Grundsteuer KW
: Grundsteuerbescheide in Königs Wusterhausen kommen zu spät

Die Stadt Königs Wusterhausen schafft es nicht, alle Bescheide für die Grundsteuer rechtzeitig zu versenden. Was Grundstücksbesitzer tun sollten.
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
Jetzt in der App anhören
Grundsteuerbescheid von 2025 vor einem Haus: ILLUSTRATION - Grundsteuerbescheid für 2025 schon erhalten? Wenn nicht, sollten Sie Ihre quartalsweisen Zahlungen so lange zurückhalten. (zu dpa: «Bei fehlendem Grundsteuerbescheid: Zahlung aussetzen») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Viele Steuerbescheide in Königs Wusterhausen werden nicht rechtzeitig versandt. Haben Sie den Grundsteuerbescheid bereits erhalten?

Christin Klose/dpa
  • Grundsteuerbescheide in Königs Wusterhausen verzögern sich.
  • Neue Hebesätze für Grundsteuer seit Dezember beschlossen.
  • 25.000 Datensätze müssen manuell korrigiert werden.
  • Bürger sollen bisherigen Betrag zu den alten Terminen überweisen.
  • Grundsteuer sinkt, neue Bescheide werden nachgereicht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Stadt Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) hat die neuen Hebesätze für die Grundsteuer Mitte Dezember beschlossen. Seitdem warten viele Hausbesitzer immer noch auf den Bescheid. Nun gab die Verwaltung bekannt, dass es noch dauern wird, bis alle Grundsteuerbescheide verschickt sind.

Der Versand der Bescheide erfolge in diesem Jahr „aus technischen Gründen“ nicht komplett zu Jahresbeginn, sondern nach und nach, „je nach Abarbeitungsstand“, heißt es in einer Mitteilung. Der erste Fälligkeitstermin für die Zahlung der Grundsteuer war bisher der 15. Februar. Nun ist die Frage, wie sich Bürger verhalten sollten, falls sie noch keinen Bescheid bekommen haben.

Grundsteuer überweisen oder nicht? Was Bürger jetzt tun sollten

In der Mitteilung werden auch die Gründe für die Verspätung näher erläutert: 25.000 vom Finanzamt Königs Wusterhausen digital übermittelte Datensätze mit den Messbescheiden müssten in die Buchungssoftware der Stadtverwaltung übernommen werden. „Trotz intensiver Vorarbeiten ist die Quote der automatischen Zuordnung erschreckend gering,“ teilt das Rathaus mit. In vielen Fällen sei eine Korrektur per Hand erforderlich.

Bürger, die bereits einen neuen Grundsteuerbescheid für 2025 erhalten haben, sollen in ihrer Überweisung den Betrag entsprechend anpassen. Falls sie der Stadt ein Lastschriftmandat erteilt haben, wird der Betrag automatisch geändert.

Hebesätze in Königs Wusterhausen sinken

Bürger, die noch keinen neuen Bescheid für die Grundsteuer erhalten haben, sollen laut der Stadt den bisherigen Betrag zu den bisherigen Fälligkeitsterminen überweisen. Falls sie ein Lastschriftmandat erteilt haben, würde der Betrag weiter eingezogen. Eine Verrechnung der gezahlten Steuer erfolge dann, nachdem der neue Bescheid versandt ist.

Die Stadt hat die Hebesätze für die Grundsteuer A auf 230 v. H. und für die Grundsteuer B auf 210 v. H. festgesetzt und damit die Orientierungshebesätze des Landes Brandenburg übernommen.

Als Rechtsgrundlage führt die Stadt Paragraf 29 des Grundsteuergesetzes an, laut dem der Schuldner die Steuer in diesem Fall nach der zuletzt festgesetzten Jahressteuer entrichten muss.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Jahr 2018 die grundsteuerliche Bewertung für verfassungswidrig erklärt. Grund dafür ist, dass die Berechnungsgrundlage auf Jahrzehnte alten Grundstückswerten beruht. Da diese sich unterschiedlich entwickelt haben, kam es laut dem Bundesfinanzministerium zu steuerlichen Ungleichbehandlungen, die ab 2025 bundesweit behoben werden sollen.

In Brandenburg ist die Grundsteuer an manchen Gemeinden gesunken, in einigen kam es aber auch zu Erhöhungen. Brandenburg hat sich dazu entschlossen, der Öffentlichkeit ein Hebesatzregister zur Verfügung zu stellen, dieses Register finden Sie unter finanzamt.brandenburg.de.