Hafenfest in Lübben 2026: So kann man am Entenrennen teilnehmen

Dichtes Gedränge vor dem Zieleinlauf: Das 1. Entenrennen in Lübben fand 2015 in der „SpreeLagune“ statt. Jetzt wird es am 19. September 2026 im Rahmen des Hafenfestes erneut ein Lübbener Entenrennen dort geben.
Stefan Staindl- Lübbener Entenrennen kehrt im Rahmen des Hafenfestes zurück – Start am 19. September 2026.
- Lions Club organisiert das 5. Rennen in der „SpreeLagune“. Hunderte Gummi-Enten schwimmen mit.
- Rennenten kosten fünf Euro. Vorverkauf u. a. bei Optik Härtel, mehreren Apotheken und der Kita „Gute Laune“.
- Ziel sind 1000 verkaufte Enten. Erlöse unterstützen regionale Kinder- und Jugendprojekte.
- Am Renntag Kauf bis 14.30 Uhr möglich. 50 schnellste Enten erhalten Preise, Hauptpreis ist ein 500-Euro-Fahrradgutschein.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Hunderte kleine gelbe Gummi-Entchen schwimmen am 19. September in der „SpreeLagune“ wieder für einen guten Zweck um die Wette. Dann startet das 5. Lübbener Entenrennen – organisiert vom Lions Club Lübben. Der Verkauf der Rennenten hat jetzt begonnen, teilt Jana Liebermann, amtierende Präsidentin des Lions-Club Lübben auf Nachfrage mit. Jede Ente hat eine eigene Nummer. Teilnehmer können verschiedene Preise gewinnen.
„Wir freuen uns riesig, das Entenrennen wieder für unsere Stadt zu organisieren“, sagt Jana Liebermann. „Es ist ein farbenfrohes Spektakel, bei dem die ganze Gemeinschaft zusammenkommt.“
Bisher wurde das Entenrennen im Rahmen des Spreewaldfestes oder des Kahnstechens in Lübben gestartet. In diesem Jahr ist das Entenrennen in das 1. Lübbener Hafenfest (18. bis 20. September) eingebunden. „Wir suchen immer nach einer attraktiven Veranstaltung, mit der wir kooperieren können. Frank Kuban, Veranstalter des Hafenfestes, hat das in diesem Jahr gern aufgenommen und unterstützt uns“, erzählt Jana Liebermann.
Hier werden die Enten für das Rennen in Lübben verkauft
Aufgrund der Absage des Spreewaldfestes und der Ausschreibung des Hafenfestes sei es jedoch lange nicht klar gewesen, ob es dieses Jahr ein Entenrennen geben werde. Erst im Juni habe man im Lions Club den Beschluss gefasst. „Dann galt es, die Enten zu waschen und zu verpacken. 700 Stück haben wir derzeit vorbereitet. Jetzt starten wir mit dem Verkauf.“ Vorverkaufsstellen sind bisher das Geschäft Augenoptik Härtel, die Brückenapotheke (im Marktkauf), die Sertürner-Apotheke, die Delphinen-Apotheke sowie die Kita „Gute Laune“. Eine Ente kostet fünf Euro.
„Ziel ist es, nicht nur die vorbereiteten 700, sondern insgesamt 1000 Enten zu verkaufen. Je mehr wir unter die Menschen bringen, desto größer ist der Erlös, mit dem wir wieder Aktionen für Kinder ermöglichen können“, sagt Jana Liebermann. Mit dem Geld sollen erneut regionale Kinder- und Jugendprojekte unterstützt werden. Bisher waren das etwa ein Aktionstag im Kletterwald oder eine gemeinsame Aktion mit dem Museum. „Wenn es ein Projekt für Kinder ist, hat jeder die Möglichkeit, bei uns einen formlosen Antrag zu stellen.“
Das erste Lübbener Entenrennen wurde 2015 gestartet. Schon damals verzierten manche Besitzer ihre Enten mit Farbe und Federn. Diese Tradition hat sich in den Folgejahren fortgesetzt. „Wenn ich heute in meine Entenkiste schaue, sehe ich viele gelbe Enten, aber ebenso viele, die verziert sind – und die verkaufen sich gut, weil sie im Rennen besser zu erkennen sind“, sagt Jana Liebermann. „Als wir die Enten jetzt verpackt haben, ist uns noch einmal aufgefallen, wie cool doch manche aussehen.“

Rund 50 Meter lang ist die Strecke des Entenrennens in Lübben. Im Jahr 2015 sind die gelben Quietsche-Enten das erste Mal durch die „SpreeLagune“ geschwommen.
Stefan StaindlDie Lübbener Lions Club-Präsidentin wünscht sich, dass sie viele Enten verkaufen, der Veranstalter ein tolles Hafenfest hinzaubert und die Lübbener dem neuen Fest eine Chance geben. „Das Hafenfest ist eine gute Alternative zum Spreewaldfest. Es wird versucht, die Tradition zu bewahren – mit einem anderen Veranstalter und unter anderem Namen. Sinn und Zweck bleiben jedoch gleich: Den Lübbenern drei schöne Tage zu ermöglichen. Ich wünsche dem Veranstalter, dass die Leute das honorieren. In Zeiten klammer Stadtkassen würde das alles sonst nicht mehr stattfinden.“
Jana Liebermann sieht das Entenrennen dabei als i-Tüpfelchen: „Wir hoffen, mit dem Entenrennen noch einmal stärker Familien zum Fest zu ziehen – ganz im Sinne meines Amtszeitmottos ‚Gemeinschaft erleben‘.“
Kurzentschlossene könnten Enten noch am Renntag (19. September) bis 14.30 Uhr an der „SpreeLagune“ Lübben erwerben – solange der Vorrat reiche. „Für Entenbesitzer, die an diesem Tag nicht vor Ort sein können, gibt es zudem einen speziellen Entenservice: Sie können ihre Ente bei der Vorverkaufsstelle belassen. Wir nehmen sie dann zum Rennen mit und sie wird von uns ins Wasser gesetzt. Das haben wir in den vergangenen Jahren bereits so gemacht.“
Damit die Enten am Renntag in Schwung kommen, sorgt die Feuerwehr aus Radensdorf für die nötige Strömung. Die Entchen müssen insgesamt 50 Meter zwischen den beiden Stegen in der „SpreeLagune“ zurücklegen. Am Ziel werden sie mittels Holztrichter in der Reihenfolge ihres Einlaufens eingefangen.

Damit die Rennenten richtig in Schwung kommen, sorgt die Feuerwehr für eine kräftige Strömung – wie hier beim 1. Entenrennen in Lübben 2015.
Stefan StaindlDie 50 schnellsten Enten gewinnen Preise. „Derzeit sind wir dabei, diese Gewinne einzuwerben. Der Hauptpreis, ein Fahrrad-Gutschein im Wert von 500 Euro, den das Zweiradcenter Lehmann aus Lübben spendiert, steht bereits.“ Über mögliche Gewinne kann man sich anschließend auf der Internetseite des Lions Club Lübben informieren.
Das Lübbener Entenrennen hat jetzt auch einen YouTube-Kanal. Dort ist bereits kurz zu sehen, wie die Enten gewaschen werden. „Wir planen, am Renntag einen Livestream über den Kanal zu machen. Das wird jedoch keine professionelle Firma übernehmen. Doch wir haben interessierte junge Leute, die gut mit dem Smartphone umgehen können – daher wollen wir das einmal versuchen.“

