Krimi aus Groß Leuthen: Campingplatzbesitzerin schreibt humorvolles Krimiabenteuer

Ein Mord im Mikrokosmos Camperszene: Am 25. April erscheint der Krimi „Tote brauchen keinen Zeltplatz“ von der Spreewälderin Annette Weber.
Sina Schuldt/dpaDer Stellplatz auf einem Campingplatz bedeutet für viele Camper ein zweites Zuhause. Regelmäßig kommen hier die unterschiedlichsten Menschen zusammen, die sich anderswo vielleicht nie kennengelernt hätten, – und werden Nachbarn. Man verbringt gemeinsame Zeit; vielleicht grillt man zusammen, tauscht sich aus, macht Spaziergänge. Die einen bleiben ein paar Tage, andere Wochen oder sogar Monate.
Ein Campingplatz bedeutet also auch entspannte Wohlfühlatmosphäre. Umso unheimlicher, wenn die Idylle von einem Verbrechen erschüttert wird – wie im neuen Krimi „Tote brauchen keinen Zeltplatz“ von Annette Weber, der am Donnerstag, 25. April, erscheint.

Annette Weber leitet den Campingplatz „Spreewaldtor“ in Groß Leuthen ‒ und sie schreibt Krimis.
Pressefoto Emons-VerlagIm Herzen des Spreewalds – zwischen Moor und grünen Wäldern – erzählt die Autorin einen Cosy-Krimi, der die Heimeligkeit der Dauercamper-Szene mit ihrer familiären Atmosphäre einfängt. Hier wimmelt es nur so von einprägsamen und sympathischen Nebenfiguren: Da sind zum Beispiel die aufdringliche Helga, die für persönliche Grenzen kein Gefühl hat, oder Dieter, der als Besitzer des Campingplatzes das Geschehen pointiert kommentiert.
Autorin schöpft aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz
Die Autorin erfindet all das nicht einfach, sie bildet ab, wie es wirklich sein könnte – denn sie ist selbst Geschäftsführerin eines Campingplatzes und kennt ihre Pappenheimer bestens. Annette Weber leitet das Eurocamp „Spreewaldtor“ am See bei Groß Leuthen (Gemeinde Märkische Heide) im Unterspreewald.
In „Tote brauchen keinen Zeltplatz“ kehrt Dauercamperin Rieke Riemann nach einem Schicksalsschlag auf ihren angestammten Campingplatz zurück; fest entschlossen, in ihrem Leben noch einmal neu durchzustarten. Doch kaum angekommen, findet sie bei einem Spaziergang in einem Moorloch eine Tote. Bald stellt sich heraus, dass die junge Frau, ebenfalls Camperin, ermordet wurde. Rieke gerät in den Strudel der Ermittlungen und beginnt gemeinsam mit ihrem Platznachbarn Michael eigene Nachforschungen anzustellen. Und dann schlägt der Mörder erneut zu.
Webers Camping-Krimi sei kurzweilige Krimiunterhaltung, die locker-leicht und witzig daherkomme, ohne blutig zu sein, konstatiert der Emons-Verlag, der das Buch herausgibt. Sein Fazit: „Die perfekte Sommerlektüre für laue Abende im Vorzelt weltweit – und vielleicht ja sogar bei einem Gläschen Spreewaldbitter oder Gurkenbier.“
Annette Weber schreibt für Kinder und Erwachsene
Annette Weber ‒ Jahrgang 1956 ‒ stammt ursprünglich aus Lemgo in Nordrhein-Westfalen. Nach dem Lehramtsstudium arbeitete sie zunächst 20 Jahre lang als Lehrerin, war aber bereits nebenberuflich als Kinder- und Jugendbuchautorin tätig. 2002 verließ sie die Schule, um nur noch zu schreiben. Sie verfasste neben Kinder- und Jugendbüchern auch Romane für Erwachsene für zahlreiche Verlage. Annette Weber ist verheiratet, hat drei Söhne und fünf Enkelkinder. Gemeinsam mit ihrer Familie betreibt sie das Eurocamp „Spreewaldtor“, das Schauplatz ihres Krimis ist.

