Heizung in Luckau: So sparen Hausbesitzer bares Geld im Winter

Mit einem kleinen günstigen Schlüssel aus dem Baumarkt kann man selbst seine Heizkörper entlüften. Doch ein Experte aus Luckau erklärt, daß das nur bedingt erforderlich ist.
© M.Dörr & M.Frommherz/adobe.stock.com- Heizkörper-Entlüftung bei modernen Systemen oft nicht nötig, Fachfirmen empfohlen.
- Hydraulischer Abgleich sorgt für gleichmäßige Wärme, nur einmalig und durch Experten durchführbar.
- Dichte Fenster und Türen senken Energieverbrauch, Dichtbänder aus dem Baumarkt helfen.
- Nur einzelne Räume heizen, um Kosten zu sparen – besonders an kalten Tagen effektiv.
- Wärmepumpen vor der Heizsaison reinigen, um Leistung und Lebensdauer zu erhalten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Winter steht allmählich vor der Tür. Die ersten Nächte mit Frost sind nicht mehr weit entfernt.
Der Winteranfang ist auch immer der Termin, an dem Hausbesitzer tätig werden sollten. Die Energiekosten sind derzeit hoch. Der größte Teil der Energiekosten entsteht im Winter durch das Heizen. Wer seine Heizung regelmäßig und ordentlich warten lässt, spart bares Geld.
Verbraucherorganisationen und Fachfirmen aus dem Bereich Sanitär, Heizung, Klima raten deshalb zum Winteranfang zur Prüfung von Heizungssystemen. Ähnlich wie das Auto müsse auch das Haus winterfest gemacht werden.
Entlüften der Heizkörper nur bedingt erforderlich
Zu den klassischen Tipps seit vielen Jahren gehört die Entlüftung der Heizkörper. Diese sollten entlüftet werden, wenn sie ein „gluckerndes“ Geräusch von sich geben. Mit einem Entlüfterschlüssel kann an jedem Heizkörper ein Ventil geöffnet werden. Damit entweicht die Luft. Dann muss Wasser im Heizkreis nachgefüllt werden, bis der richtige Betriebsdruck wieder erreicht ist. Vor dem Entlüften sollte die Heizungspumpe abgeschaltet werden.
Diese Methode sollte aber nur bei älteren Heizungen angewandt werden, warnt der Heizungsexperte und Geschäftsführer der Curdas GmbH in Luckau, Uwe Strohschein.
„Das ist nur bedingt erforderlich, wenn man eine moderne Heizung installiert hat. Es sollte keine Luft im Heizsystem sein, sonst ist keine ordentliche Wärmeverteilung möglich. Wenn Luft im System ist, muss mit entsprechend aufbereitetem Wasser nachgefüllt werden. Aber die Heizsysteme sind heutzutage sehr sensibel. Und jedes Heizsystem verlangt ein entsprechend aufbereitetes Heizungswasser. Das ist entsalzt oder enthärtet. Da kann ich nicht einfach den Wasserhahn aufdrehen und loslegen. In den meisten Fällen sollte das durch eine Fachfirma erledigt werden.“
Hydraulischer Abgleich sorgt für gleichmäßige Wärme
Grundsätzlich empfehlen Experten auch, den sogenannten hydraulischen Abgleich durchzuführen. Diesen Abgleich muss der Heizungsbesitzer nicht regelmäßig durchführen. Er reicht ein einmaliger Abgleich.
„Der hydraulische Abgleich dient zur Einstellung des gesamten Heizsystems, um die Wärme gleichmäßig im System zu verteilen“, erläutert Uwe Strohschein. „Das heißt, dass Sie überall gleiche Druckbedingungen im Heizsystem haben. Der hydraulische Abgleich muss deshalb entsprechend fachgerecht ausgeführt werden und das kann im Grunde genommen nur durch eine Fachfirma geschehen. Da gehört sehr viel dazu, da müssen die Ventile stimmen, da müssen die Pumpen entsprechend stimmen und so weiter.“
Das A und O einer sparsamen Heizung ist neben der regelmäßigen Wartung, auch das Haus entsprechend dicht zu halten. Dafür braucht man keinen Sanitärfachmann.
Ritzen und Spalten an Fenstern und Türen sollten überprüft und bei Bedarf gut abgedichtet werden. An sehr kalten und windigen Tagen zieht es sonst unangenehm kalt ins Haus und viel Heizenergie geht nutzlos verloren. Eine Kerze an einem windigen Tag zeigt, wo Undichtigkeiten sind. So ein Dichtband ist in jedem Baumarkt erhältlich.
„Alle Dicht- und Dämmarbeiten unter Berücksichtigung der Bausubstanz reduzieren den Energiebedarf. Aber das hat nichts mit der jährlichen Wartung zu tun“, erklärt Uwe Strohschein. „Grundsätzlich kann man sagen, wenn meine Türen und Fenster dicht, Dach und Außenwände entsprechend gedämmt sind – all das bringt energetische Effekte. Sie reduzieren den Energiebedarf. Jeder Hausbesitzer muss für sich entscheiden, was er da macht.“
Tipp: Nicht das ganze Haus permanent heizen
Der Hausbesitzer selbst kann noch andere Dinge tun, um Heizkosten zu sparen. Er kann zum Beispiel seine Heizgewohnheiten überprüfen.
Besonders an kalten Tagen braucht nicht das ganze Haus bzw. die ganze Wohnung behaglich beheizt zu sein. Türen geschlossen halten und nur einen Raum gut heizen kann viel Geld sparen. Ein großer Teil der Heizenergie wird an den sehr wenigen sehr kalten Wintertagen verbraucht. Die Heizkosten an einem einzigen kalten Tag können leicht zwischen fünf und zehn Euro liegen.
Hausbesitzer mit einer Wärmepumpe sollten vor der Heizperiode die Pumpe sauber machen. Laub, Staub, Spinnenweben und Vogelfedern können die Leistung des Gerätes erheblich beeinträchtigen und die Lebensdauer reduzieren.
Dabei darf die Anlage aber nicht in Betrieb sein - daher ist der Herbst, kurz vor der Heizsaison, der perfekte Zeitraum dafür.

