Flüchtlinge in Dahme-Spreewald: Weitere Unterkunft für Geflüchtete schließt

Nach der Auflösung von Wohnungsverbünden in Lübben, Luckau, Walddrehna soll im Landkreis Dahme-Spreewald eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete schließen. (Symbolfoto)
Sebastian Willnow/dpa- Landkreis Dahme-Spreewald reduziert Unterbringungskapazitäten für Geflüchtete deutlich.
- Aufnahmesoll für 2025 auf 486 Personen gesenkt (vorher 647).
- Bis August 2025 bereits 301 Geflüchtete aufgenommen, Hauptherkunftsländer: Ukraine, Afghanistan, Russland.
- Gemeinschaftsunterkunft Kolberg (Heidesee) soll als nächste Einrichtung geschlossen werden.
- Aktuell 2405 Plätze im Landkreis, 26 % davon ungenutzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Landkreis Dahme-Spreewald will nach eigenen Angaben in nächster Zeit eine weitere Unterkunft für Geflüchtete schließen. Warum das so ist und welche es sein soll, erläutert Janet Grund von der LDS-Verwaltung.
„Die Pflichtaufgabe zur Unterbringung ist dem Landkreis zur Erfüllung nach Weisung vorgegeben“, so Janet Grund.
Wie sie in einer aktuellen Mitteilung erklärt, habe für das Jahr 2025 das in der neuen Landesregierung zuständige Ministerium des Innern und für Kommunales (MIK) das Aufnahmesoll überprüft und dem Landkreis Dahme-Spreewald nunmehr ein reduziertes Aufnahmesoll von 486 Personen (vorher 647 Personen) mitgeteilt.
Die Zuweisung von Geflüchteten erfolge über die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH) des Landes Brandenburg.
Bisher knapp 300 Menschen im Jahr 2025 aufgenommen
Bis zum 31. August 2025 hat der Landkreis Dahme-Spreewald Janet Grund zufolge 301 Asylbewerber und geflüchtete Menschen aufgenommen. „Für den Monat September sind bislang 35 Zuweisungen angekündigt und zum Teil schon umgesetzt.“
Die fünf Hauptherkunftsländer der aufgenommenen Menschen seien die Ukraine (38 Prozent), Afghanistan (24 Prozent), die Russische Föderation (13 Prozent), die Türkei (sieben Prozent) und Syrien (vier Prozent). Die Hälfte der aufgenommenen Menschen sind laut Janet Grund Familien mit Kindern.
Aufgrund der sinkenden Zahlen reduziere der Landkreis Dahme-Spreewald weiter seine Unterbringungskapazitäten. „Aktuell liegt die Gesamtkapazität im Landkreis nach Schließung der Wohnungsverbünde in Luckau, Lübben und Walddrehna noch bei 2405 Plätzen. Davon sind derzeit etwa 26 Prozent nicht belegt“, so Janet Grund.
Als voraussichtlich nächste Einrichtung werde daher der Gemeinschaftsunterkunft Kolberg (Gemeinde Heidesee) schließen.
Im Landkreis Dahme-Spreewald wurden bisher bereits Wohnungsverbünde für Geflüchtete in Lübben, Luckau und Walddrehna geschlossen.

