Klinikum Dahme-Spreewald: Tarifverhandlungen gehen weiter – was Verdi fordert

Zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Klinikum Dahme-Spreewald stehen Tarifverhandlungen an. Dabei geht es auch um Lohnerhöhungen für Beschäftigte der Spreewaldklinik in Lübben. (Archivbild)
Ingvil Schirling- Verdi fordert für das nichtärztliche Personal am Klinikum Dahme-Spreewald acht Prozent mehr Lohn.
- Tarifverhandlungen betreffen 650 Beschäftigte und 145 Auszubildende.
- Verdi will Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
- Weitere Forderungen: höhere Schichtzulage, Pflegezulage und Weihnachtsgeld.
- Verhandlungen werden am 3. Juni fortgesetzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zum Auftakttreffen der Tarifverhandlungen für nichtärztliches Personal und Auszubildende am Klinikum Dahme-Spreewald hatte Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke vor gut einem Monat die Forderungen der Gewerkschaft dargelegt. Es geht um Verträge von rund 650 Beschäftigten und 145 Auszubildenden.
Nach Angaben von Verdi sollen am 3. Juni die Tarifverhandlungen fortgeführt werden. Auch Klinikum-Sprecher Ben Seidemann bestätigte auf Anfrage, es gebe einen Verhandlungstermin.
Verdi fordert auch mehr Geld für Beschäftigte in Schichtarbeit
Bisher sind nur die Forderungen von Verdi öffentlich bekannt. Die Verdi-Tarifkommission wolle eine weitere Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und eine Entgelterhöhung um acht Prozent und dabei mindestens um 230 Euro erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Weiterhin sollen die Beschäftigten in der Pflege zusätzlich eine monatliche Pflegezulage in Höhe von 141 Euro wie im TVöD erhalten.
Auch Beschäftigte im Schichtdienst sollen stärker profitieren: Die Schichtzulage soll nach den Forderungen von Verdi von derzeit 40 auf 100 Euro, die Wechselschichtzulage von 155 auf 250 Euro steigen – analog zu den Regelungen im öffentlichen Dienst.
Des Weiteren will die Gewerkschaft eine Anhebung des Weihnachtsgeldes auf 85 bis 90 Prozent des Monatslohns erreichen, wie es bereits in vielen öffentlichen Kliniken der Fall sei. Zudem fordert Verdi für Auszubildende eine höhere Ausbildungsvergütung.
Verdi will Angleichung der Tarifverträge an den öffentlichen Dienst
„Die Beschäftigten erwarten ein Tarifangebot, welches dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst entspricht“, so Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke. Die Klinikum Dahme-Spreewald GmbH befinde sich mehrheitlich in öffentlicher Hand. Franke argumentiert, dass sich daher auch die Arbeitsbedingungen nach den Regelungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst richten sollten.
In den großen benachbarten Kliniken von Charité und Vivantes in Berlin und beim Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam würden der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst in seiner jeweils aktuellen Fassung Anwendung finden. „Die Krankenhausleistungen des Klinikums Dahme-Spreewald werden von den Krankenkassen genauso hoch vergütet wie die gleichen Krankenhausleistungen von Charité und Vivantes in Berlin beziehungsweise beim Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. Daher sollen auch die Arbeitsbedingungen gleich sein.“, so Ralf Franke weiter.
Die Klinikum Dahme-Spreewald GmbH betreibt im Landkreis Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen das Achenbachkrankenhaus mit 267 Planbetten und in Lübben die Spreewaldklinik mit 181 Planbetten. Seit 2013 besteht ein Haustarifvertrag, den Verdi alle zwei Jahre neu verhandelt hat. Zum 31. März 2025 wurde der Haustarifvertrag gekündigt. Der Landkreis Dahme Spreewald ist mit 51 Prozent der Mehrheitseigentümer der Klinikums Dahme-Spreewald GmbH. Der private Klinikkonzern Sana Kliniken ist Eigentümer der anderen 49 Prozent.
Der Landkreis Dahme-Spreewald fährt derzeit einen Sparkurs. Am 12. Mai verhängte der Landkreis eine zeitlich begrenzte Teil-Haushaltssperre. Für den Haushalt für 2026 werden gravierende Einsparungen und höhere Belastungen für Kommunen und Familien erwartet.


