Hafenfest in Lübben 2026
: So sorgt der Veranstalter für Sicherheit

Für das Hafenfest 2026 in Lübben gibt es ein umfassendes Sicherheitskonzept. So sollen Besucher unbeschwert feiern können.
Von
Stefan Staindl
Lübben
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Zum Hafenfest in Lübben werden zusätzliche Brücken an der Schlossinsel aufgebaut.

Zusätzliche Brücken werden an der Schlossinsel in Lübben aufgebaut. Sie gehören zum Sicherheitskonzept des Hafenfestes 2026.

Stefan Staindl
  • Lübben ersetzt das Spreewaldfest 2026 durch das 1. Hafenfest vom 18. bis 20. September.
  • Schlossinsel: Einlass mit Bodychecks und Taschenkontrollen – verbotene Gegenstände werden eingezogen.
  • Zusätzliche Brücken dienen als Notausgänge, die Kapazität ist begrenzt und Einlassstopp möglich.
  • Straßensperren mit Containern und Lkw sichern Schlossbereich und Zugänge zum Rummel.
  • Polizei, Security und Rettungskräfte sind vor Ort; Hausordnung und Jugendschutz gelten sichtbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Lübben ersetzt das traditionelle Spreewaldfest im Jahr 2026 durch ein erstes Hafenfest. Die Stadt hatte den Schritt im Februar mit ihrer angespannten Haushaltslage begründet.

Die dreitägige Großveranstaltung vom 18. bis 20. September findet auf und an der Schlossinsel sowie am Schloss statt. Zudem gibt es einen Rummel auf dem Lindenparkplatz und an der Straße Am Spreeufer. Rund 30.000 Besucher erwartet die Stadt zum 1. Hafenfest.

Um für alle Besucher ein sicheres und unbeschwertes Hafenfest zu gewährleisten, wird es ein umfassendes Sicherheitskonzept geben. Das teilt auf Nachfrage Veranstalter Frank Kuban von Kuban Events aus Cottbus mit. Er hatte sich an der Ausschreibung zum Hafenfest beteiligt und den Zuschlag erhalten.

Zugangskontrollen zum Hafenfest in Lübben 2026

„Grundsätzlich gibt es Kontrollen für alle, die auf die Schlossinsel möchten. Es wird wie bei einem Fußballspiel Bodychecks geben. Dabei wird kontrolliert, ob jemand Gegenstände dabei hat, die auf ein solches Fest nicht gehören, wie etwa Messer oder Sprays, die gefährlich werden könnten“, erklärt Frank Kuban.

Wie er betont, lohnt es sich nicht, solche Gegenstände mitzubringen: „Sie werden eingezogen und nicht zurückgegeben, sondern allenfalls der Polizei übergeben.“ Im Rahmen des Platzrechts dürfen die Sicherheitskräfte auf dem gesamten Festgelände auch Taschen von Besuchern durchsuchen.

Die Einlasskontrollen zur Schlossinsel erfolgen an den beiden Zugängen – also sowohl am Eingang an der Brücke bei Gurken-Paule als auch am Zugang an der Brücke am Mühlendamm. Neben diesen beiden Eingängen gibt es auf der Schlossinsel auch zwei zusätzliche Ausgänge. Sie führen über die Holzbrücke gegenüber der Minigolfanlage sowie über die Holzbrücke gegenüber dem Schloss. „Dort sind außerdem noch zwei zusätzliche Brücken aufgebaut. Diese werden nur im Ernstfall geöffnet, damit die Menschen die Schlossinsel schnell verlassen können“, sagt Frank Kuban.

Die Besucher-Kapazität auf der Schlossinsel ist begrenzt. „Wenn die Zahl erreicht ist, dann wird es einen Einlassstopp geben. Daher kann es vorkommen, dass Besucher mit einem Ticket warten müssen, bis sie die Schlossinsel betreten dürfen.“

Straßensperrung mit Containern an der Straße Am Spreeufer während des Spreewaldfestes 2025 in Lübben

Straßensperrung mit Containern an der Straße Am Spreeufer während des Spreewaldfestes 2025 in Lübben. Auch zum 1. Hafenfest vom 18. bis 20. September wird es solche Sperren dort geben. Die Spreeufer-Straße wird für den Verkehr gesperrt und als Fußgängerbereich  genutzt.

