Blätter, so groß wie Elefantenohren, zwei Meter hoch und in der Form wie ein riesiger Rhabarber: so zeigt sich die Gunnera manicata, hierzulande auch Riesen-Rhabarber oder Mammutblatt genannt.
Dass ihre Blätter einmal sein ganzes Haus verdecken würden und die vielen, kleinen, rötlichen Blüten im unteren Teil für besonderen Charme sorgen würden, hätte sich Sven Sandmann aus Lübben vermutlich nur gewünscht, als er von seinem Nachbarn einen Ableger bekam. „Die Pflanze hat mich damals schon beeindruckt. Sie war imposant und hat mir gefallen“, erzählt er von den Anfängen.

Lübbener Riesenpflanze wächst aus einem kleinen Ableger

Über den Verlauf von vier Jahren hat sich der kleine Ableger prächtig entwickelt und offenbar dieselben guten Bedingungen vorgefunden wie beim Nachbarn. Regelmäßig gegossen, scheint sie mittlerweile fast das Haus im Hintergrund verschwinden zu lassen.
Grund genug, die Öffentlichkeit auf die vierjährige Schönheit mit einem Blattdurchmesser von etwa zwei Metern aufmerksam zu machen. Sandmanns würden noch nicht einmal soweit gehen zu sagen, sie hätten einen grünen Daumen. „Wir geben uns einfach Mühe“, sagt Sven Sandmann. Ein 200-jähriger Birnbaum fühlt sich auf dem Grundstück aber auch sehr wohl.

Lübbener Riesen-Rhabarber zeigt im August ihre volle Höhe

Winterhart ist die Gonnera manicata zwar nicht, sie muss zum Schutz gegen Kahlfröste abgedeckt werden. Doch ab April treibt sie aus, um im August ihre ganze Größe zu zeigen.