Der Straupitzer Faschingsprinz Mirko I. verdient sein Geld als Dachdeckermeister, berichtet Manuel Pape, zweiter Vorsitzender des Fastnachtsvereins Straupitz. Mit handwerklich geschultem Auge stellte er bereits kurz nach seiner Proklamation fest, dass die Zamperkassen über die Jahre ziemlich mitgenommen aussehen. Seine Schlussfolgerung ließ aufhorchen: „Ich werde dafür sorgen, dass die Zampereinnahmen in neue, strahlende Kassen wandern“, versprach Mirko I.

Zamperkassen sind traditionell in rot-weiß gehalten

Diese Ankündigung hat er nun wahr gemacht und gemeinsam mit seiner Prinzessin Alexandra I. für neue Zamperkassen gesorgt. Gefertigt wurden diese in aufwendiger Handarbeit aus leichtem Holz, damit die Kassen auch gut gefüllt noch durch Straupitz getragen werden können. In traditionellem rot-weiß gehalten, ziert die Kassen das Vereinslogo. Die Prinzenkasse mit Krone ist, wie üblich, etwas größer gehalten.

Ihren ersten Einsatz werden die sieben Kassen in diesem Jahr beim Zampern in Straupitz haben. Wie Manuel Pape mitteilt, steht der 22. Februar als Termin bereits seit Langem fest. Ab den frühen Morgenstunden des Fastnachtssamstags ziehen rund 100 bunt kostümierte Straupitzer los um Eier, Speck und Geld für die Nachfeier einzuzampern.

Zampergesellschaft zieht von Haus zu Haus

Begleitet von einer Blaskapelle zieht die Zampergesellschaft – allen voran das Prinzenpaar – von Haus zu Haus. Die Bewohner lassen sich gern von einem Tänzchen und einem Schnäpschen „bestechen“, um anschließend die mitgeführten Kassen mit einer Handvoll Kleingeld zu füllen. Ideenreiche Kostüme und zum Teil bizarre Zamperfahrzeuge auf Rädern vervollständigen den Zug.