Graffiti in Lübben: Jugendliche sprühen am helllichten Tag – was ist da los?

Graffiti-Sprühen am helllichten Tag in Lübben. Dies beunruhigte den ein oder anderen Passanten beim Vorüberziehen.
Terence Lee- Jugendliche gestalten Graffiti im Rahmen eines Stadtprojekts in Lübben.
- Unter Anleitung von Künstler Martin Jainz verschönern sie einen Stromkasten.
- Das Projekt wird von Naturstrom und Caritas unterstützt.
- Teilnehmer lernen Graffititechniken und gestalten das Häuschen mit Naturmotiven.
- Positive Resonanz von Teilnehmern und Organisatoren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein ungewöhnliches Bild bietet sich am Kreisverkehr der Berliner Chaussee: Eine Gruppe Jugendlicher hat sich mit Spraydosen um einen Stromkasten versammelt. Passanten halten inne, neugierig, ob hier eine illegale Aktion im Gange ist.
Schnell wird klar, dass dieses Treiben Teil eines geplanten Projekts der Stadt Lübben in Zusammenarbeit mit Naturstrom und der Caritas ist. Unter der Anleitung von Martin Jainz, einem erfahrenen Künstler und Pädagogen von Kunstmitherz, wird das Trafohäuschen, das Strom aus dem Solarpark Groß Lubolz ins Lübbener Netz speist, künstlerisch gestaltet.
Erste Graffiti-Schritte an der Free Wall in Lübben
Bereits um 14 Uhr treffen sich Martin Jainz und die Jugendlichen an der sogenannten Free Wall in Lübben. Der erfahrene Pädagoge erklärt den acht Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren den Umgang mit Spraydosen und verschiedene Graffititechniken. Jainz ist bekannt dafür, Jugendlichen nicht nur künstlerische Techniken, sondern auch die Bedeutung von Kreativität in der Gemeinschaft zu vermitteln.
Die Teilnehmer dürfen zuerst ihre Namen an die Wand sprühen und erlernen dann den Umgang mit Schablonen auf einer grünen Fläche, die dem Trafohäuschen ähnelt. Die praktischen Übungen finden mit großer Begeisterung statt, wobei Handschuhe und Mundschutz Pflicht sind.

Martin Jainz übt mit den Jugendlichen Techniken, die sie dann im Realprojekt an der Übergabestation einsetzen können.
Terence LeeDas Trafohäuschen in Lübben wird zur Leinwand
Gegen 16 Uhr zieht die Gruppe zum eigentlichen Objekt der Begierde um. Währenddessen wird ein Pizzaflyer herumgereicht, um bei einem späteren gemeinsamen Essen das Projekt weiter zu besprechen. Geplant ist eine Gestaltung mit einer Wasserkante, Gräsern und Seerosen.
Die Jugendlichen beginnen mit dem Sprühen von Wasserreflexionen, wobei sie die zuvor erlernte Wischtechnik mit Folie anwenden. Mithilfe von Schablonen werden Libellen, Gräser, Schilf und ein Storch auf dem Stromverteiler platziert. Der Schriftzug „Stadt Lübben“ wird von den Kindern aufgetragen, und auf der Rückseite verewigen sich die Künstler selbst. Immer wieder bleiben Autos stehen oder Passanten halten inne, um das Geschehen zu beobachten.
Begeisterte Stimmen der jungen Graffiti-Künstler
Der Workshop begeistert die Teilnehmer. Der 12-jährige Tom aus Lübben erzählt: „Ich sprühe schon seit einer Weile zu Hause auf Plakaten, aber hier habe ich viel Neues gelernt.“
Lindsay, 14 Jahre, sagt, dass es ihr sehr viel Spaß gemacht habe, und sie sich über die ausführlichen Erklärungen freut. Bei der Wahl ihrer Pizza entschied sie sich für eine Margarita.
Mia, 13 Jahre, fand das Anmalen der Leinwände besonders spannend: „Die verschiedenen Techniken waren spannend, und ich fand es toll, dass wir am Ende frei experimentieren durften.“
Auch Sophie, 14 Jahre, war vom Anmalen der Leinwände begeistert, insbesondere weil sie am Ende noch selbst viel ausprobieren durfte.
Martin Jainz zeigt sich zufrieden mit dem Engagement der Jugendlichen und freut sich über ihren Enthusiasmus und ihr Talent.
Die drei Mädchen kennen sich bereits aus der Schule und sind beste Freundinnen. Nachdem das Projekt bekannt wurde und sich bereits eine der Drei angemeldet hatte, beschlossen sie gemeinsam den Workshop zu besuchen.
Positives Feedback und ein nachhaltiges Ziel
Franziska Rutscher von Naturstrom äußert sich positiv über den Tag. Sie freut sich, dass bürgernah und in diesem Fall speziell Kindern das Thema erneuerbare Energien ein Stück weit näher gebracht wird. Nur fünf Kilometer entfernt wird in Groß Lubolz der hier eingespeiste grüne Strom erzeugt, mit dem in Lübben über 5000 Haushalte versorgt werden.




