Kita in Lübben: Darum will die Stadt mehrere Kitas zusammenlegen

Kita-Landschaft in Lübben wird sich verändern: Die Awo-Kita „Sonnenkinder“ ist wie drei weitere städtische Kitas in Lübben von Veränderungen betroffen. (Archivfoto)
Katrin Kunipatz- Lübben plant die Zusammenlegung mehrerer Kitas, um sinkenden Bedarf und Kosten zu begegnen.
- Betroffen sind „Am Roten Nil“, „Unter den Linden“, „Waldhaus“ und die Awo-Kita „Sonnenkinder“.
- „Am Roten Nil“ und „Unter den Linden“ werden am Standort „Am Roten Nil“ zusammengeführt.
- Vorschulkinder wechseln auf den Bildungscampus – Betreuung im Modulbau der Jahn-Grundschule.
- „Waldhaus“ zieht nach „Unter den Linden“, „Sonnenkinder“ in das bisherige „Waldhaus“ in Treppendorf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Lübben (Landkreis Dahme-Spreewald) steht laut einer Mitteilung vor der Aufgabe, ihre Kita-Landschaft an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Die Anpassungen betreffen demnach die städtischen Kitas „Am Roten Nil“, „Unter den Linden“ und „Waldhaus“ sowie die Kita der Awo „Sonnenkinder“.
Diese Entscheidung falle nicht leicht, denn sie betreffe Kinder, Eltern und Erziehungsberechtigte, pädagogische Fachkräfte sowie gewachsene Strukturen vor Ort, heißt es in der Mitteilung weiter. In diesem Zuge seien in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche geführt und in den vergangenen Tagen alle Beteiligten informiert worden.
Hintergrund seien deutlich sinkende Kinderzahlen, steigende Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie die Fortschreibung der Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung des Landkreises Dahme-Spreewald im Jahr 2025, welche nicht die Entwicklungen der Kinderzahlen vollumfänglich berücksichtigte. Mehrere Einrichtungen seien bereits heute nicht mehr ausgelastet.
Worin Lübben Potenzial zum Sparen bei städtischen Kitas sieht
„Die Anpassung der Kita-Landschaft ist eine notwendige, aber verantwortungsvoll gestaltete Entscheidung. Sie dient dazu, auch in Zukunft eine verlässliche, qualitativ hochwertige und finanzierbare Kinderbetreuung in Lübben sicherzustellen - im Interesse der Kinder, Familien und Fachkräfte“, erklärt Lübbens Bürgermeister Jens Richter.
„Leider haben sich unsere Befürchtungen bestätigt, dass die Fortschreibung der Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung des Landkreises Dahme-Spreewald im Jahr 2025 die Stadt Lübben unter Druck setzt, da damalige Entwicklungen nicht berücksichtigt wurden“, so Richter weiter in der Mitteilung. Gleichzeitig bestehe in einzelnen Gebäuden ein erheblicher Sanierungsbedarf. Ohne strukturelle Anpassungen würde dies langfristig die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt und damit auch die Stabilität der Kinderbetreuung gefährden.
Ziel der geplanten Maßnahmen sei es daher, die vorhandenen Ressourcen so zu bündeln, dass verlässliche, qualitativ hochwertige und langfristig tragfähige Betreuungsangebote erhalten bleiben. Dabei stehe das Wohl der Kinder im Mittelpunkt: stabile Bezugspersonen, möglichst geringe Umbrüche sowie eine weiterhin hohe pädagogische Qualität. Die vorgesehenen Veränderungen seien so entwickelt worden, dass sie für die meisten Kinder und Fachkräfte ein hohes Maß an Kontinuität ermöglichten und gleichzeitig wirtschaftlich notwendige Einsparungen realisierten.
Darum werden die Kitas in Lübben zusammengelegt
Geplant ist die Zusammenlegung der Kita „Am Roten Nil“ und der Kita „Unter den Linden“ am Standort „Am Roten Nil“, da dort größere räumliche Kapazitäten vorhanden seien und beide Einrichtungen bereits eng zusammenarbeiteten. Gleichzeitig würden die Vorschulkinder auf den Bildungscampus verlagert und bis zum Ende des aktuellen Schuljahres im Modulbau der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule betreut, um den Übergang in die Schule zu erleichtern und Platz in den Kitas zu schaffen.
Die Kita „Waldhaus“ in Treppendorf zieht in das Gebäude der bisherigen Kita „Unter den Linden“ um, da dort die räumlichen Voraussetzungen bestehen, das pädagogische Konzept und die bestehenden Gruppen möglichst unverändert fortzuführen. Zudem wird die Awo-Kita „Sonnenkinder“ nach Treppendorf in das bisherige Gebäude der Kita „Waldhaus“ verlegt. Der Standort sei am besten für die Anforderungen an eine Integrationseinrichtung geeignet, heißt es abschließend.

