Flughafen BER Schönefeld
: Zoll erwischt Frau mit acht Kilo Kaviar im Handgepäck

Der Zoll hat am Flughafen BER eine mutmaßliche Schmugglerin gestoppt. Die Reisende wollte kiloweise nicht deklarierten Kaviar ins Land bringen. Die Frau muss nun mit einer Anklage rechnen.
Von
Till Eichenauer
Schönefeld
Jetzt in der App anhören
Die Gläser mit dem geschmuggelten Kaviar liegen nun beim Zoll.

Großer Fund im Handgepäck am Flughafen BER in Berlin: Die Gläser mit dem geschmuggelten Kaviar liegen nun beim Zoll. Wer die teuren Fischeier einführen will, braucht Dokumente zur Herkunft.

Christiane Ullrich/Hauptzollamt Potsdam
  • Zoll stoppt am Flughafen BER eine Reisende mit rund 60 Kaviargläsern im Handgepäck.
  • Fund am Sonntag, 12. April 2026: insgesamt acht Kilo Kaviar – beschlagnahmt.
  • Die 38-jährige Moldauerin erklärte, es sei ein Geschenk für den Eigenbedarf.
  • Dokumente zur Herkunft fehlten – Verstoß gegen Artenschutzvorschriften im Raum.
  • Echter Störkaviar ist streng geregelt, teils sehr teuer – mehrere Tausend Euro möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zollfahnder haben am Flughafen BER in Berlin einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Eine Reisende hatte in ihrem Handgepäck rund 60 Schraubgläser mit Kaviar dabei. Bei dem Fund vom Sonntag, 12. April 2026, handelt es sich um insgesamt acht Kilo der kostbaren Fischeier.

Da echter Kaviar vom Stör-Fisch ein geschütztes Produkt ist, gelten strenge internationale Handels- und Einfuhrbestimmungen. Deshalb wurde das Luxus-Nahrungsmittel am Flughafen BER beschlagnahmt, so der Zoll.

Bei der Befragung gab die 38-jährige Moldauerin an, dass es sich bei dem Kaviar in den unbeschrifteten Gläsern um ein Geschenk handele und dieser für den Eigenbedarf bestimmt sei. In Russland sei aktuell Ostern und an den Feiertagen würden traditionell Kuchen oder Kaviar serviert.

Kaviar am Flughafen BER wohl mehrere Tausend Euro wert

Echter Kaviar kann extrem hohe Preise erzielen. Ein Kilo der Fischeier vom sibirischen Stör kostet etwa 1000 Euro. Bei Kaviar vom Beluga-Stör sind es sogar bis zu 4000 Euro. Deutlich günstiger hingegen sind die Fischeier von Lachsen oder Forellen.

Da die Frau dem Flughafen-Zoll am BER keinerlei Dokumente zur Herkunft des Kaviars vorlegen konnte, drohen ihr nun rechtliche Konsequenzen wegen eines Verstoßes gegen geltende Artenschutzvorschriften. Der Kaviar wurde einbehalten.