Flüchtlinge in Dahme-Spreewald
: Aus diesen Herkunftsländern kommen die Menschen

Der Landkreis Dahme-Spreewald legt aktuelle Zahlen zur Aufnahme von Geflüchteten in den Kommunen vor.
Von
Harriet Stürmer
Lübben
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Lärmschutzwand mit Holzverkleidung an der Parkstraße in Lübben. Dort wurde der Galgen mit rassistischer Aufschrift angebracht.

Lärmschutzwand mit Holzverkleidung an der Parkstraße in Lübben. Dort entsteht eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete.

Daniel Preikschat

Aus welchen Ländern kommen die Menschen, die im vergangenen Jahr dem Landkreis Dahme-Spreewald zur vorläufigen Unterbringung in den Gemeinschaftsunterkünften und Wohnverbünden zugewiesen wurden? Zu dieser Frage hat die Kreisverwaltung jetzt Zahlen vorgelegt.

Der Rückblick auf das Jahr 2023 zeigt folgende statistische Daten: Dem Landkreis wurden insgesamt 552 Menschen (ohne Ukraine-Flüchtlinge) durch die Zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg (ZABH) in Eisenhüttenstadt zugewiesen. Davon waren 279 Einzelpersonen männlich (50,5 Prozent), 55 Einzelpersonen weiblich (10,0 Prozent) und 218 Personen in Familien (39,5 Prozent). Die Familienverbände bestanden aus 45 Männern, 62 Frauen sowie 111 Kindern.

Das sind die zwölf Hauptherkunftsländer

Die zwölf Hauptherkunftsländer waren Afghanistan (148 Personen), Syrien (102), Türkei (82), Kenia (39), Kamerun (27), Iran (23), Sudan (19), Irak (18), Russische Föderation (18), Pakistan (17), Vietnam (11) und Libyen (9). Die Frage „Wer kommt?“ kann der Landkreis Dahme-Spreewald übrigens nur mit einem knappen Vorlauf von drei bis zehn Tagen vor der Ankunft im Landkreis beantworten, erklärt Kreissprecherin Kathrin Veh.

Für das Jahr 2024 habe das Brandenburger Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz dem Landkreis Dahme-Spreewald ein Aufnahmesoll von 1.212 Personen mitgeteilt. Im ersten Quartal des laufenden Jahres habe der Landkreis insgesamt 138 Personen aufgenommen (Stichtag: 31. März 2024).

Zu den neuen Gemeinschaftsunterkünften in Lübben und Pätz berichtet Veh folgendes: Am Standort Pätz (Gemeinde Bestensee) hat der Landkreis im März 2024 die Gemeinschaftsunterkunft an den Betreiber DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg gGmbH übergeben. Die Einrichtung verfügt über 163 Plätze zur Unterbringung von Asylbewerbern und geflüchteten Menschen. Die Inbetriebnahme ist erfolgt und der schrittweise Bezug durch erste Bewohner beginnt dieser Tage. Interessierte können die Unterkunft an einem Tag der offenen Tür im Mai besichtigen.

Baumaßnahmen am Standort Lübben schreiten voran

Am Standort Lübben geht die Kreisverwaltung indes weiterhin von der Übergabe der neuen Gemeinschaftsunterkunft an den Landkreis im dritten Quartal 2024 aus. Die Einrichtung wird voraussichtlich bis zu 100 Plätze zur vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern und geflüchteten Menschen verfügen.

Nach Angaben von Kathrin Veh schreiten die Baumaßnahmen an dem Standort voran. Es handelt sich um zwei eingeschossige Wohnbauten in Modulbauweise. Der Landkreis wird vor Inbetriebnahme der Einrichtung in geeigneten Formaten die Lübbener Bevölkerung weiter informieren, heißt es.