Kita „Gute Laune“ in Lübben: Darum bittet diese Einrichtung jetzt um Spenden

Musikunterricht in der Kita Gute Laune in Lübben. Musik gehört zum Alltagsleben dazu. Doch die Finanzierung ist noch nicht gesichert.
Jana Liebermann / Vorstandsvorsitzende Kindervereinigung e.V. Lübben- Kita „Gute Laune“ in Lübben bittet um Spenden für wöchentlichen Musikunterricht
- Hintergrund: Sparmaßnahmen der Stadt und des Landes belasten die Finanzierung
- Petition auf betterplace.org: Musik fördert Kinder, stärkt Chancengleichheit
- Für das laufende Jahr 2026 fehlen 8000 Euro; künftig min. 12.000 Euro jährlich
- Kreistag setzte im Dezember 2025 die Förderung der dritten Betreuungsstufe aus
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Kindervereinigung e.V. Lübben braucht Geld. Die aktuellen Sparmaßnahmen der Stadt führen dazu, dass Einrichtungen mit weniger Geld auskommen müssen. Die Kita Gute Laune will das fehlende Geld nun durch Spenden generieren, um das bisherige Angebot an die Kinder aufrechtzuerhalten. Dazu gehört in der Kita Gute Laune der wöchentliche Musikunterricht für die Kinder. Musik ist Teil des pädagogischen Konzepts der Kita.
In der Petition der Kindervereinigung e.V. in Lübben heißt es daher: „Für unsere Kinder ist dieser wöchentliche Besuch von der Musikschule Fröhlich weit mehr als nur Unterricht in kleinen Gruppen. Es ist der Moment, in dem sie über sich hinauswachsen. Musik verbindet das schüchterne Kind mit dem Wirbelwind. Sie hilft ihnen, Worte zu finden, wo sie vorher fehlten, und schenkt ihnen das wertvolle Gefühl: ‚Ich kann das!‘“.
Weiter heißt es dort zur Erklärung, die Sparmaßnahmen des Landes Brandenburg träfen die Kindervereinigung hart. Die Finanzierung der Musikschule wackele, da sich der Trägerverein entscheiden müsse, ob er durch Spenden dringend benötigtes Personal finanziere oder die Musikschule kofinanziere. Die Eltern hätten große Sorge, dass dieser so wichtige Teil des Kita-Alltags dadurch verstummen könne.
Kita Gute Laune in Lübben mit Musik als pädagogischem Konzept
Es gehe um 75 Kinder, die weiterhin gemeinsam musizieren wollen. Der Zugang für alle Familien soll bezahlbar bleiben. Der Preis für den Musikunterricht soll nicht mehr als fünfzehn Euro im Monat kosten.
Um das laufende Jahr 2026 zu sichern, fehle dem Verein noch 8000 Euro. Für die Zukunft benötige er jährlich mindestens 12.000 Euro, um die Lücke zu schließen, die die Kürzungen hinterlassen hätten.

Die Kita Gute Laune in Lübben. Sie will durch eine Spendenaktion den Musikunterricht finanzieren. Musik ist Teil des pädagogischen Konzepts.
Katrin Kunipatz„Das Land Brandenburg bestellt für die Kindertagesbetreuung ein ganzes Orchester, aber seit diesem Jahr nur noch die Geiger“, kommentiert Jana Liebermann, die Vorstandsvorsitzende der Kindervereinigung e.V., die Sparmaßnahmen. Es gehe um die Finanzierung der dritten Betreuungsstufe. „Das heißt für uns, wir Kita-Träger müssen weiterhin umsetzen, dass die Kinder den Rechtsanspruch auf zehn Stunden Betreuung haben. Wir müssen die zehn Stunden ableisten, werden aber nur so finanziert, als würde das Kind nur acht Stunden betreut werden.“
Die dritte Betreuungsstufe bezeichnet eine verlängerte tägliche Kindertagesbetreuung, die in der Regel über acht Stunden hinausgeht und sich an Familien mit langen Arbeitszeiten richtet. Im Dezember 2025 hat der Kreistag des Landkreises Dahme-Spreewald beschlossen, die Förderung dieser dritten Betreuungsstufe auszusetzen. Die Finanzierung wird damit nicht länger durch den Kreis getragen, auch wenn der Rechtsanspruch auf Betreuung weiterhin besteht und von den Trägern gewährleistet werden muss.
Diese Entscheidung fiel im Rahmen der aktuellen Haushalts- und Konsolidierungsplanungen des Landkreises und wurde mit einer knappen Mehrheit von Stimmen verabschiedet. Viele Eltern, Einrichtungen und Interessenvertretungen sprechen sich gegen diese Aussetzung aus, da sie Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie auf die Betreuungsqualität befürchten.
Petition zum Erhalt des Musikunterrichts in der Kita
„Musikschule ist nicht nur Musikschule. Musik macht viel mit den Kindern. Da geht es um Chancengleichheit, da geht es darum, das Interesse der Kinder zu erkennen und zu wecken“, erläutert Jana Liebermann. „Da geht es vielleicht darum, für die Zukunft auch eine Weiche zu stellen, die die Entwicklung des Kindes positiv fördert. Wir wollen den Kindern Dinge ermöglichen, die sie ansonsten vielleicht nicht machen könnten, weil die Eltern keine zeitlichen Ressourcen haben. Jetzt sind wir mit unseren Eltern ins Gespräch gekommen und haben überlegt, wie wir die Finanzierung der Musikschule weiter sicherstellen können.“
Daher nun die Petition auf der Internetseite betterplace.org. Jana Liebermann vom Trägerverein bringt ihre Situation auf den Punkt. „Ich kann es vor unseren Vereinsmitgliedern und vor unseren Mitarbeitern nicht verantworten, dass wir den Musikunterricht finanzieren, aber gleichzeitig unsere Mitarbeiter ausbeuten, weil sie die zehn Stunden Betreuung gewährleisten.“

