(red/kr) Als Zeichen einer aktiven Europapolitik in der Dahme-Spreewald-Region haben Landrat Stephan Loge und Kreistagsvorsitzender Martin Wille in Lübben sechs engagierte Persönlichkeiten aus dem Landkreis Dahme-Spreewald geehrt.

„Gute Europaprojekte und gute partnerschaftliche Kontakte besonders auf regionaler Ebene sind die besten Argumente für ein gemeinsames Europa. Viele gemeinnützige Vereine und ehrenamtliche Helfer investieren Zeit und Engagement, um die partnerschaftlichen Beziehungen aktiv zu beleben. Sie sind mit Herz und Freude dabei“, betonte der Kreistagsvorsitzende und Chef des Europavereins Dahme-Spreewald Martin Wille in seiner Begrüßung.

Seit 2011 verleiht der Landrat die Europaurkunde an Bürger, die sich um die Verbreitung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben. Bisher wurden insgesamt 40 Personen und gemeinnützige Vereine geehrt.

Der Landkreis nimmt inzwischen traditionell die Europawoche zum Anlass, um mit seinem Veranstaltungsangebot auf die große Bedeutung der europä­ischen Idee von Demokratie, Freiheit und Toleranz hinzuweisen und um Bürgern für besondere Leistungen im Sinne der europäischen Integration zu danken. Großer persönlicher Einsatz für die Völkerverständigung und für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist nicht selbstverständlich.

Auf Vorschlag ihrer Gemeinden erhielten folgende Bürgerinnen und Bürger eine Auszeichnung:

Monika Köster, Ehrenamtliche (nominiert durch die Gemeinde Drahnsdorf, Amt Unterspreewald). Als Folge der Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 wurden weite Teile der Ukraine sowie Weißrusslands von der entstandenen radioaktiven Wolke verseucht. Im Laufe der 1990er-Jahre sind mehrere Vereine entstanden, die den Opfern helfen woll(t)en. So auch der Kinderhilfsverein Tschernobyl in Lübben. Der Verein nimmt über die Sommermonate Kinder aus den betroffenen Regionen für drei bis vier Wochen auf. Während die Kinder in Deutschland sind, wird ihr Immunsystem soweit aufgebaut, dass sie ca. zwei Jahre „normal“ leben können. Darüber hinaus werden das ganze Jahr über Spenden gesammelt. Frau Köster ist seit mindestens fünf Jahren aktives Mitglied im „Lübbener Kinderhilfsverein Tschernobyl e.V.“ Sie wird für ihren hohen persönlichen Einsatz beim Spendensammeln und bei der Teilnahme an Fahrten geehrt.

Ryszard Nawrocki, Ehrenamtlicher

(nominiert durch die Stadt Mittenwalde). Herr Nawrocki erhält die Europaurkunde für sein herausragendes Engagement und sein hohes Maß an Empathie und Diplomatie in der deutsch-polnischen Städtepartnerschaftsarbeit.

Manfred Mikolait, Ehrenamtlicher (nominiert durch die Gemeinde Schönefeld). Herr Mikolait wird für seine ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde/Kirchengemeinde Schönefeld geehrt werden. Er organisiert jährlich eine Fahrt zur Partnergemeinde Siebenbürgen in Rumänien und ist dort für die Übergabe der Spenden an die dortige Kirchengemeinde tätig.

Joachim Günter Bädelt, Ehrenamtlicher (nominiert durch die Gemeinde Schönefeld). Herr Bädelt wird ebenfalls für seine ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde/Kirchengemeinde Schönefeld geehrt. Auch er ist an der Organisation der jährlichen Fahrten zur Partnergemeinde Siebenbürgen in Rumänien zuständig und trägt zudem die Verantwortung zur Übergabe der Hilfsgüter.

Karl Mette, Ehrenamtlicher (nominiert durch die Gemeinde Schönefeld). Seit 1998 engagiert sich Herr Mette aktiv in der Partnerschaftsarbeit zwischen Schönefeld und Bayangol (Mongolei). Er unterstützt die Gemeinde vor allem bei der Organisation und Durchführung eines deutsch-mongolischen Volksfestes.

Gertraud Apel, Leiterin Europaschule Königs Wusterhausen (nominiert durch den Europaverein Dahme-Spreewald e.V.) Frau Apel organisiert seit vielen Jahren Projekte mit europapolitischem Bezug außer­halb des Lehrplans. Unter anderem organisiert sie eine Europa-Woche in der Zeit zwischen dem 5. und 9. Mai, in der die Schüler Projekte mit internationalem Bezug durchführen. Sie soll für ihr herausragendes und unermüdliches Europaengagement geehrt werden.