„Wir haben alle unsere großen Veranstaltungen abgesagt, beispielsweise den Kahnkorso, doch die Kirchennacht wollten wir in der zehnten Ausgabe nicht verschieben“, sagt Jana Lopper.
Die TEG-Geschäftsführerin ist mit ihren Mitarbeitern zum Startpunkt der Veranstaltung gekommen und freut sich über eine gute Resonanz. Rund 40 Besucher hatten sich vorab angemeldet, einige kommen noch dazu und tragen sich wie alle in die Teilnehmerliste ein. Abstand zu halten, wie es die aktuellen Hygieneregelungen erfordern, ist in den Kirchen kein Problem.

Kirchennacht mit Abstand in Lieberose

In Lieberose, der ersten Station, ist es eine Freiluft-Veranstaltung. Historiker Dr. Andreas Weigelt stellt die Ausstellung „Der Körper wohnt in der Erde, der Geist in den Sternen“ vor. Stichwort seiner Ausführungen ist die „Sprache“ – und er steigt gleich ins Thema ein mit der Frage nach bekannten Familiennamen der Region. Schuppan, Scholz, Altkrüger – die Namen, die sich so deutsch anhören wie Lieberose, haben Wurzeln in einer slawischen Sprache, dem Sorbischen.
Die slawisch-deutsche Geschichte von Lieberose Stadt und Land aus dem Dunkel und irrigen historischen Einordnungen zu holen, diese Aufgabe hat sich der Historiker gestellt und in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde in der Freiluftausstellung gestellt. Noch bis Ende April 2021 kann sie an der Ruine der Stadtkirche besichtigt werden. Auf Anfrage über die Kirchengemeinde steht Andreas Weigelt auch für Führungen zur Verfügung.

Programm mit Musik und Architektur

„Musik in der Kirche“ erwartete die Teilnehmer der Kirchennacht in Neu Zauche, „Architektur“ in der Schinkelkirche Straupitz und „Folk, Rock, Lyrik mit Wasser und Wein“ von den „Störenfrieden vom Zaun“ in der Marienkirche Zaue.