ILA 2026 in Berlin: Das sind die lautesten Flugzeuge am Flughafen BER

Das Tankflugzeug Airbus A310 fliegt auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2022 vor einem Tornado und zwei Eurofighter Typhoon. Auch bei der ILA 2026 werden die Kampfjets wieder am BER über Schönefeld zu sehen sein. (Archivbild)
Fabian Sommer/dpa- ILA am BER sorgt für Flugschauen und hohe Lärmspitzen – besonders durch Militärjets.
- Eurofighter und Tornado gelten als lauteste Maschinen, Nachbrenner erhöht den Pegel deutlich.
- Flying Display umfasst 56 Programmpunkte, überwiegend militärischer Natur.
- Messwerte bis 103 Dezibel wurden bei früheren Überflügen nahe BER registriert.
- Fluglärm entsteht meist nachmittags. Beschwerden zum Militärflugbetrieb via Hotline 0800 8620 730.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bis zu 100.000 Besucher werden sich ab Mittwoch dieser Woche (10.6.) die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) am Flughafen Berlin-Brandenburg anschauen. Viele freuen sich vor allem auf die Flugschauen – mit Hubschraubern, Propellermaschinen und Düsenjets. Für die Menschen in den Gemeinden rund um den BER, etwa in Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf oder Blankenfelde-Mahlow, bedeutet die Leistungsschau – gerade der Militärmaschinen – aber überdurchschnittliche Lärmspitzen.
Insgesamt hat das „Flying Display“, also die Flugschau in der Luft, 56 einzelne Programmpunkte. Die meisten der Präsentationen am Himmel sind militärischer Natur. Und bei Militärflugzeugen legt man – im Gegensatz zur zivilen Luftfahrt – kaum Wert auf Effizienz oder möglichst geräuscharmes Fliegen. Dort zählt die Leistung.
Die Bundeswehr erklärt auf die Nachfrage, welche ihrer eingesetzten Maschinen am lautesten sind, nur ganz allgemein: „Im Vergleich zu anderen Luftfahrzeugen sind die Kampfflugzeuge besonders lärmintensiv.“ Laut Hersteller hat etwa die neueste Version des klassischen Ferienfliegers, der Airbus A320, einen Spitzenpegel von 85 Dezibel. Ein startender Eurofighter der Bundeswehr verursacht dagegen bis zu 120 Dezibel – und mit gezündetem Nachbrenner noch mehr.
Tornados und Eurofighter machen Krach über dem BER
Dabei bedeuten zehn zusätzliche Punkte auf der Dezibel-Skala, dass man ein Geräusch doppelt so laut wahrnimmt. Für das menschliche Ohr klingt ein startender Kampfjet unter Vollschub also zehnmal lauter als eine Passagiermaschine.
Das sind die lautesten Flugzeuge auf der ILA 2026
Mittwoch, 10. Juni
14.05 Uhr – Eurofighter: Start zur Eröffnung der ILA
14.29–14.34 Uhr – Eurofighter: Platzrunde
14.57 Uhr – Eurofighter: Landung
16.30–16.45 Uhr – Eurofighter der spanischen Luftwaffe
Donnerstag, 11. Juni
17.00–17.15 Uhr – Panavia Tornado
Freitag, 12. Juni
15.15–15.30 Uhr – Eurofighter
16.00–16.15 Uhr – Eurofighter der spanischen Luftwaffe
16.30–16.45 Uhr – Panavia Tornado
Samstag, 13. Juni
15.00–15.15 Uhr – Eurofighter
15.30–15.45 Uhr – Panavia Tornado
17.00–17.12 Uhr – Eurofighter der spanischen Luftwaffe
17.12–17.15 Uhr – Luftparade der Bundeswehr
Sonntag, 14. Juni
11.30–11.45 Uhr – Panavia Tornado
17.15–17.30 Uhr – Eurofighter der spanischen Luftwaffe
17.30–17.43 Uhr – Eurofighter
17.43–17.45 Uhr – Luftparade der Bundeswehr
Zuletzt wurde beim Überflug zweier Eurofighter am Flughafen BER ein Schalldruck von über 102 Dezibel an der Berliner Stadtgrenze gemessen – die Flugzeuge konnten noch kilometerweit entfernt gehört werden. „Eine belastbare Aussage über den Umkreis des Fluglärms kann nicht getroffen werden“, so die Bundeswehr zum Krach bei der ILA. Bei der Flugmesse 2022 wurde an der Messstation in Waßmannsdorf ein Schallpegel von 103 Dezibel gemessen. Damals war ein F-35-Kampfjet in der Luft, das Flugzeug ist dieses Jahr aber nicht auf der ILA.
Dafür werden die Eurofighter der deutschen und der spanischen Luftwaffe insgesamt achtmal während der ILA 2026 aufsteigen. Daneben ist auch das Kampfflugzeug vom Typ Panavia Tornado ein besonderer Lärmfaktor, der ähnlich laut sein wird. Der zweistrahlige Jet wird insgesamt viermal aufsteigen. Die Düsenflugzeuge werden aber meist am Nachmittag zum Einsatz kommen und nicht am frühen Morgen oder am späten Abend.

Ein Kampfjet „Tornado“, ein Hubschrauber vom Typ „Tiger“ und ein „Eurofighter“ in der Luft. Gerade die Kampfjets bei der ILA 2026 werden wieder für eine beträchtliche Lautstärke sorgen.
Christophe Gateau, Arno Burgi, Christoph Reichwein, dpa/Picture alliance (Collage: Till Eichenauer)Neben den sehr lauten Düsenjets wird es aber noch weitere Maschinen zu sehen geben, die einen gewissen Lärm in der Umgebung des Flughafens BER verursachen werden. Dazu zählen etwa die Propeller-Transportmaschinen der Bundeswehr, der Airbus A400M. Hinzu kommen noch weitere Großflugzeuge sowie mehrere Kampfhubschrauber und Drohnen. Die weltweit größte Passagiermaschine, der Airbus A380, landet bereits am Dienstagnachmittag (9.6.).
Die tagesaktuellen Fluglärmmessungen werden während der ILA 2026 wieder auf der Website des Flughafens veröffentlicht. Mit Fragen oder Beschwerden zum militärischen Flugbetrieb können sich Bürger über eine Hotline direkt an die Bundeswehr wenden. Die Telefonnummer lautet: 0800 8620 730.

