller Lampen kann bei der Straßenbeleuchtung Geld eingespart werden. Dabei kommt es auf die Laternen an, wie viel.

Maria Häußler
  • Königs Wusterhausen rüstet die Straßenbeleuchtung schrittweise auf LED um.
  • Ziel ist, Energie- und Wartungskosten zu senken und die Lichtqualität zu verbessern.
  • Pro Jahr sollen rund zehn Prozent bzw. 600 Leuchten umgerüstet werden.
  • Alte oder schwache Anlagen haben Priorität – teils ist ein Kompletttausch nötig.
  • Geplante Erneuerungen wie in Senzig ruhen, da Haushaltsmittel begrenzt sind.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit einigen Jahren rüstet die Stadt die öffentliche Straßen- und Außenbeleuchtung von konventionellen auf LED-Leuchtmittel um. Neben anderen Zielen kann sie dadurch langfristig Geld sparen. Und so ist die Umrüstung auch im Katalog der Sparmaßnahmen für den Doppelhaushalt 2026/2027 enthalten.

Zur Erinnerung: Die Stadt hatte das Institut für Public Management (IPM) aus Berlin, das auf Kommunalentwicklung spezialisiert ist, beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, an welchen Stellen Sparpotenzial besteht. Dabei ist ein Katalog von insgesamt 50 verschiedenen Vorschlägen entstanden, die die Verwaltung gemeinsam mit den Stadtverordneten  im November 2025 besprochen und eingedampft hat.

Durch die Umrüstung von rund 10 Prozent der städtischen Straßen- und Außenbeleuchtung oder anders ausgedrückt 600 Leuchten pro Jahr könnten „Energie- und Wartungskosten nachhaltig gesenkt, die Lichtqualität verbessert und die städtischen Klimaschutzziele unterstützt werden.“ So steht es im Katalog der Konsolidierungsmaßnahmen der Stadt Königs Wusterhausen 2026/27.

Energiekosten in Königs Wusterhausen können durch LED gesenkt werden

Ausgehend davon, dass tatsächlich die vorgeschlagenen rund zehn Prozent der Straßenbeleuchtungsanlagen jährlich umgerüstet werden, prognostizierte das IPM der Stadt Einsparungen von rund 61.000 Euro im Jahr 2026, 122.500 Euro im Jahr 2027 und knapp 184.000 Euro im Jahr 2028.

Im Fokus der Umrüstung stünden alte Anlagen beziehungsweise Anlagen, die bauliche Schwachstellen aufweisen, etwa Spannbetonlichtmasten oder Holzlichtmasten, teilt Stadtsprecherin Katrin Kunipatz mit. Grundsätzlich sei dabei zu beachten, „dass LED-Leuchtmittel eine andere Abstrahlungscharakteristik mit sich bringen und in der Folge eine veränderte Lichtverteilung eintritt, was wiederum eine unzureichende Ausleuchtung nach sich ziehen kann.“

Mit anderen Worten: LEDs strahlen Licht anders ab als alte Lampen. Ob etwa eine Laterne „richtig“, das heißt „verkehrssicher“, leuchtet, ist in den DIN-Normen für Straßenbeleuchtung festgelegt. Je nach Kategorie der Verkehrsfläche – Hauptverkehrsstraßen, Rad- und Gehwege – gibt es unterschiedliche Vorgaben zur Auswahl der Beleuchtungsklassen.

Letztlich können nicht einfach überall nur die Leuchtmittel ausgetauscht werden. Vielmehr muss in manchen Fällen die ganze Straßenbeleuchtungsanlage – Mast, Kabel, Steuerung – ersetzt werden. Und um die richtigen, den DIN-Normen entsprechenden Leuchten zu installieren, braucht es Daten, sogenannte Lichtverteilungskurven, auf deren Basis ein „lichttechnischer Nachweis“ erstellt werden kann.

Straßenbeleuchtungsanlage in Senzig wird vorerst nicht erneuert

Zurück zu KW: Die Umrüstung erfolge in Abhängigkeit von den verfügbaren Haushaltsmitteln, so Kunipatz. In verkehrlich untergeordneten Straßen, reinen Anliegerstraßen, sei eine einfache Umrüstung auf LED-Leuchtmittel vertretbar und bereits vollzogen worden. Aufgrund der bestehenden Haushaltssituation sei die vorliegende Planung für komplette Erneuerungen von Anlagen, zum Beispiel die Ortsdurchfahrt Senzig, Kirchsteig, aber auf Eis gelegt worden. Die Stadt priorisiert also, welche Bereiche wann umgerüstet werden und wo sich Investitionen in neue Anlagen lohnen, um ihre Sparziele zu erreichen.

Eine Herausforderung, die nicht nur die Straßenbeleuchtung betrifft: Bei jeder Investition, die jetzt getätigt werden würde, müssten die Verwaltung und die Stadtverordneten sich fragen, ob KW sich diese leisten könne oder das Geld für eine andere ausgeben möchte, weiß Kämmerer Lars Thielecke. Das beträfe auch kleine Ausgaben: „Im investiven Bereich haben wir auch einen Bedarf an mehreren Millionen für Kleinkram. Alles über 250 Euro ist bei uns eine Investition, das heißt auch jeder Laptop. Das summiert sich natürlich bei so einer großen Verwaltung.“

Im Jahr 2026 und den Folgejahren strebt die Stadt Kunipatz zufolge tatsächlich die Umrüstung von jeweils 600 Leuchten an. Dabei hätten jedoch nicht die reine Ersparnis Vorrang, sondern immer die Reparatur der vorhandenen Leuchten und die Gewährleistung der Verkehrssicherheit.