Königspark bei Königs Wusterhausen: Erster Spatenstich für Zoll-Trainingszentrum

Gemeinsamer erster Spatenstich für das Einsatztrainingszentrum des Zolls im Königspark. Auf dem Foto (v. l. n. r.): Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen Michaela Wiezorek, Dr. Tim Bretschneider, Leiter des Hauptzollamts Potsdam, Torsten Müller von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Ostbeauftragte der Bundesregierung Elisabeth Kaiser, Volker Huber von Goldbeck Nordost GmbH sowie Stefan Blieffert von Loupz und Dirk Wendt von Pd, zwei Partnerunternehmen der BundesImmobilien.
Marlene Wetzel- Erster Spatenstich in Königspark bei Königs Wusterhausen: Zoll baut ein Einsatztrainingszentrum.
- Geplant sind Trainingsgebäude, Sporthalle und Raumschießanlage – mit Photovoltaik und Begrünung.
- Das Vorhaben wurde von Stahnsdorf verlegt, da hier Baurecht und ein Gewerbe-B-Plan von 1992 bestehen.
- Am Standort trainieren Kräfte aus Ostdeutschland und Berlin; rund 50 Arbeitsplätze sind vorgesehen.
- Stadt erwartet Impulse für den Königspark und mehr Sicherheit, Lärm durch Schüsse soll nicht hörbar sein.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf der Fläche nördlich von Königs Wusterhausen, genannt Königspark, tut sich was: Schräg gegenüber vom Flughafen-Parkplatz fand am heutigen 6. Mai 2026 der erste Spatenstich für das Einsatztrainingszentrum des Zolls statt.
Das eigentlich für das südlich von Kleinmachnow gelegene Stahnsdorf geplante Bauvorhaben konnte in einem Zeitraum von unter einem Jahr in den Königspark verlegt werden. „Und das ohne Bauturbo“, lachte Bürgermeisterin Michaela Wiezorek in ihrer Rede. Weil die Stadt auf der Fläche Baurecht habe und der alte Bebauungsplan (B-Plan) von 1992 hier Gewerbe vorsehe, sei die Verlegung so schnell möglich gewesen, erklärte Wiezorek.
Im Königspark entsteht eines von insgesamt elf Einsatztrainingszentren des Zolls. In serieller und nachhaltiger Bauweise werden hier ein Einsatztrainingsgebäude, eine Sporthalle und eine Raumschießanlage errichtet – mit Photovoltaikanlage auf dem Dach, Begrünung und insektenfreundlicher Gestaltung.
Was das Zoll-Trainingszentrum bei KW besonders macht
Der Umgang mit der Waffe sei für die stetig wachsenden Aufgaben der Zollbeamten unerlässlich, verdeutlichten die Redner. „Rund 30 Prozent tragen heute eine Waffe“, sagte Dirk Blümcke von der Generalzolldirektion. Das Tolle an den neuen Einsatzzentren sei, dass sich hier Wohngebäude und Gastronomie-Räumlichkeiten simulieren ließen, sodass Einsätze realitätsnah geübt werden könnten. Am Standort Königspark nördlich von Königs Wusterhausen werden Zollbeamte aus Ostdeutschland und Berlin trainieren.
„Wir werden ein guter Nachbar und Arbeitgeber sein“, versprach Dr. Tim Bretschneider, Leiter des Hauptzollamts Potsdam, den KWern – mit circa 50 Arbeitskräften vor Ort. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, betonte, das Projekt stärke die Infrastruktur in der Region. Die Entscheidung für den Standort Königs Wusterhausen sei auch strukturpolitisch motiviert gewesen.
Was sich für Königs Wusterhausen jetzt ändern könnte
Ebenso betonte Bürgermeisterin Wiezorek den positiven Einfluss, den das Projekt für Königs Wusterhausen hätte: Es sei die Initialzündung für den Königspark, die die Ansiedlung weiterer Unternehmen und Wohnmöglichkeiten nach sich ziehen würde. Der B-Plan von 1992 durchläuft aktuell ein Änderungsverfahren, um auf dem rund 56 Hektar großen Areal auch Wohnungen bauen zu können. Durch das Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung, kurz Bauturbo, könnte dieses Verfahren abgekürzt werden.
Wiezorek hob außerdem hervor, dass die Ansiedlung des Zolls gemeinsam mit der Feuerwehr, deren Hauptwache ebenfalls auf dem Gelände gebaut werden soll, das Sicherheitsgefühl in der Stadt stärken werde.
Wer sich, ganz lebenspraktisch, Sorgen um den Lärm machen sollte, sei unbesorgt: Von den Schüssen wird außerhalb des Geländes nichts zu hören sein.