Stefan Staindl

Der Festbereich rund um das Schloss werde mit einem speziellen Konzept abgesichert. Der Bauhof der Stadt stelle Container auf, die verhindern sollen, dass unberechtigte Fahrzeuge in den Bereich fahren. Zusätzlich werden dort auch Lkw – unter anderem von den Schaustellern – positioniert. So könnten sich die Besucher unbeschwert auf dem Festgelände bewegen.

Auch der Zugang zum Rummel werde am Brückenplatz (Eingang zur Straße Am Spreeufer) sowie am Zugang zum Lindenparkplatz mit entsprechenden Sperren aus Containern und Lkw abgesichert. Die Spreeufer-Straße ist für den Verkehr und Fußgängerbereich gesperrt. Die Bundesstraße 87 am Kreisverkehr (Am Warmbad) ist für den Durchgangsverkehr frei passierbar.

„Es wird wie bei einem Fußballspiel Bodychecks geben.“
Veranstalter Frank Kuban
über die Einlasskontrollen zur Schlossinsel

Allerdings gibt es dort wieder eine spezielle Lenkung für die Fußgänger. Der Kreisel ist nur auf der Seite des Warmbades mittels Ampelregelung passierbar. Die andere Querung über die Lindenstraße wird unterbunden. Diese Regelung soll lange Wartezeiten am Kreisverkehr für Fußgänger wie auch für Autofahrer vermeiden.

Ziel ist laut Frank Kuban, eine bestmögliche Sicherheit zu erreichen – zu 100 Prozent gebe es sie ja nie. Man habe sich mit den Ämtern intensiv Gedanken gemacht, wie sich das umsetzen lasse, und ein Konzept entwickelt, das nach Einschätzung der Beteiligten gut funktionieren könne.

Kreisverkehr Am Warmbad in Lübben zum Spreewaldfest 2025 mit Fußgängerampel

Mittels Ampel wurden Fußgänger und Fahrzeugführer am Kreisverkehr Am Warmbad in Lübben während des Spreewaldfestes 2025 geleitet. Diese Maßnahme wird es auch zum 1. Hafenfest in Lübben vom 18. bis 20. September geben.

Stefan Staindl

Frank Kuban zufolge wird das Hafenfest auch von Polizei, zivilen Streifen und Securitykräften begleitet. Die Zusammenarbeit mit der SBS Security GmbH aus Lübben wird dabei fortgesetzt. Täglich gebe es Absprachen, um den Vortag auszuwerten und auf die Besonderheiten des neuen Tages reagieren zu können.

Wie Frank Kuban informiert, wird es zum Hafenfest auf der Schlossinsel einen festen Stützpunkt für Rettungskräfte geben. Direkt am Einlass gegenüber dem Schlangengraben sind Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie medizinische Rettungskräfte während des Festes vor Ort und im Notfall sofort einsatzbereit. Medizinisches Einsatzpersonal ist zudem auch im gesamten Festgebiet zu Fuß unterwegs. Die Rettungskräfte vor Ort übernehmen die Erstversorgung von Patienten, um diese anschließend an den Regelrettungsdienst zu übergeben.

Hausordnung regelt das Verhalten aller Besucher des Hafenfestes

Eine entsprechende Hausordnung regelt das Verhalten aller Besucher auf dem gesamten Festgelände. Sie ist am Eingang zum Festgelände einsehbar. Verstöße können mit Platzverweisen geahndet werden. Schwere Fälle können zu Hausverboten und Strafanzeigen führen, heißt es in der Hausordnung. Mit dem Betreten des Veranstaltungsgeländes erkennen Besucher diese Hausordnung verbindlich an.

Darin ist auch der Jugendschutz geregelt: Alkohol darf nicht an Kinder unter 16 Jahren abgegeben werden. Kinder unter 16 Jahren dürfen das Festgelände nach 22 Uhr nur in Begleitung einer Aufsichtsperson betreten.